15.01.2020 - 5 Verschiedenes
Grunddaten
- TOP:
- Ö 5
- Sitzung:
-
Sitzung der Unterausschuss Mobilität
- Gremium:
- Unterausschuss Mobilität
- Datum:
- Mi., 15.01.2020
- Status:
- öffentlich (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:05
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
Herr Ludwig bezieht sich auf die neue Linienführung im Gebiet Am Waldesrand. Die Straßenbreite gebe es dort stellenweise nicht her, dass an den Straßenrändern PKW geparkt würden. Die Stadtverwaltung müsse die Einhaltung der Straßenverkehrsordnung an Engstellen besser kontrollieren. Oft würden auch Haltestellen zugeparkt, sodass Busse nicht an den Gehsteig fahren könnten; dies beträfe beispielsweise in Oberhagen die Linie 535. Einige Fahrer seien schon frustriert, da ein Melden der Situation keine Verbesserung bringen würde. Wenn es ein Umdenken in der Mobilitätsnutzung geben soll, müsse auch in diesen Bereichen konsequent gehandelt werden.
Herr Kämmerer vertritt die Auffassung, dass das Thema weiter verfolgt werden sollte.
Herr Huyeng bietet an, dass Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter des Ordnungsamtes einmal in betroffenen Buslinien mitfahren, um dann reagieren zu können.
Die Hagener Straßenbahn AG könne sich zur Terminvereinbarung an Herrn Lichtenberg oder Herrn Echterling wenden.
Herr König ergänzt, dass die Fahrer die Verstöße per Handy festhalten und dem Ordnungsamt melden könnten. Dies sei rechtlich möglich.
Ihm sei mitgeteilt worden, dass es an der Karl-Ernst-Osthaus-Straße eine Haltestelle gebe, an der die Passagiere auf eine Wiese treten müssten. Er möchte wissen, ob es sich dabei um eine dauerhafte oder eine vorübergehende Haltestelle handle.
Frau Funke teilt mit, dass das Problem bekannt und mit dem WBH besprochen worden sei. Der aktuelle Stand sei ihr nicht bekannt.
Herr Staat teilt hinsichtlich der Linien 527 im Felsental und der 535 im Oberen Krähnocken mit, dass die Auswertung der Fahrgastzahlen nach einem Monat die Erwartungen übertroffen habe. Die alten Haltestellen Baufeldstraße und Wasserturm seien mit den Haltestellen Waldesrand und Felsental verglichen worden. Es habe nahezu eine Verdopplung der Fahrgastzahlen gegeben. Selbst am Wasserlosen Tal seien die Zahlen gestiegen. Auch die Linie 535 sei in den Mittags- und Nachmittagszeit vom Markt zum Oberen Krähnocken mit teilweise 25 Fahrgästen gut besucht.
Herr Niedergriese bittet die Mitarbeiter der Hagener Straßenbahn AG, den Online-Bestellprozess für Tickets zu prüfen und schildert Probleme anhand des Beispiels „Bären-Ticket“.
Herr Beyel bittet um eine Einschätzung des Angebotes zur kostenlosen ÖPNV-Nutzung am 4. Adventwochenende des Vorjahres aus Sicht der Hagener Straßenbahn AG.
Herr Koch teilt zum Adventangebot mit, dass es gut, aber nicht herausragend angenommen worden sei. Am Samstag habe es 29.000 Fahrgäste gegeben, Vergleichstage lägen bei 22.000-25.000. Der Sonntag sei verhältnismäßig gleichbleibend gegenüber normalen Sonntagen geblieben. Man habe jetzt allerdings keine Faktoren wie das Wetter berücksichtigt.
Problematisch sei gewesen, dass solche Tarifangebote zumindest anzeigepflichtig gegenüber der Bezirksregierung Düsseldorf seien. Dies habe diesmal noch kurzfristig funktioniert, müsse zukünftig jedoch von der Verwaltung berücksichtigt werden, da man sich in einem Tarifverbund befinde und jemand für die Mindererlöse aufkommen müsse.
Bezüglich der Bitte von Herrn Niedergriese teilt er mit, dass man sich bei der App-Entwicklung jetzt dem VRR angeschlossen habe. Darüber könne man Tickets kaufen. Der Web-Shop sei noch nicht voll entwickelt. Eine eigene App habe man aus finanziellen Gründen nicht entwickelt.
Den Internetauftritt der Hagener Straßenbahn AG zum neuen Angebot halte er für gut. Man sei bestrebt, auch die Vertriebsseite zu verschlanken und zu aktualisieren.
Das Angebot von Herrn Huyeng nehme man gerne an. Man habe Vollzugsdefizite und insbesondere von der Polizei ein sehr zurückhaltendes Verhalten beim Abschleppen beobachtet. Eine Anzeige helfe vor Ort nicht. Er wäre dazu an einem Austausch mit der Polizei interessiert.
Herr Koch bietet den Mitgliedern des Ausschusses eine gemeinsame Informationsfahrt mit dem Bus zu Engstellen und anderen neuralgischen Punkten an, damit die Teilnehmer sich diese vor Ort und aus Sicht der Fahrer ansehen können.
Konkreter Anlass sei die Debatte im Felsental. Seiner Auffassung nach gebe es vergleichbar schwierige Routen. Die von Anwohnern vorgestellten Alternativrouten halte er nach erfolgter Besichtigung, auch wegen der vorgeschlagenen Stichstraßen, für nicht tragbar.
Für die von ihm erwartete Klage einer Anwohnerin sehe er keine Rechtsgrundlage und erhoffe sich weiter den Rückhalt der Politik.
Herr Ludwig spricht die lange Umsetzungsdauer bei den Kaphaltestellen auf Höhe der Wippermann-Passage an, von denen erst eine fertig sei. Es gebe Probleme und teilweise gefährliche Situationen an der provisorischen Haltestelle. Er möchte wissen, weshalb die Baumaßnahme sich so lange hinziehe.
Frau Funke verweist auf die Zuständigkeit des WBH und bietet an, dort nach den Gründen für die Verzögerung nachzufragen.
[Stellungnahme der Verwaltung/des WBH: Die Haltestelle Diabetologie wird in beiden Richtungen barrierefrei zur Kap-Haltestelle umgebaut. Der Umbau der Haltestelle wurde als Paket mit zwei weiteren Haltestellen im Lennetal ausgeschrieben und ein Auftrag an eine Baufirma vergeben. Diese hat den Haltepunkt stadteinwärts bereits umgebaut. Aktuell arbeitet die Baufirma an den Haltestellen im Lennetal. Danach erfolgt zeitnah der andere Haltepunkt stadtauswärts in Eilpe. Hier besteht ein erhöhter Vorbereitungsaufwand, da die Bauarbeiten (aufgrund der Nähe zur Ausfahrt des Aldi) in Teilen am Wochenende durchgeführt und eine Baustellensignalisierung notwendig ist.]
Herr Schmidt weist hinsichtlich des Buspendelverkehrs zum Weihnachtsmarkt am Schloss Hohenlimburg hin, dass dort im letzten Jahr an der Strecke zahlreiche Park- und Halteverbotsschilder aufgestellt worden seien, wohl damit ein problemloser Begegnungsverkehr der Busse möglich sei. Es habe massive Anwohnerproteste gegen die Verbote gegeben. Er möchte wissen, ob es dort auch andere Lösungsmöglichkeiten gebe. Die Pendelbusse könnten eventuell auf dem Hinweg die Wesselbachstraße und auf dem Rückweg den Neuen Schlossweg benutzen, damit sie sich nicht begegnen würden. Das würde die Situation für die Anwohner vereinfachen.
Herr Huyeng sagt eine schriftliche Antwort zu.
Herr Niedergriese führt detailliert Probleme auf www.Strassenbahn-Hagen.de auf. Wenn man auf den Button „Bärenticket online kaufen“ klicke, werde man zum DSW21 geleitet, wo man ein Museumsticket kaufen könne.
Auf der Seite des VRR stünde zum Ticket, dass man eine Person mitnehmen könne. Auf der Seite der Hagener Straßenbahn stünde das Gegenteil. Es gebe viele unstimmige Punkte, die schnell behebbar seien.
Herr Schmidt möchte bezüglich des Omnibus-Brandes vor dem Stadttheater wissen, ob daraus Konsequenzen gezogen werden müssten.
Herr Koch teilt dazu mit, dass es sich um einen Bus von Hausemann & Mager gehandelt habe. Nach seinen Erkenntnissen würde die Brandursache noch nicht feststehen. Ein Teil des technischen Innenlebens sei von der Hagener Straßenbahn AG. Deutschlandweit würden bei etwa 400 Linienbussen im Jahr Feuer ausbrechen. Oft seien es elektrische Fehler. Die daraus entstehenden Brände seien aufgrund der engen Bauweise im Motorraum oft schwer zu erreichen und würden sich wegen der verbauten Kunststoffe schnell verbreiten.
