20.08.2020 - 6.3 Bewässerung städtischer Bäume

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Wortprotokoll

Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:

 

Herr Bögemann schildert die schlechte Situation der Stadtbäume und verweist auf ähnliche Situation in anderen Städten. Jede leere Baumscheibe sei eine zu viel. Er trägt die Handlungsempfehlung des Naturschutzbeirats gemäß Bewässerungskonzept der Stadt Mönchengladbach vor (Anlage 3).

 

Man müsse sich im Zusammenhang mit dem Klimawandel von der Vorstellung verabschieden, nur heimische Gehölze anzupflanzen. Untersuchungen haben eine Liste von rund 43 Bäumen hervorgebracht, die aus den Bereichen Auen- und Ufergehölz, Steppengehölze und Trockenwälder stammt. Aus müsse man sich vom Zwang verabschieden, aus dem Wald Gewinn zu erwirtschaften, wenn man den Klimanotstand ernst nehme.

In Hagen sollte vergleichbar wie in Mönchengladbach ein Konzept erarbeitet werden. Dazu hält er ergänzende Baumpatenschaften für sinnvoll. Eine dauerhafte Aktion sollte gestartet werden. Er appelliert, dass der nächste Naturschutzbeirat unbedingt daran arbeiten solle, Baumpatenschaften mit den zuständigen Stellen einzurichten, dass Wassersäcke angeschafft, Baumscheiben vergrößert und vertieft werden und als Gemeinschaft zu funktionieren, dem Klimanotstand entgegen zu treten.

Aus Anfrage von Herrn Boeker empfiehlt Herr Bögemann, bei der unteren Naturschutzbehörde den Antrag zur Weiterleitung an den WBH stellen, eine Baumpatenschaft für 20 Bäume stellen.

Herr Gockel verweist auf die Stellungnahme des WBH (Anlage 4). Die Bäume in der Innenstadt befinden sich in einem desolaten Zustand. Bedingt durch die Trockenheit steige der Schädlingsdruck. Er berichtet von einem ersten ämterübergreifenden Gespräch, zu erarbeiten, wie zukünftig konzeptionell mit den Bäumen insbesondere in der Innenstadt umgegangen wird. Die durchschnittliche Lebenserwartung eines Baumes in der Innenstadt betrage 55 Jahre. Es ist ein Konzept aufzustellen, welche Bäume für die Zukunft gepflanzt werden und wie mit dem Bestand umzugehen sei.

Herr Bögemann kritisiert, dass der Naturschutzbeirat mit seiner Sachkunde nicht eingebunden wurde. Herr Gockel antwortet, es sei erst eine Auftaktveranstaltung gewesen und man gehe auf den Naturschutzbeirat im weiteren Verlauf zu.

Herr Bögemann hat dem Beirat die Vorlage an die Hand gegeben, um a) darüber nachzudenken, b) sie in die Naturschutzverbände einzubringen und c) an einem möglichen Handlungskonzept mitzuarbeiten. Auch von den Naturschutzverbänden solle eine Vorlage erstellt werden, er erwarte von den Naturschutzverbänden Aktivität und appelliert, der Naturschutzbehörde deren Auffassung mitzuteilen, insbesondere zu den Themen Baumpatenschaften und Bürgerbeteiligung als Ergänzung zu behördlichen Maßnahmen.

Herr Külpmann entwickelt spontan die Idee, dass Geschäftsleute Bewässerungssäcke – eventuell mit Werbung bedruckt - von der Stadt erwerben und kostenfrei abgeben. Baumpaten oder Geschäftsleute sind dann für die regelmäßige Befüllung der Wassersäcke zuständig.  

Dieser Vorschlag wird als Antrag mit der Handlungsempfehlung des Naturschutzbeirates an die Stadtverwaltung weitergeben.

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Anlagen