26.02.2020 - 3.1 Vorschlag der Fraktion Bündnis 90 / Die GrünenH...

Beschluss:
geändert beschlossen
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Wortprotokoll

Herr Kämmerer führt in die Vorlage ein und bittet die Verwaltung um Stellungnahme.

 

Herr Lellek berichtet, dass es vor etwa zwei Wochen eine Veranstaltung des VRR zum Thema Schnellbusse gegeben habe, in dem dieser das durch ein Ingenieurbüro entwickelte Konzept vorgestellt habe. In diesem Konzept seien zwei Schnellbuslinien vorgesehen, die Hagen tangieren würden. Zum einen sei dies eine Verbindung, die im 30-Minuten-Takt vom Dortmunder Hauptbahnhof über die Dortmunder Universität und Herdecke zum Hagener Hauptbahnhof führe. Die Fahrzeit betrage 69 Minuten für 31,5 Kilometer. Zweck der Linie sei die verbesserte Anbindung der Universität sowohl aus Dortmund als auch aus Hagen.

Herr Lausen und er hätten an dem Termin teilgenommen und zu dieser Linie vorgeschlagen, statt der Linienführung über die A 45 wegen der besseren Erschließung die Landstraße über Dortmund-Hombruch, -Barop und -Dorstfeld zu nutzen. Dadurch erhöhe sich zwar möglicherweise die Fahrzeit, die Autobahn berge jedoch ein höheres Verspätungsrisiko durch Staus.

 

Herr Lausen ergänzt, dass die Planung zunächst einmal so geändert worden sei, dass die Linie an der Universität ende und nicht weiter zum Dortmunder Hauptbahnhof führen soll. Aus Sicht der DSW und der Stadt Dortmund ergebe die Weiterführung keinen Sinn, da die Universität bereits ausreichend durch ein S-Bahn-System an den Hauptbahnhof angebunden sei.

Es werde noch weitere Analysen zur Sinnhaftigkeit der Linien geben.

Aus Hagener Sicht sei es sinnvoll, aus Fahrtrichtung Hagen auch den Süd-Campus der Universität zu erschließen.

 

Herr Lellek erläutert, dass die zweite Linie im 30-Minuten-Takt in direktem Weg über die A 45 zwischen Lüdenscheid und dem Dortmunder Hauptbahnhof verlaufen soll. Die Streckenlänge betrage 45,5 Kilometer.

Hagen sei nicht direkt angebunden. Aus seiner Sicht würde die Linie aber auch sonst keinen Sinn ergeben. Die Volmetalbahn würde von Lüdenscheid bis Dortmund 84 Minuten benötigen. Bei dieser Fahrzeit würde dies kaum jemand für regelmäßige Fahrten nutzen. Mit dem Auto sei die Verbindung in der halben Zeit zu schaffen.

Da der Bus eine geplante Fahrzeit von 54 Minuten habe, könne es sein, dass man Autofahrer zum Umstieg auf den Bus bewegen könne.

Diese kurze Fahrzeit sei jedoch nicht mehr gegeben, wenn der Bus über Hagen geführt würde.

Weiterhin berichtet er, dass sich die Stadtverwaltung in Absprache mit der Hagener Straßenbahn für eine Verbindung ausgesprochen habe, die vom Hagener Zentrum  über Hohenlimburg, Letmathe, Iserlohn und Hemer nach Menden führt.

Die Strecke würde allerdings den VRR-Tarifbereich verlassen, sodass sich der VRR mit dem Nachbarverbund einigen müsste. 

Die bereits bestehende Linie 1 zwischen Hohenlimburg und Menden sei langsam und per Bahn sei Menden an Hagen nur mit zeitintensiven Umsteigeverbindungen angebunden.

Für eine weitere sinnvolle Strecke halte man eine Verbindung vom Hagener Zentrum aus über Haspe und Niedersprockhövel nach Hattingen. Diese Linienführung sollte auch in die Untersuchungen des VRR einfließen.

 

Herr Sporbeck hält ein Schließen der Lücke zwischen dem Hagener Norden und dem Dortmunder Süden (Hörde) für sinnvoll. Bisher seien die Verbindungen nur unregelmäßig oder zu zeitaufwändig. Die Bahnverbindung über Schwerte sei eine Umsteigeverbindung mit 12 bzw. 18 Minuten Umsteigezeit.

Eine Linienverbindung als Lückenschluss sei bereits im Antrag seiner Fraktion enthalten gewesen; er würde dazu gerne den Sachstand wissen.

 

Herr Lellek äußert dazu, dass er mit Bezug auf die Bahnverbindung die Konkurrenzfähigkeit einer Buslinie prüfen wolle. Bisher sei aber die gewünschte Linienführung unklar.

 

Herr Sporbeck teilt dazu mit, dass man beispielsweise die Schnellbuslinie zwischen der Dortmunder Universität und Schwerte bis Hagen weiterführen könne.

Auch der Gutachter könne diesbezüglich bemüht würden.

Die starken Pendlerbeziehungen zwischen Hagen und Dortmund könnten derzeit nur über die Hauptbahnhöfe abgewickelt werden. Das Industriegebiet Lennetal im Hagener Norden sei mit keiner attraktiven Verbindung an den Dortmunder Süden angeschlossen. Die Untersuchung einer Lösung dieses Problems sollte seiner Ansicht nach dringend an den VRR nachgemeldet werden.

 

Herr Winkler sagt zu, dies gegenüber dem VRR zur Prüfung nachzumelden.

 

Herr Sporbeck regt an, den VRR dabei auf die starken Pendlerbeziehungen und die langen Umsteigezeiten in Schwerte hinzuweisen.

 

 

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Beschluss:

 

Der mündliche Bericht der Verwaltung wird zur Kenntnis genommen.
Die Verwaltung wird gebeten, die Möglichkeit einer Schnellbusverbindung zwischen dem Hagener Norden und dem Dortmunder Süden dem VRR zur Prüfung nachzumelden und dem Unterausschusses Mobilität über die Ergebnisse zu berichten.

 

 

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Abstimmungsergebnis:

 

 

Ja

Nein

Enthaltung

SPD

2

 

 

CDU

3

 

 

Bündnis 90/ Die Grünen

1

 

 

Hagen Aktiv

1

 

 

Die Linke

1

 

 

AfD

-

-

-

FDP

-

-

-

BfHo/Piraten Hagen

1

 

 

 

 

X

Einstimmig beschlossen

 

Dafür:

9

Dagegen:

0

Enthaltungen:

0

 

 

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Anlagen zur Vorlage

Online-Version dieser Seite: https://allris.hagen.de/publicto020?SILFDNR=3489&TOLFDNR=293721&selfaction=print