10.03.2020 - 10 Bericht der Beratungstelle der Caritas "Focus A...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 10
- Sitzung:
-
Sitzung des Sozialausschusses
- Datum:
- Di., 10.03.2020
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:
Zu diesem Tagesordnungspunkt begrüßt Herr Thieser Frau Brettschneider vom Caritasverband.
Er schlägt vor, die Tagesordnungspunkte 10 und 11 zusammen zu beraten.
Die Ausschussmitglieder sind damit einverstanden.
Frau Brettschneider berichtet von ihrer Arbeit in der Beratungsstelle „Focus Altenhagen“.
Herr Goldbach weist auf die Stellungnahme der Verwaltung hin, aus der man entnehmen könne, welche wirksamen Instrumente in Altenhagen zur Verfügung stünden.Die Empfehlung der Verwaltung sei, Vorhandenes stärker zu bündeln und miteinander zu vernetzen. Über erste Erfahrungen Im Rahmen des BIWAQ-Projektes sollte nach Ablauf von sechs Monaten berichtet werden.
Frau Sauerwein weist darauf hin, dass es in dem Stadtteilforum einen breiten Teilnehmerkreis gebe. Sie frage sich, ob es eine Möglichkeit gebe, das Forum zu stärken.
Frau Brettschneider bestätigt, dass das Stadtteilforum sehr breit gefächert besucht sei. Sie wünsche sich in dem Zusammenhang, dass Vertreter aus der Politik noch öfter und regelmäßiger daran teilnehmen würden. Die Anliegen sollten dann in die Bezirksvertretung transportiert werden. Wie Herr Goldbach bereits ausgeführt habe, gebe es viele Akteure in Altenhagen. Es bestehe der Wunsch, dass die vorhandenen Institutionen gefördert und unterstützt würden. Dort bestehe bereits eine breite Vertrauensbasis zu den Altenhagener Bürgern. Ein gutes Beispiel sei das Friedenshaus in Altenhagen, das von den Falken organisiert werde. Die Beteiligung der Bürger sei sehr wichtig.
Frau Freund weist darauf hin, dass Altenhagen und Haspe in vielen Sozialraumdaten vergleichbar seien. Der Unterschied liege darin, dass Haspe eines der Programmgebiete im ISEK sei und daher mit höherer Priorität ein „Integriertes Stadtteilenwicklungskonzept“ bekäme. Altenhagen sei erwähnt, aber zeitlich weiter nach hinten geschoben. Ihres Wissens gebe es im Stadtentwicklungsausschuss einen Antrag der CDU-Fraktion, in dem die Verwaltung gebeten werde, zu überprüfen, ob eine Umpriorisierung zu Gunsten von Altenhagen möglich sei.
Sie bittet Frau Brettschneider, die von ihr erwähnten Einzelfälle aus der Beratungspraxis zu schildern.
Herr Quadt möchte auf zwei Dinge hinweisen, die er als Teil des Problems betrachte.
Ihm falle auf, dass Menschen, die in dritter oder vierter Generation hier lebten und einen deutschen Pass hätten, immer noch nicht als Deutsche bezeichnet würden.
Weiterhin würden Flüchtlinge als „Welle“ bezeichnet. Dieser Begriff impliziere die Vorstellung, dass es sich hier um eine Naturkatastrophe handele. Er bitte daher, auf solche Begriffe zu verzichten.
Frau Brettschneider berichtet, dass sich die Beratungsstelle „Focus Altenhagen“ mit allen Angeboten hauptsächlich an erwachsene Menschen aus Altenhagen richte.
Die Sprechstunden seien sehr gut besucht. Sie habe eine Vielzahl von Menschen im Stadtteil befragt und könne sagen, dass sich diese in Altenhagen nicht mehr wohl und sicher fühlten. Das halte sie für eine bedenkliche Situation.
Herr Thieser nimmt Bezug auf den Wortbeitrag von Frau Freund und erklärt, dass ein Gegeneinanderausspielen der Stadtteile der falsche Weg sei. Er wolle in dem Zusammenhang auf bestehende Infrastrukturen hinweisen, die es in jedem Stadtteil gebe. Das seien beispielsweise Schulsozialarbeiter, Sozialarbeiter, Jugendzentren, Offene Türen der Wohlfahrtsverbände und Kirchen, Familienzentren, Altenbegegnungsstätten, Quartiersmanangement und vieles mehr. Er gehe davon aus, dass eine Aktivierung und Koordinierung der vorhandenen Ressourcen viel bewegen könne.
Frau Brettschneider betont, dass eine Kontaktaufnahme zum Stadtteilforum dabei sehr hilfreich sei.
Auf Rückfrage von Herrn Thieser teilt Frau Sauerwein mit, dass der Antrag ihrer Fraktion aufgrund der Stellungnahme und der Beratung erledigt sei.
Herr Thieser greift den Vorschlag von Herrn Goldbach auf, dass nach der Sommerpause über die Erfahrungen des BIWAQ-Projektes berichtet werde.
