10.03.2020 - 6.1 Ökologisches Grünflächenmanagement

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Wortprotokoll

Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:

 

Berichterstatterin Frau Roth.

 

Frau Roth stellt die Handlungsoptionen der Stadt Hagen für ein ökologisches Grünflächenmanagement vor (siehe Anlage I). Im Doppelhaushalt 2020/2021 sind Finanzmittel für die Beauftragung eines integrierten Freiraumentwicklungskonzeptes eingeplant.

 

Schwierigkeiten werden noch gesehen, wie die unter Punkt 1.3 kommunale Satzungen zu gestalten sind, um entsprechend den Maßnahmen des ökologischen Grünflächenmanagements einfließen zu lassen und wie die Festsetzungen kontrolliert werden können.

 

Zum Thema der Partizipation weist Frau Roth auf die Veranstaltungsreihe „Lust auf Garten“ im März in der Stadtbücherei hin.

 

Im Rahmen der Umstellung der Rasenmahd/ Wiesenpflege sind in diesem Jahr weitere Starterflächen mit einer geringeren Häufigkeit der Mahd aufgenommen. Mittels eines begleitenden Monitorings soll die Entwicklung beobachtet werden. Die intensiven Eingriffe in die Bodenstruktur, wie der Einbau von Schotter, die auf den Versuchsflächen am Haus Busch für eine Standortänderung getätigt wurden, können großflächig nicht auf kommunale Flächen übertragen werden. Es sei auch nicht sinnvoll, auf diese künstliche Art eine Standortveränderung vorzunehmen.

 

Der WBH hat keinen auf eine zweimalige Mahd ausgerichteten Maschinenpark. In diesem Jahr werde die Pflege der Versuchsflächen vergeben; für die Zukunft muss es ein klares Votum für den WBH geben, dass die Stadt bereit ist, diese Mähtechnik auszuweiten.

 

Für den Bereich Baumpflanzung werden auch klimaresiliente, nicht heimische Baumarten auf geeigneten Standorten getestet.

 

Frau Roth empfiehlt die Broschüre „Animal-aided design im Wohnumfeld“ für die Berücksichtigung und Unterstützung einzelner Arten: https://www.bfn.de/fileadmin/BfN/planung/siedlung/Dokumente/AAD_Broschuere.pdf.

 

Herr Bühren berichtet über die positive Entwicklung seiner extensiv genutzten Wiesen im Vergleich zu gemulchten Flächen und rät zu einer zwingenden Abfuhr des Materials. Ein Düngeverzicht sollte auch nicht kategorisch ausgeschlossen werden.

 

Auf die Anfrage von Herrn Külpmann antwortet Frau Roth, dass es keine festgelegten Mähzeiten gebe, das Mähen solle angepasst an Entwicklungsstand und Wetter passieren. Man müsse sich klar machen, dass diese Art der Grünflächenpflege zu erhöhten Kosten führe.

 

Herr Bögemann fragt nach der angedachten Zeitschiene des Konzeptes. Frau Roth antwortet, die Beauftragung sei für dieses Jahr 2020 geplant, man rechne mit einer Bearbeitungszeit inkl. dem politischen Beratungsgang von fast zwei Jahren. Die Öffentlichkeit soll über verschiedene Wege angesprochen werden.

 

Herr Bögemann kritisiert, dass in den vergangenen Jahren vermehrt Gehölze und Buschwerke entfernt und die Flächen eingesät wurden. Ziel des WBH sei es gewesen, den Kostenaufwand für die Pflege städtischer Anlagen zu senken. Auf seine Frage, ob diese Vorgehensweise im Rahmen des ökologischen Grünflächenmanagements eingestellt würde, erläutert Frau Roth, dass auch weiterhin zukünftig Gehölzflächen entfernt werden. Aus Gründen der sozialen Kontrolle empfiehlt Herr Bögemann, z. B. im Bereich von Spielplätzen, das Anpflanzen hochstämmiger Bäume.

 

Das ökologische Grünflächenmanagement wird in enger Abstimmung/ Zusammenarbeit von Umweltamt, WBH, dem Fachbereich Immobilien, Bauverwaltung und Wohnen und dem Fachbereich Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung erarbeitet.

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Anlagen