08.06.2020 - 5.4 Sachstandsbericht Geoparkinformationszentrum

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Wortprotokoll

Herr Dr. Blank stellt anhand einer Power Point Präsentation den Sachstand zum Geoparkinformationszentrum vor.

 

(Anmerkung der Schriftführerin:  Die PPP „Die Ozeanroute“ kann aus technischen und urheberrechtlichen Gründen nicht mitversand werden).

 

Das Hagener Geoinformationszentrum,- das vierte in  NRW,- werde unter dem Thema „Klima im Erdgeschoss des Museums in Werdringen  integriert. Das gesamte Museum  werde unter den Gesichtspunkten  Klima, Klimawandel und Mensch und Umwelt neu konzipiert werden. 

Das Projekt solle zukünftig unter dem Begriff „Ozeanroute – Vom Kommen und Gehen des Meeresfirmieren. Die Partner des Projektes seien der LWL, der RVR, der Ennepe-Ruhr-Kreis und die Stadt Hagen.

Das  kulturpolitische  Konzept des LWL werde mit eingebunden im Museum. Es würden dazu Workshops und Geotouren veranstaltet werden. Die Präsentationen erfolgten mit digitalisierten  Angeboten wie  Virtual Reality. Exkursionen zu den einzelnen Punkten würden angeboten, um so auch Industriekultur entdecken zu können. Auch ein  Radweg würde mit einbezogen. Innerhalb eines regionalen  Radwegnetztes „radrevier.ruhr“sollen nationale Geotope (z.B. Vorhalle, Blätterhöhle Hohnlimburg) mit Hinweisen auf ihre historische Bedeutung mitangebunden werden. Informationen sollen auf dem Rad digital abrufbar werden bis hin zur  I Watch.

Das Informationszentrum Werdringen solle zum Pilotprojekt werden, um ausprobieren zu können, was technisch alles mit dem Fahrrad oder Elektromobil glich sei, auch mit Radstationen und einem Radverleih .

Auch wolle man den Naturschutzgedanken (Amphibienzuchtgebiet) in Werdringen aufgreifen.

Hinsichtlich der Fördermittel und Maßnahmen sei der Fachbereich Kultur  auf einem guten Weg.

 

Herr Söhnchen bedankt sich für den Vortrag bei Herrn Dr. Blank und erkundigt  sich nach den Fördermitteln und dem Zeitplan des Förderantrages.

 

Herr Dr. Blank erläutert, dass verschiedene Förderanträge gestellt worden seien. Der Hauptantrag werde von den Projektleitern selber an das  Land NRW gestellt, und zwar bereits in diesem Sommer. Die Förderung von Werdringen (Gebäude und der Ausstattung des Museums) im Rahmen der IGA 2027 (Internationale Gartenausstellung 2027) sei bereits positiv beurteilt worden. Werdringen solle mit dem nationalen Geotop in Vorhalle verbunden werden. Die  Partner wie der RVR, der LWL und der IGA hätten bereits signalisiert, Werdringen  fördern zu wollen. Eine Kostenschätzung für die Einrichtung des Informationszentrums sei bereits erarbeitet worden.

 

Herr Eiche fragt nach, warum  die Stadt Hagen  in der Vergangenheit  Funde  wie z.B. Fossilien weggegeben habe an andere Städte. Er erkundigt sich, ob man damals keine geeigneten Archive zur Verfügung gehabt hätte. Weiter möchte er wissen, wo er die angesprochenen Fahrradtouren  online einsehen könne.

 

Herr Dr. Blank  antwortet auf die erste Frage, dass es sich seinerzeit leider um Desinteresse bei den Verantwortlichen gehandelt habe. Die Fahrradtouren seien derzeit noch nicht online abrufbar. Diesbezüglich arbeite  er mit dem Fraunhofer Institut  zusammen, so dass es ca. in  2 Jahren gelingen werde, ein nutzbares Angebot  über Smartphone und Sozial Media  vorlegen zu können.

 

Herr Fritzsche spricht die eingangs  erwähnten Schwierigkeiten im Haupthaus Werdringen an. Seiner Ansicht nach handele es sich hier um ein  tolles Projekt, was  angemessen präsentiert werden sollte. Vielleich könne Politik hier unterstützen, die bestehenden Schwierigkeiten mit dem Haupthaus auszuräumen.  

 

Herr Dr. Blank  erklärt, dass jahrzehntelang im Haupthaus nichts passiert  sei und daher Baumängel vorhanden seien. Was das Museum anbelangt, sei es sinnvoller, das Konzept hinsichtlich eines Geoinformationszentrums anzupassen. Auch verfüge die Museumssammlung  über viel Material aus der Eiszeit. Ein  nutzbarer Zustand wäre aber aus seiner Sicht auch wünschenswert für das Haupthaus.

 

Herr Dr. Fehske  äußert sich sehr erfreut über die positive Einbindung von Frau Antje Selter in die museumspädagogische Arbeit in Werdringen. Dies habe seiner Meinung nach zuvor mit der Hagen Agentur nicht gut geklappt aufgrund von mangelnder Kooperationsbereitschaft.

 

Herr Dr. Blank  versichert, dass der Fachbereich Kultur bereits seit vielen Jahren  gerne und erfolgreich mit Frau Selter zusammen arbeite. Ihre Exkursionen in den Steinbruch seien  immer ausgebucht. Frau Selter als Diplom Geologin habe ihm ,- Herrn Dr. Blank, als Archäologen und Historiker,  diesbezüglich  etwas voraus. 

 

Herr Dr. Fischer  erkundigt sich nach den Ansprechpartnern von Herrn Dr. Blank  beim RVR.

 

Herr Dr. Blank nennt als Ansprechpartner Herrn Fischer, Referatsleiter beim Regionalverband Ruhr (RVR),  der das IGA Projekt betreue, sowie Frau Fissner  als Juristin für den Geopark Ruhr. Die maßgeblichen  Ausschüsse würden  unter dem Thema „Landschaft“ und „Naturschutz“ firmieren.  

 

Herr Voigt  erklärt, er habe aus der Zeitung erfahren, dass in Werdringen neuerdings wieder Ambiente Trauungen stattfinden würden und möchte wissen, was in der Zwischenzeit passiert sei.

 

Herr Fuchs  erwidert, dass es mit viel Eigenarbeit und Engagement seitens des  Fachbereichs  Kultur und Unterstützung aus dem Depot des Stadtmuseums hinsichtlich einer  angemessenen Ausstattung  gelungen sei,  den Dobbe Saal so herrichten zu können, dass dort wieder Ambiente Trauungen durchgeführt werden könnten. Dies sei in Abstimmung mit der Denkmalbehörde erfolgt. Diese Maßnahmen bezögen sich allerdings ausdrücklich nur auf die Herrichtung des Trauzimmers und nicht auf das übrige Haupthaus. Eine Renovierung bzw. Sanierung des gesamten Gebäudes sei weiterhin erforderlich, um es wieder regelmäßig nutzen zu können. Die Verantwortung dazu  läge in der Bauverwaltung. Die Mängel seien dort bekannt. Es sei weiterhin das Ziel des Fachbereiches Kultur, das Haupthaus zu beleben, damit dort wieder Veranstaltungen stattfinden könnten.

 

Herr Söhnchen bedankt sich bei Herrn Dr. Blank für dessen umfangreichen Bericht.

 

 

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