13.12.2005 - 2 Antrag der CDU-Fraktion nach § 6 Abs. 5 der des...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 2
- Sitzung:
-
Sitzung des Schulausschusses
- Gremium:
- Schulausschuss
- Datum:
- Di., 13.12.2005
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Zu dem Antrag der CDU-Fraktion bittet Frau Neuhaus zunächst um einen Bericht der Verwaltung.
Frau Haack/Fachbereich
Jugend und Soziales führt dazu aus, dass die Landesregierung die bisher
gänzliche Schließung der Kinderhorte zurückgenommen hat, jedoch wird nur ein
Anteil von 20% bestehen bleiben können. Konkret muss es sich dabei um Kinderhorte
in ländlichen Bereichen, in Stadtteilen mit besonderem Erneuerungsbedarf, oder
in sozialen Brennpunkten handeln.
In Hagen gibt es 4 Kinderhorte, auf
die diese Voraussetzungen nicht zutreffen. Der Kinderhort in Haspe , der
ohnehin nur eine Notlösung ist, wird im Sommer 2006 geschlossen, die anderen 3
Kinderhorte sind als Betreuungseinrichtungen erhalten geblieben, sie wurden
jedoch in altersgemischte Gruppen umgewandelt.
Der CDU - Antrag lässt nach
Einschätzung von Herrn Kortmann den Schluss zu, dass der Ausbau der
Offenen Ganztagsschulen die Schließung der Kinderhorte zur Folge hat. Dies ist
nicht der Fall. Vielmehr wird durch den Fachbereich Jugend und Soziales die Jugendhilfeplanung
erstellt, gemeinsam wird dann versucht, den daraus resultierenden Wegfall von
Hortplätzen durch die Bereitstellung von Plätzen in der Offenen Ganztagsschule
zu kompensieren.
Aus Sicht der CDU-Fraktion wurden nach
Ausführung von Frau Neuhaus offenbar “Nägel mit Köpfen”
gemacht, es wird zum Schuljahr 2006/2007 wohl keine Kinderhorte mehr geben
wird.
Frau Heukeroth weist darauf
hin, dass alle die Genese der Offenen Ganztagsschule mitbekommen haben,
ebenfalls haben alle die Standorte der Offenen Ganztagsschulen beschlossen. Die
Qualitätsentwicklung der Angebote sollte weiter begleitet werden.
Bezug nehmend auf den CDU-Antrag
bittet Herr Breddermann um die Beantwortung der darin aufgeführten
Fragen 1 bis 4.
Im Anschluss daran beantwortet Herr
Kortmann die im Antrag gestellten Fragen.
1.)
Angebote in Kinderhorten und in der Offenen
Ganztagsschule sind unterschiedliche Gebilde, so z.B. bei der unterschiedlichen
Finanzausstattung.
2.)
Grundlage für einen Start mit der Offenen Ganztagsschule
ist ein positiver Beschluss der Schulkonferenz, ohne ein solches Votum läuft
nichts. Frau Haack ergänzt dazu, dass es aber nicht in die Kompetenz die
Schulkonferenz gestellt ist, zwischen einem Angebot der Offenen Ganztagsschule
und einem Kinderhort zu entscheiden.
3.)
Da, wie bereits dargestellt, die Beibehaltung der
Kinderhorte aufgrund fehlender Voraussetzungen als Alternativangebot
perspektivisch nicht möglich sein wird, reduziert sich die Beratung auf eine
Teilnahme an dem Angebot der Offenen Ganztagsschule.
4.)
Alternativ zu dem Angebot der Offenen Ganztagsschule
kann sich die Schulkonferenz für die Beibehaltung des Angebots “Schule
von acht bis eins” entscheiden. Es ist jedoch zu bedenken, dass es die
Förderung für den Programmteil “Dreizehn Plus” ab 2008 nicht mehr
geben wird.
Zum Schluss der weiterführenden
Diskussion, an der sich Frau Kuschel-Eisermann, Frau Herms, Herr
Walter, Herr Dreiski-Mousset, Herr Breddermann, Frau
Neuhaus und Frau Klos-Eckermann beteiligen führt Frau Neuhaus
aus, dass die CDU-Fraktion nicht die Qualität der Offenen Ganztagsschule
bezweifelt, sich aber gegen die Schließung der Kinderhorte wehrt.
Abschließend bittet Frau Neuhaus um
die schriftliche Beantwortung der Fragen.
Anträge werden von der CDU-Fraktion
nicht gestellt.
