15.01.2020 - 3.7 Vorschlag der Fraktion Bündnis 90 / Die GrünenH...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 3.7
- Sitzung:
-
Sitzung der Unterausschuss Mobilität
- Gremium:
- Unterausschuss Mobilität
- Datum:
- Mi., 15.01.2020
- Status:
- öffentlich (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:05
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Vorschlag zur Tagesordnung
- Federführend:
- FB69 - Umweltamt
- Bearbeitung:
- Stefan Schirmer
- Beschluss:
- geändert beschlossen
Wortprotokoll
Herr Staat blickt auf den letzten Fahrplanwechsel zurück.
Bei früheren Fahrplanwechseln seien bis zu 400 Beschwerden eingegangen (2003), beim letzten habe es nach aktuellem Stand gerade einmal 18 offizielle Beschwerden gegeben. Von diesen beruhten einige noch auf Unwissenheiten zur Linienführung.
Im Servicecenter habe es in den letzten Wochen einen Bereich für Kritik und Vorschläge gegeben, in dem 40 Kärtchen ausgefüllt worden seien. Er halte dies für relativ wenig, trotzdem seien „Knackpunkte“ ausgemacht worden.
Es habe auch eine Rückmeldung der Gesamtschule Eilpe gegeben, die intern eine Abfrage bei den Schülerinnen und Schülern gemacht habe. Aus dieser Abfrage hätte sich ergeben, dass viele mit dem SB 71 nach Hohenlimburg fahren. Solche Kenntnisse würden der Hagener Straßenbahn AG helfen, Anschlussverbindungen besser auf die Bedürfnisse der Schülerschaft abzustimmen, die einer Großteil der Kundschaft ausmache.
Einige Änderungen zu Einsätzen von Einsatzwagen habe es schon gegeben bzw. werde es zum 01.02.2020 geben.
Seitens der Bezirksvertretung Haspe seien Änderungswünsche zu den zeitlichen Übergängen zwischen normalem Linienverkehr und den Nachtexpresslinien herangetragen worden. Diese Lücke könne in diesem Fall im Ausgleich zu Kürzungen an anderer Stelle geschlossen werden, ohne von der Nachtexpress-Zeitgrenze 22:30 Uhr abzuweichen.
Ein seitens der Bezirksvertretung Hohenlimburg herangetragenes Problem zur Linie 534 könnte ebenfalls gelöst werden.
Herr Staat erläutert die zum Stand 15.01.2020 geplanten Änderungen zum Fahrplanwechsel am 14.06.2020, die sich aus folgender Auflistung (siehe auch Beschlussfassung) ergeben:
Linie 510: Die Fahrt um 22:07 Uhr von Hagen Hbf bis Sterbecke entfällt täglich. Letzte Fahrt vom Hbf bis Sterbecke um 21:37 Uhr (neu: auch sonntags). Die Fahrt um 22:07 Uhr wird künftig montags bis samstags als Linie 516 zum Eilperfeld durchgeführt. In Richtung Rummenohl besteht außerdem die Möglichkeit, um 22:11 Uhr ab Hagen Hbf die RB52 in Richtung Dahl und Lüdenscheid zu nutzen. Des Weiteren startet um 22:23 Uhr der NE4 ab Hagen Hbf in Richtung Sterbecke.
An Sonntagen wird die Fahrt um 20:37 Uhr ab Hbf über Eilpe hinaus bis Sterbecke verlängert (Hbf Anschluss vom RE4). Die Fahrt um 21:07 Uhr ab Hbf hingegen verkehrt nur noch bis Eilpe.
Linie 512: Täglich Fahrten nach 21:00 Uhr von Syburg kommend über Bathey.
Linie 516: Um die Lücke von knapp 90 Minuten zwischen der letzten 516 und dem ersten NE3 in Richtung Eilperfeld zu schließen, wird montags bis samstags eine zusätzliche Fahrt um 22:07 Uhr ab Hagen Hbf in Richtung Eilperfeld angeboten. Diese ersetzt die Taktfahrt der 510.
Linie 534: Die Fahrt, welche montags bis freitags um 6:44 Uhr am Hohenlimburger Bf in Richtung Boele startet, beginnt künftig bereits um 6:32 Uhr an der Haltestelle „Im Sibb“.
Linie 542: Montags bis samstags endet die Fahrt, die um 18:53 Uhr in Kabel startet, künftig bereits an der Haltestelle „Hasper Torhaus“ anstatt wie bisher an der Haltestelle „Westerbauer Schleife“.
Linie 543: Um die Lücke von knapp 90 Minuten zwischen der letzten 543 und dem ersten NE31 im Bereich Spielbrink zu schließen, wird die Fahrt, die bislang von Helfe kommend um 22:26 Uhr an der Haltestelle „Gewerbepark Kückelhausen“ endet, bis zum Spielbrink verlängert. Des Weiteren wird eine zusätzliche Rückfahrt um 22:49 Uhr vom Spielbrink bis zum Hasper Torhaus eingerichtet. Dort besteht direkter Anschluss an den NE2 und NE4 in Richtung Hagen Innenstadt.
Herr Klepper berichtet von Problemen bei den Strecken 516 und 519 Richtung Herdecke. Kinder aus Boelerheide, die in Herdecke zur Schule gehen würden, müssten an der Geitebrücke umsteigen. Im Falle kurzer Verspätungen bekämen die Schülerinnen und Schüler aufgrund der engen Taktung ihren Anschluss nicht. Sie müssten dann in einem stark abgasbelasteten Bereich auf die Linie 518 warten und kämen dann zu spät zur Schule.
Herr König teilt mit, dass die Linie 519 jetzt nicht mehr durch die Sonntagstraße, sondern über Eckesey fahre. Dort würden bereits Busse in ausreichender Anzahl fahren. Wenn dies keine wirtschaftlichen Gründe habe, würde er den Grund wissen wollen.
Anwohner aus Berchum hätten Kritik und Anregungen zur Linie 525 und zum NE6 zusammengetragen. Dies würde er Herrn Staat schriftlich überreichen und um eine Rückmeldung bitten.
Herr Schmidt begrüßt die geplante Änderung zur Linie 534.
Die von Herrn König angesprochene Problematik in Berchum wird in der nächsten Sitzung der Bezirksvertretung Hohenlimburg behandelt und soll dann in den Unterausschuss Mobilität verwiesen werden.
Ein weiteres Berchum betreffendes Anliegen betreffe den Schülerverkehr auf der Linie 525. Anders als die vorher genutzte Linie 522 erreiche die 525 den Emilienplatz um 7:29 statt 7:22 Uhr. Die Schülerinnen und Schüler des Käthe-Kollwitz-Berufskollegs würden es dann nicht mehr rechtzeitig in die Schule schaffen.
Herr Sporbeck hält es für wichtig, die Nachtexpressfahrten nach den Prinzipen neu zu konzipieren, wie sie im Ratsbeschluss am 05.07.2018 festgehalten worden seien.
Dazu würden Optimierungen bei den Zuganschlüssen, Vermeidung von Wartezeiten und 30-minütige Anfahrten der Stadtteilzentren gehören.
Da der dicht besiedelte Bereich Quambusch nur spärlich mit der Linie 514 angefahren werde, rege er an, auch die in Westerbauer Schleife endenden Fahrten der Linie 542 über den Quambusch führen zu lassen.
Herr Staat teilt zu den angesprochenen Punkten mit, dass die Linien 516 und 519 im Bereich Sonntagsstraße einen gemeinsamen 15-Minuten-Takt ergeben hätten. Den fahre die 516 jetzt alleine. Die 519 fahre dafür jetzt statt der 521 über die Eckeseyer Straße. Beide Linien hätten jetzt einen sauberen 15-Minuten-Takt.
In Vorhalle gäbe es jetzt auch saubere Takte. Brockhausen werde seit Jahren erstmals wieder tagsüber angefahren. Es habe dazu schon Anregungen zur Anbindung des Wasserschlosses Werdringen gegeben.
Es sei korrekt, dass sich die Linien 516 und 519 in Richtung Herdecke an der Geitebrücke minutengleich treffen würden. Bei Verspätungen könne im Berufsverkehr nur schlecht gewartet werden. Man versuche, im Sommer etwas zu verschieben. Das sei jedoch hinsichtlich der Linie 516 nicht einfach, da es Zwangspunkte im Bereich Franzstr./Eilperfeld gebe, an denen sich die Busse nicht begegnen können. Die Situation hinsichtlich der Schüler sei sicherlich nicht optimal; man werde beobachten, ob sich dies einpendle.
Herr Klepper fragt, ob nicht die Fahrziele Herdecke und Vorhalle der Linien 516 und 519 getauscht werden könnten.
Herr Staat teilt dazu mit, dass dies grundsätzlich möglich sei, im Bereich zwischen der Hagener Innenstadt und Herdecke jedoch zu einem unsauberen Takt führen würde.
Herr König wirft ein, dass es aus Boele und Boelerheide viele Menschen gebe, die gerne nach Herdecke zum Wochenmarkt führen. Diese würden nicht an der Geitebrücke umsteigen wollen, weshalb es auch aus seiner Sicht Sinn ergeben könnte, die Fahrziele zu Lasten des sauberen Taktes zu tauschen.
Herr Staat teilt bezüglich des Nachtexpresses in Berchum mit, dass dieser vor Jahren eingestellt wurde, da er kaum angenommen worden sei. Man sollte überlegen, ob diese zusätzlichen Fahrkilometer nicht an Stellen mit mehr Potential besser genutzt werden könnten. Grundsätzlich sei jedoch zumindest in Richtung Garenfeld eine Schleife über Berchum möglich.
Zur Linie 525 teilt er mit, dass diese Linie nicht, wie früher die 522, isoliert betrachtet werden könnte, da sie vertaktet sei. Man könnte eine Fahrt früher aus Berchum starten lassen, diese würde jedoch dann außerhalb des Taktes fahren. Dazu müsse er wissen, ob dies gewünscht sei.
Herr König bemerkt hinsichtlich der Nachtexpresslinien, dass diese die Stadtteile nicht gleichmäßig entsprechend ihrer Größe bedienen würden. Es würde ggf. Sinn ergeben, bisher nicht berücksichtigte größere Stadtteile zu Lasten kleinerer wie Fley und Hengstey anzufahren. Darin sollte man sich in dem kleinen Arbeitskreis unterhalten.
Herr Sporbeck stimmt Herrn König zu.
Weiterhin plädiert er dafür, das vernünftige Taktkonzept möglichst nicht zu durchbrechen, da dies ein Schritt gegen die intuitive Nutzung des ÖPNV sei.
Herr Schmidt stimmt Herrn Königs Vorschlag ebenfalls zu.
Ein Abrücken vom Taktkonzept halte er in Einzelfällen für sinnvoll, um die Busse bedarfsgerecht zu nutzen.
Herr König hält die Wegstrecke Emilienplatz – Käthe-Kollwitz-Berufskolleg innerhalb von 16 Minuten für zu Fuß machbar.
Herr Staat teilt dazu mit, dass sich bei größeren Problemen in der Regel die Schulen oder Elternpflegschaften melden würden. Dies sei hier noch nicht geschehen.
Herr Koch rät zu einer Differenzierung zwischen strategischen Fragestellungen und reinen Anpassungen. Änderungen im Nachtexpressnetz und bei größeren Linien seien eher eine strategische Frage, zu der man vorher die jetzigen Zahlen und Belastungen betrachten und interpretieren sollte. Hier sollte ggf. auch eine Zeitleiste entwickelt werden.
Die erreichten sauberen Taktzeiten über das gesamte Netz halte er für wichtig und würde nur in großer Not davon abweichen wollen. Diese seien auch den Kunden wichtig.
Herr Staat berichtet hinsichtlich der Anbindung des Quambusches, dass bei höherem Budget evtl. auch eine Verlängerung des SB 71 über Haspe und Quambusch möglich sei.
Die halbstündig in Westerbauer endenden Fahrten der Linie 542 über den Quambusch fahren zu lassen, würde einen weiteren Weg bedeuten. Möglicherweise könnte man dies auf Stoßzeiten beschränken. Das könne aber im kleinen Kreis diskutiert werden.
Hinsichtlich der Nachtexpresse gibt es zu Linien und Taktung fast keine Beschwerden. Diese bezögen sich eher auf den Wunsch, dass diese an Wochenenden länger fahren sollten. Eine Verlängerung um ein oder zwei Stunden könne mit Blick auf die Finanzierung sicher geprüft werden.
Die abweichende Taktzeit des NE 3, die von einer Kundin bemängelt worden sei, sei der längeren Fahrstrecke geschuldet. Der Bus fahre deshalb nur alle 1,5 Stunden statt jede Stunde.
Herr Sporbeck schlägt als Beschluss vor, dass dem Umweltausschuss empfohlen werden solle, den von Herrn Staat anfangs vorgestellten Maßnahmen zuzustimmen.
Beschluss:
Der Unterausschuss Mobilität empfiehlt dem Ausschuss für Umwelt, Stadtsauberkeit, Sicherheit und Mobilität, folgenden Beschluss zu treffen:
Der Ausschuss für Umwelt, Stadtsauberkeit, Sicherheit und Mobilität erteilt seine Zustimmung zu folgenden geplanten Änderungen zum kleinen Fahrplanwechsel am 14.06.2020:
Linie 510:
Die Fahrt um 22:07 Uhr von Hagen Hbf bis Sterbecke entfällt täglich. Letzte Fahrt vom Hbf bis Sterbecke um 21:37 Uhr (neu: auch sonntags). Die Fahrt um 22:07 Uhr wird künftig montags bis samstags als Linie 516 zum Eilperfeld durchgeführt. In Richtung Rummenohl besteht außerdem die Möglichkeit, um 22:11 Uhr ab Hagen Hbf die RB52 in Richtung Dahl und Lüdenscheid zu nutzen. Des Weiteren startet um 22:23 Uhr der NE4 ab Hagen Hbf in Richtung Sterbecke.
An Sonntagen wird die Fahrt um 20:37 Uhr ab Hbf über Eilpe hinaus bis Sterbecke verlängert (Hbf Anschluss vom RE4). Die Fahrt um 21:07 Uhr ab Hbf hingegen verkehrt nur noch bis Eilpe.
Linie 512:
Täglich Fahrten nach 21:00 Uhr von Syburg kommend über Bathey.
Linie 516:
Um die Lücke von knapp 90 Minuten zwischen der letzten 516 und dem ersten NE3 in Richtung Eilperfeld zu schließen, wird montags bis samstags eine zusätzliche Fahrt um 22:07 Uhr ab Hagen Hbf in Richtung Eilperfeld angeboten. Diese ersetzt die Taktfahrt der 510.
Linie 534:
Die Fahrt, welche montags bis freitags um 6:44 Uhr am Hohenlimburger Bf in Richtung Boele startet, beginnt künftig bereits um 6:32 Uhr an der Haltestelle „Im Sibb“.
Linie 542:
Montags bis samstags endet die Fahrt, die um 18:53 Uhr in Kabel startet, künftig bereits an der Haltestelle „Hasper Torhaus“ anstatt wie bisher an der Haltestelle „Westerbauer Schleife“.
Linie 543:
Um die Lücke von knapp 90 Minuten zwischen der letzten 543 und dem ersten NE31 im Bereich Spielbrink zu schließen, wird die Fahrt, die bislang von Helfe kommend um 22:26 Uhr an der Haltestelle „Gewerbepark Kückelhausen“ endet, bis zum Spielbrink verlängert. Des Weiteren wird eine zusätzliche Rückfahrt um 22:49 Uhr vom Spielbrink bis zum Hasper Torhaus eingerichtet. Dort besteht direkter Anschluss an den NE2 und NE4 in Richtung Hagen Innenstadt.
Anlagen zur Vorlage
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