08.06.2020 - 5.1.2 Sachstandsbericht Fachbereich Kultur hier:Museu...

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Wortprotokoll

Frau Kaufmann erläutert  die Besucherzahlen aus dem Kunstquartier. Während man bis zum Shut Down am 13.03.2020 durch die Ausstellung der Expressionisten an Wochenenden bis zu 500 – 600 Besucher verzeichnen konnte, seien die Zahlen seit der Wiedereröffnung am 19.05.2020 noch etwas verhalten. Der Krisenstab und der Verwaltungsvorstand  hätten  der Öffnung des Kunstquartiers und des Archives zugestimmt unter Einhaltung eines Wege-und Hygienekonzeptes. Die Schutzmaßnahmen hätten sich bereits bewährt.  Der Hohenhof und  das Museum in Werdringen blieben allerdings  bis auf weiteres geschlossen.

 

(Anmerkung der Schriftführung: Auf die PPP wird verwiesen, die als Anlage 1-2 zur Niederschrift beigefügt sind.)

 

Herr Dr. Blank ergänzt, dass die Mehrzahl der Anfragen im Archiv online gestellt würde, so dass die entsprechenden Materialien vorab platziert würden. Seit dem 20.05.2020 habe man ca. 12 Besucher wöchentlich. Er betont, dass Werdringen das einzige Museum dieser Größe sei in NRW, was noch geschlossen habe. Aus  seiner Sicht sei eine Öffnung mit 30 Besuchern durchaus möglich. Bei einer Wiedereröffnung würde der Ausstellungsbereich zur Blätterhöhle geschlossen bleiben.

 

Herr Dr. Belgin  fasst das Besucheraufkommen im Osthaus Museum vor und nach dem Shut Down vom 13.03.2020 kurz zusammen. Trotz eines derzeit noch verhaltenen Besucheraufkommens sei er optimistisch. Die Tendenz ginge bereits wieder aufwärts. Alle Ausstellungen konnten nach Verhandlungen mit den Vertragspartnern verlängert  werden bis zum 02.08.2020. Am 22.08.2020 werde es eine  große Ausstellungseröffnung mit dem Oberbürgermeister geben. Die Ausstellung  „Lebensecht ? werde bis zum 31.01.2021 laufen. Damit hoffe er, noch ein  ordentliches Ergebnis bis zum Jahresende erzielen zu können, wenn es keine zweite Infektionswelle geben werde .

 

Herr Lotz  informiert  den Ausschuss  darüber, dass die für den 21.06.2020  vorgesehene Ausstellung  in das nächste Jahr verschoben werde. Am  30.08.2020 werde das ESM die folgende  Ausstellung  planmäßig eröffnen. Er bittet den Ausschuss an dieser Stelle um  Unterstützung. Wie allen bekannt sei, habe das ESM ein  relativ umfangreiches  Rahmenprogramm u.a. mit der Reihe „Klassik & Jazz“. Dazu werde er mit dem Vorsitzenden  des Fördervereins  Emil Schumacher Museum  und dem Partner des ESM, dem Kulturverein Westfalen e.V. , gemeinsame Gespräche führen. Weitere Aktivitäten des Vereins aus  anderen Städten könnten eine  Vorbildfunktion für das Kunstquartier  haben.  

 

Herr Söhnchen bedankt sich bei den Museumsleitungen für deren Arbeit unter den neuen Corona Bedingungen.

 

Herr Fuchs ergänzt zur Museumsarbeit, dass man nach der letzten Änderung  der Corona Schutzverordnung beabsichtige, die museumspädagogische Arbeit wieder aufnehmen zu wollen. Dies betreffe auch Führungen zur  Veranstaltungsreihe  des Urlaubskorbes, die auch im Museum stattfänden. Es werde dazu ein Konzept  zur sicheren Durchführung erarbeitet. Dieser wichtige  Aspekt der Museumsarbeit werde mit dem Gesundheitsamt abgestimmt.

 

Herr Fritzsche regt an, die Blätterhöhle in Werdringen,-  zumindest für jeweils eine einzelne Person,- zugänglich zu machen.

 

Herr Dr. Blank verweist dazu auf den erforderlichen Mehraufwand für Personal, der dadurch erforderlich würde. 

 

Herr Walter vertritt die Ansicht, dass in Hagen  auch unter Corona Bedingungen mit einem abgespeckten Programm alles ermöglicht  werden sollte, um gerade auch im Hinblick auf die bevorstehenden Sommerferien das touristische Flair Hagens entfalten zu können und mit Exkursionen zu verknüpfen.

 

Herr Jostes erkundigt sich bei Herrn Dr. Belgin und Herrn Lotz nach einer Alternative zu den herkömmlichen Ausstellungseröffnungen, falls diese wie in der bisherigen Form nicht möglich sein sollten. Er fragt nach, ob Podiumsdiskussionen oder virtuelle Formate auch in Betracht gezogen werden könnten.

 

Herr Dr. Belgin verneint dies, weil  in der Kunst sonst die Aura des Kunstwerkes verloren ginge. Im Kunstquartier sei man sich einig, dass nicht jedes Kunstwerk virtuell abgelichtet  werden sollte. Finanzielle Gründe für ein Profiteam sprächen auch dagegen. Dies sei nicht die  Welt des KQ.

 

Herr Dr. Blank wirbt für eine TV Sendung am 22.06.20 im ARD/ WDR „Wunderschönes NRW“, in welcher neben der Zeche Zollern, Villa Hügel , das Römerpark  in  Xanten  auch das Wasserschloss Werdringen unter den 10 – 12 High Lights in NRW gezeigt würde. Bei der Planung der Seenplatte  spiele Werdringen  in den nächsten Jahren auch eine Rolle als Ankerpunkt.  

 

Da an dieser Stelle keine Fragen mehr bestehen  leitet Herr Söhnchen über zu einem Blick auf das Kulturbüro und die freie Kulturszene.

 

Frau Kaufmann informiert den Ausschuss über die Einrichtungen, mit denen das   Kulturbüro  zusammenarbeitet: das AllerWeltHaus, den Werkhof, den Hasper Hammer und das Kulturzentrum Pelmke. Zum Teil hätten diese wieder geöffnet. Soforthilfe und Kurzarbeit seien beantragt worden. Die VHS könne derzeit keine Kurse in den Schulen abhalten, da die Klassenräume  nicht anderweitig genutzt werden dürften. Daher könnten  keine Sprachkurse angeboten werden. Das Kulturzentrum Pelmke dürfe  ab Juli ein Open Air Kino öffnen. Der dortige Biergarten sei bereits geöffnet worden. Der Werkhof habe sich an ein  neues  Format, ein Autokino, begeben. Der Hasper Hammer biete wieder Kreativkurse an.

Auch die Musikschule sei vor eine schwierige Aufgabe gestellt worden. Ein Großteil der Dozenten seien Soloselbstständige, die Unterstützung bräuchten. Wie bereits beim Theater Hagen mit dem Online Format „Couch Theater“, habe man auch hier Online Musikunterricht  möglich gemacht. Die Nachfrage sei sehr groß, und Eltern und Schüler/innen würden dies positiv wahrnehmen.  

Die VHS biete ebenfalls Online Kurse an und inzwischen auch wieder Regelunterricht. Die Problematik mit den Sprachkursen in den Schulen sei jedoch noch nicht gelöst. Diese  beziehe sich auf die Reinigung  der Tische und allen anderen Oberflächen nach dem Unterricht. Dabei ginge es auch um Sprachkurse für Migranten, die entsprechende Prüfungen beinhalteten und an denen Bundesmittel hingen, auf die die Stadt Hagen nicht verzichten könne. Wie es damit weiterginge nach den Sommerferien, wisse sie  noch nicht.

 

Frau Bartscher bittet darum, dass einmal überprüft werde, wessen Aufgabe es sei,  die Reinigung von Tischen nach dem Unterricht zu erledigen.  Sie gebe selber auch Sprachunterricht.

 

Frau Kaufmann  erwidert, man könne dies nicht grundsätzlich anordnen. Das Problem bestünde darin, dass Abends eine ganz andere Gruppe in dem Klassenraum sei als Tagsüber. Der Lehrer könne nach Unterrichtsende nicht noch die Türklinken und Toiletten reinigen. Aber für die Integrationskurse müsse ihrer Meinung nach auf jeden Fall eine schnelle Lösung gefunden werden.

 

Frau Steffes blickt zurück auf den Monat  März 2020. Ab 16.03.2020 hätte die Stadtbücherei geschlossen bleiben müssen, nachdem am Samstag zuvor noch viele Bürger/innen vor Ort waren, um sich mit Medien eindecken zu können. In den  8 Wochen des Shut  Down  habe man die Onleihe Nutzung um 30 % steigern können. Ein  digitaler Schnupperausweis für einen begrenzten Zeitraum sei auch entstanden. Notwendige Sanierungsarbeiten für den Cinestar seien zugelassen  worden und  neue Medien in den Büchereibestand eingearbeitet worden. Seit dem 11.05.20 sei die Zentralbücherei  wieder geöffnet. Im Moment sei dies eine  reine Ausleihbücherei und  kein Aufenthaltsort. Die Veranstaltungsreihe sei  komplett ausgesetzt worden, die Leistungen sehr reduziert. Aktuell laufe es in der Zentralbibliothek  noch recht verhalten. Auch hier seien die Besucher  sehr vorsichtig. Die Stadtteilbüchereien würden auch wieder nach einem Stufenplan öffnen, alles selbstverständlich mit  einem Hygiene-und Abstandskonzept. In den Sommerferien werde die Bücherei die Aktionen Lesemonster und den Sommerleseclub für die Kleineren anbieten. Für  Herbst erhoffe sie sich wieder  einen normalen Büchereibetrieb.

 

 

 

 

 

 

 

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Siehe Anlage.

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Anlagen