07.10.2020 - 7.1 Temporäre Einrichtung von Fahrradspuren auf der...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 7.1
- Sitzung:
-
Sitzung der Bezirksvertretung Haspe
- Gremium:
- Bezirksvertretung Haspe
- Datum:
- Mi., 07.10.2020
- Status:
- öffentlich (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB61 - Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung
- Bearbeitung:
- Gregor Hengstermann
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Herr Thieser weist auf die gefassten Beschlüsse der Bezirksvertretung Haspe und auf die dazugehörigen Maßnahmen seit 2019 hin. Seiner Meinung nach kann es nicht sein, dass die Vorlage zu den Radspuren erst einen Tag vor der Sitzung durch den Oberbürgermeister unterschrieben wurde und den Mitgliedern der Bezirksvertretung somit sehr kurzfristig zur Verfügung gestellt werden konnte.
Herr Winkler erklärt, dass die Idee bezüglich der Radwege auf der L 700 nicht ganz neu sei. Auf der Strecke von der Martinstraße bis zur Ortsgrenze nach Gevelsberg gibt es auch einen Radweg. Auf der Fahrbahn kämen die Autofahrer auch mit einer Fahrspur aus. Anschließend erklärt er den Unterschied zwischen Alltagsradwegen und Freizeitradwegen und merkt an, dass die Fahrradspur von der Grundschoetteler Straße bis zur Enneper Straße zu Beginn der Herbstferien abgebaut werde. Für die Sitzung der Bezirksvertretung Haspe am 19.11.2020 soll eine Verwaltungsvorlage über das weitere Vorgehen für diesen Bereich durch die Verwaltung eingebracht werden.
Herr Thieser bezieht sich auf das Radverkehrskonzept und erklärt, dass von den 23 Maßnahmen für den Stadtbezirk Haspe bis heute noch keine umgesetzt worden sei. Er spricht sich für eine Prioritätenliste aller Maßnahmen aus. Aus dieser Liste müsse entnommen werden können, wann, wie und wo welche geplanten Maßnahmen umgesetzt werde. Er bezieht sich auf den durch die Bezirksvertretung Haspe gefassten Beschluss, durch den die Verwaltung aufgefordert wurde, alle vorhandenen farblich markierten Radwege bei Bedarf neu kenntlich zu machen. Bislang sei seitens der Verwaltung hierzu noch nichts passiert.
Herr Goertz berichtet von der letzten Sitzung der Bezirksvertretung Haspe und weist daraufhin, dass es vor dem Beschluss dieser Radspur schon einige Bedenken seitens der Mitglieder der Bezirksvertretung gegeben habe. Er bedauert, dass für die Sperrung der Marktbrücke fünf bis sechs Pressemitteilungen veröffentlicht wurden und für die Radspur in Haspe nur einer. Seiner Meinung nach hätten die Bürger*innen früher informiert werden sollen.
Herr Gronwald moniert, dass die Bezirksvertretung Haspe viel früher hätte mit in die Planungen bezüglich der Radspur einbezogen werden sollen und weist darauf hin, dass die Aktion Stadtradeln schon länger bekannt gewesen sei. Er erklärt, dass die vorhandenen Radwege, wie zum Beispiel entlang der Ennepe oder durch den Ennepepark viel besser beleuchtet werden müssten. Seiner Meinung nach müsse die Personenanzahl in der Radverkehrsplanung dringend aufgestockt werden.
Herr Romberg merkt an, dass sich die ältere Generation nur sehr schwer umgewöhnen könne. Anders sehe es bei der Enkelgeneration aus. Hier werde der Wechsel erst richtig stattfinden können. Die Politik habe über 50 Jahre alles für den Individualverkehr getan.
Herr Thieser berichtet über seine Erfahrungen, wenn er mit dem Fahrrad zum Hagener Rathaus fährt und weist auf den geplanten Fahrradwegausbau zwischen Wehringhausen bis zur Hammerstraße hin. Er weist darauf hin, dass die Politik und auch die Verwaltung überlegen müssen, ob auf Hauptverkehrsstraßen oder auf Freizeitradwegen für Fahrradfahrer*innen investiert werde. Er schlägt vor, dass die neue Bezirksvertretung Haspe zusammen mit der Verwaltung und dem ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club) bei einer Klausurtagung eine ausgiebige Diskussion führe.
Frau Enders weist darauf hin, dass der Preselweg von der Gesamtschule Haspe bis zur Grundschoetteler Straße dringend gesäubert werden müsse.
Herr Bradenbrink bezieht sich auf den Personalmangel in der Radverkehrsplanung und möchte wissen, ob der Mobilitätsmanager hierbei nicht helfen könne.
Frau Bremser möchte wissen, ob die neuhergerichteten Radwege als kombinierte Fuß- und Radwege ausgewiesen werden.
Herr Winkler antwortet, dass dies sehr unterschiedlich sei. Als Beispiel nennt er den getrennten Radweg von der Kuhle Straße bis zur Hammerstraße/Spieker Straße. Die Hammerstraße hingegen werde als Fahrradstraße gebaut. Er erklärt, dass es auch Bereiche geben werde mit einem gemeinsamen Fuß- und Radweg.
Herr Gronwald ist der Meinung, dass eine Verkehrswende nur zwanghaft erfolgen könne. Er möchte wissen ob es möglich sei, mit einer naturverträglichen Bauweise Teilstrecken der Ennepe so auszubauen, dass Radfahrer*innen die Möglichkeit haben, oberhalb der Ennepe herzufahren. Seiner Meinung nach sei es wichtig, den Radverkehr von dem Autoverkehr zu trennen.
Herr Müller fragt nach, ob es bereits Planungen gebe, das Stück von An der Wacht bis zur Grundschoetteler Straße so auszubauen, wie beim jetzigen Brandtgelände.
Herr Winkler antwortet, dass dies nicht vorgesehen sei. Die Verwaltung plane, von der Grundschoetteler Straße bis zur Straße An der Wacht eine Spur nur für Radfahrer und Busse.
Herr Goertz ist der Meinung, dass die Radwege ständig gereinigt und besser beleuchtet werden sollten, wenn auf die Radspuren auf der L700 verzichtet werde. Die Radwege müssen genau so sauber gehalten werden wie die Straßen.
Herr Thieser weist auf den Radweg an der Ennepe entlang des Brandt-Areals hin. Es müsse seiner Meinung nach eine vernünftige Lösung zwischen der Nordstraße und der Grundschoetteler Straße geben.
Herr Winkler berichtet über geplante Überquerungshilfen für Radfahrer auf der Straße An der Kohlenbahn.
Herr Wisotzki erklärt, dass es von der Grundschoetteler Straße bis zum Mühlenwert einen Radweg gebe. Dieser Weg müsse allerdings unbedingt freigeschnitten werden.
Herr Gronwald macht darauf aufmerksam, dass bei einem Grundstückserwerb hinter der Ennepe ein parallel Radweg verlaufe. Es gebe dann einen Radweg auf der L700 und einen hinter der Ennepe. Er weist auf eventuelle Altlastenproblematik und die damit verbundenen Kosten in diesem Bereich durch eine frühere Motorenfabrik hin.
Beschluss:
- Die Bezirksvertretung Haspe hebt ihren Beschluss vom 16.09.2020 bezüglich der temporären Einrichtung von Fahrradspuren auf der L 700 - Enneper Straße/Kölner Straße auf.
- Die Bezirksvertretung Haspe unterstützt die Verkürzung des temporären Radwegs auf dem Bereich der Enneper Straße und die Fortführung des so verkürzten Projekts bis zum Beginn der Herbstferien. Die Verwaltung legt der Bezirksvertretung Haspe zu ihrer Sitzung am 21.01.2021 einen Bericht über die durch die Einrichtung der temporären Fahrradspuren gewonnenen Erkenntnisse für künftige Vorhaben im Bereich des Radverkehrs in Haspe vor.
- Die Bezirksvertretung Haspe fordert die Verwaltung auf, bis zur Sitzung der Bezirksvertretung Haspe am 21.01.2021 eine kurz-, mittel- und langfristige Prioritätenliste der im Radverkehrskonzept der Stadt Hagen für den Stadtbezirk Haspe vorgesehenen Maßnahmen vorzulegen. Hierbei ist eine getrennte Auflistung in konsumtive und investive Maßnahmen erforderlich und mit einem entsprechenden Zeitraster zu versehen.
- Bezogen auf den Beschluss der Bezirksvertretung Haspe vom 10.10.2019 wird die Verwaltung aufgefordert, die bereits vorhandenen Radwege im Bereich Haspe aufzulisten und dabei die farblich gekennzeichneten Fahrradwege darzustellen.
Anlagen zur Vorlage
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(wie Dokument)
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30,7 MB
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2
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(wie Dokument)
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30,3 MB
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3
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(wie Dokument)
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31,2 MB
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4
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(wie Dokument)
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29,1 MB
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