04.02.2020 - 3 Schulentwicklungsplanung 2020 ff für die Stadt ...

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Wortprotokoll

Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:

Herr Kraemer-Mandeau stellt zunächst anhand der Präsentation das Konzept zur Schulentwicklungsplanung vor.

 

In der anschließenden Aussprache werden verschiedene Aspekte thematisiert.

 

Frau Graf fragt im Hinblick auf den Vorschlag zwecks Schließung des Ricarda-Huch-Gymnasiums nach, ob alle entscheidungsrelevanten Daten in den Unterlagen enthalten sind, was von Herrn Kraemer-Mandeau bestätigt wird. Im Bereich der Gymnasien kommt Frau Graf bei einer Übergangsquote von durchschnittlich 35% perspektivisch auf rund 700 Schüler*innen/Jahrgang. Damit werden steigende Schülerzahlen prognostiziert. Sie sieht daher nicht die Möglichkeit, auf ein Gymnasium zu verzichten. Der Schließungsvorschlag stimmt aus ihrer Sicht nicht mit der Datengrundlage überein. Bei den Gesamtschulen hingegen basiert die Prognose auf der räumlichen Deckelung, ohne Berücksichtigung der seit Jahren bestehenden Anmeldeüberhänge.

Herr Kraemer-Mandeau weist dazu auf den Vorschlag hin, das Theodor-Heuss-Gymnasium und das Gymnasium in Hohenlimburg um jeweils 0,5 Züge zu erweitern. Einen weiteren Zug sieht er bei Erweiterung der FESH auf drei Züge. Zudem sieht er bei einer 4. Gesamtschule im Innenstadtbereich im Umfang von 1,5 Zügen eine Neuorientierung von Schüler*innen zu den Gesamtschulen anstelle von Gymnasien. Insgesamt würden dadurch ausreichend Plätze zur Verfügung stehen.

Herr Becker kann sich vorstellen, dass dieser Punkt noch näher zu beleuchten ist. So sind z.B. 2029/2030 höhere Übergangszahlen als 2024/2025 an den Gymnasien zu erwarten.

 

Rückblickend stellt Herr Walter fest, dass Gymnasien mal mehr oder weniger beliebt waren. Wenn eine Schule, wie z. B. vorgeschlagen das Albrecht-Dürer-Gymnasium, verlagert würde, ändert man auch den Charakter der Schule, was zu bedenken wäre. Herr Walter hätte sich als alternativen Vorschlag die Beibehaltung aller sechs Gymnasien und den Neubau einer Gesamtschule gewünscht.

Herr Kraemer-Mandeau hat sich die Anmeldeentwicklung des Ricarda-Huch-Gymnasiums über Jahre angesehen, eine Revitalisierung der Schülerzahl ist dabei nicht erkennbar. Der Neubau einer Gesamtschule wäre nach Ausführung von Herrn Kraemer-Mandeau möglich, sofern die Stadt ein geeignet großes Grundstück hätte, zudem zur Finanzierung 60 bis 70 Mio. € bereitstellen könnte.

 

Nach Ausführung von Herrn Dr. Geiersbach hat Frau Graf zu Recht auf die Anmeldeüberhänge bei den Gesamtschulen hingewiesen. Der Wille für eine 4. Gesamtschule resultiert aus diesen stetigen Anmeldeüberhängen, die in der Vergangenheit unbefriedigt geblieben sind. Im Gegensatz dazu die Gymnasien, bei denen die Anmeldewünsche immer erfüllt wurden.

Bezüglich einer möglichen Verlagerung des Albrecht-Dürer-Gymnasiums sieht er es wie Herr Walter. Es stellt sich für ihn die Frage, ob dieser Vorschlag überhaupt weiter verfolgt werden soll.

Das Gebäude des Ricarda-Huch hat Raumressourcen für ein vierzügiges Gymnasium. Herr Dr. Geiersbach fragt nach, ob das Gebäude auch für eine vierzügige Gesamtschule geeignet wäre. Herr Becker verneint dies, da Ganztagsräume fehlen. Theoretisch besteht immer die Möglichkeit baulicher Erweiterung, aber es wäre ein größerer zeitlicher Vorlauf zu bedenken.

 

Nach den alternativen Vorschlägen soll im Bereich Mitte mindestens eine vierzügige Gesamtschule entstehen. Damit würden Gymnasialplätze entfallen. Frau Pfefferer hat Bedenken, ob die Versorgung mit Gymnasialplätzen im Innenstadtbereich noch gegeben wäre?

Die Versorgung der Schüler*innen durch die Gymnasien ist nach Ausführung von Herrn Kraemer-Mandeau gesamtstädtisch zu sehen. Sofern das Albrecht-Dürer-Gymnasium bei zwei Zügen bliebe, würde dies mehr Druck für die Gymnasien Theodor-Heuss und Hohenlimburg bedeuten. Durch die Rückkehr zu G9 müssten am Standort des Albrecht-Dürer-Gymnasiums zudem zusätzliche Räume geschaffen werden. Nach Information von Frau Kaufmann gab es hierzu eine lediglich überschlägige Einschätzung der Gebäudewirtschaft, wonach eine Raumerweiterung grundsätzlich möglich erscheint.

Aus Sicht von Frau Fischbach müsste gleichermaßen die Option einer baulichen Erweiterung des Gymnasiums Hohenlimburg auf deren Liegenschaft geprüft werden. Für den Fall, dass die Förderschule Friedrich-von-Bodelschwingh ins Gebäude der ehemaligen Hauptschule Hohenlimburg einziehen würde, bliebe dort kein Platz mehr für Klassen des Gymnasiums. Herr Becker bestätigt dies. Eine parallele Nutzung des Hauptschulgebäudes durch die Förderschule Friedrich-von-Bodelschwingh, die Grundschule Im Kley und das Gymnasium würde nicht passen. Aus Sicht der Verwaltung sollten zunächst die Vorschläge diskutiert werden, anschließend Prüfungen erfolgen.

 

Herr Rudel fragt nach, wann die Politik das gesamte Gutachten erhalten kann, um daraus erste Ableitungen machen zu können. Nach Information von Herrn Kraemer-Mandeau und Herrn Becker soll Politik das Gutachten rechtzeitig vor der nächsten Sitzung des Schulausschusses erhalten. Frau Neuhaus bittet um möglichst schnelle Erledigung.

 

Abschließend wird für 04.03.2020 ab 15.00 Uhr eine weitere Kommissionssitzung des Schulausschusses vereinbart.

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Beschluss:

Die Grundzüge des Gutachtens zur Schulentwicklungsplanung werden zur Kenntnis genommen. Die Verwaltung wird beauftragt, die zur Umsetzung des Gutachtens notwendigen konkretisierenden Vorlagen zu erarbeiten.

 

Der Schulausschuss nimmt die Vorlage und das vorgestellte Konzept als

1. Lesung zur Kenntnis.

 

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Zur Kenntnis genommen

 

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Anlagen zur Vorlage

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