08.06.2020 - 5.1.1 Sachstandsbericht der Theater gGmbH

Reduzieren

Wortprotokoll

Herr Dr. Brauers  richtet die Grüße von Herrn Hüsers aus. Sein Vertragsverhältnis als Intendant am Theater Hagen sei  bis zum Sommer 2025 verlängert worden.

Als Geschäftsführer habe er,- Herr Dr. Brauers,- im März aufgrund der Corona Pandemie  Kurzarbeit anordnen  müssen. Davon seien derzeit ca. 210 von 250 Mitarbeiter/innen  betroffen. Die Tarifverträge zur Kurzarbeit  hätten eine Laufzeit  bis zum 31.12.2020. Dem Theater Hagen drohe  ein Einnahmeverlust  von ca.  700.000,- €  - 800.000 € . Dem gegenüber stünden aber auch Einsparungen, so dass insgesamt mit einem Delta von ca.400.000,- € gerechnet werde. Für diese und auch die kommende Spielzeit mache er sich keine Sorgen. Dadurch, dass weiterhin mit allen Sparten,- außer dem Chor,- geprobt worden sei, habe das Theater unmittelbar nach Zustimmung durch den Krisenstab wieder öffnen können. Gezeigt würden die Aufführungen  „Die Winterreise“ im Großen Haus, sowie „Schwanensee- Aufgetaucht“ und ein Konzert. Auch das Lutz sei aktiv mit „Transformates“, „Der fliegende Koffer“ und  „Woyzeck“. Das große Haus sei am 30.05.2020 wiedereröffnet worden für 120 Personen laut Sicherheitskonzept. Diese Zahl  beziehe sich jedoch auf den Verkauf von sogenannten Pärchensitzen. Zwei freie Sitzplatzreihen zwischen belegten Plätzen seien erforderlich, um den Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten zu können, so dass eine Erweiterung auf 190 Plätze unwahrscheinlich erscheine. Aktuell  habe das Theater vermehrt Abo Kündigungen zu verzeichnen, was zum einen am recht hohen Durchschnittsalter der Besucher läge, die größtenteils altersbedingt zur Risikogruppe zählten und zum anderen an der  Ausgabe von Gutscheinen für ausgefallene Vorstellungen durch die Corona Pandemie. Die Gutscheine würden überwiegend an Abonnenten ausgegeben, die diese in der nächsten Spielzeit verwenden würden. Positiv bei der Ticketrückgabe sei aufgefallen, dass viele Kunden/innen dem Theater Hagen den Ticketpreis schenken würden und dieses Geld  als Spende  verbucht werden könnte.

 

Herr Walter  schlägt  Herrn Dr. Brauers überregionale Werbung vor, um unter den schlechten Rahmenbedingungen, für welche das Theater Hagen seiner Meinung nach nichts könne, das Maximum  erreichen zu können.

 

Herr Dr. Brauers erwidert, dass er derzeit keine Möglichkeit sehe für überregionale Werbung aufgrund des  begrenzten Platzangebotes. Die Möglichkeiten seien derzeit  erschöpft. Das Theater plane jedoch eine  große Offensive für die neue Spielzeit in Richtung Sauerland und  auch für junges Publikum.

 

Herr Asbeck erkundigt sich nach Überlegungen zu  einer Reduzierung  der  Vorstellungen auf 5 Aufführungen innerhalb eines Abos.

 

Herr Dr. Brauers erläutert, er erwarte hinsichtlich der Beschränkungen keine  tiefgreifenden  Änderungen  bis Ende diesen Jahres. Daher werde man für die erste Spielzeithälfte keine Abonnements  generieren, da die Abonnenten noch einige Gutscheine aufgrund der ausgefallenen  Vorstellungen hätten. Die Abonnements  würden erst in der zweiten Spielzeithälfte mit fünf Vorstellungen beginnen  und würden sich preislich etwa um die Hälfte reduzieren.  

 

Herr Dr. Fehske  fragt nach dem Hygieneplan im Orchestergraben, insbesondere was die Bläser anbelangt. Bezüglich der Platzverteilung regt er an, von vornherein 25 % der Plätze als Einzelplätze vorzusehen, damit keine Pärchensitze durch Einzelplätze verloren gingen, wenn drei Leute kämen. Weiter schlägt er vor, die Besucher/innen  versetzt zu platzieren, um nicht zwei Sitzreihen einsparen zu müssen, sondern nur eine Reihe. Weiter erkundigt er sich nach der Stadthalle und möchte wissen, wann dort wieder Sinfoniekonzerte angeboten werden könnten. Insgesamt sei aber eine allgemeine Tendenz zu erkennen, dass die Menschen aus Angst  noch sehr zurückhaltend  mit Besuchen seien, sogar in den Arztpraxen.

 

Herr Dr. Brauers  erläutert den Sicherheits-und Hygieneplan  des Hauses. Dieser gelte sowohl für die Mitarbeiter/innen als auch für das Publikum. Dafür seien der Fachbereich Personal/Arbeitssicherheit , das Gesundheitsamt  und das Ordnungsamt zuständig. Das erarbeitete Konzept sei komplett umgesetzt worden, insbesondere auch für den Orchestergraben. Dort habe man nun eine wesentlich  kleinere Besetzung. Hinsichtlich der Sitzordnung habe der Krisenstab ihm auch andere Möglichkeiten eingeräumt, wenn die wesentlichen Kriterien wie drei freie Plätze und zwei freie Sitzreihen erfüllt seien. Er habe die Hoffnung, dass man nach der Sommerpause auch wieder Sinfoniekonzerte in der Stadthalle anbieten  könne; möglicherweise mit ca. 250 – 400 Besuchern und Doppelabenden.

 

Herr Asbeck lobt das Theater Hagen für seine Flexibilität in Corona Zeiten und bedankt sich bei der Theaterleitung  und allen  Mitarbeiter/innen.

 

Herr Söhnchen  bedankt  sich  im Namen des Kultur- und Weiterbildungsausschusses bei  Herrn Dr. Brauers und dem gesamten Ensemble.

Reduzieren