28.05.2020 - 4.1 Entwurf des Nahverkehrsplans 2020 der Stadt Hagen
Grunddaten
- TOP:
- Ö 4.1
- Gremium:
- Bezirksvertretung Hohenlimburg
- Datum:
- Do., 28.05.2020
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:02
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB61 - Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung
- Bearbeitung:
- Jörg Winkler
- Beschluss:
- geändert beschlossen
Wortprotokoll
Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:
Herr Winkler erläutert, dass die der Vorlage angefügte Synopse mit den eingearbeiteten Änderungen die politische Meinung widerspiegelt. Änderungswünsche der Bezirksvertretungen sollen als 2. Synopse für die Ratssitzung am 25.06.2020 aufbereitet werden. Die Verwaltung strebt einen endgültigen Ratsbeschluss zum Nahverkehrsplan an.
Frau Pfefferer verliest einen Änderungsvorschlag zum Beschluss des Tagesordnungspunktes.
Herr Voss macht darauf aufmerksam, dass in der nächsten Sitzung der Bezirksvertretung Hohenlimburg am 27.08.2020 die Verwaltung Angaben zur Machbarkeit des Änderungsvorschlags und zu den daraus entstehenden Kosten vortragen soll.
Herr Schmidt begrüßt den geänderten Beschlussvorschlag. Die Außenwohnbezirke sollen in jedem Fall verstärkt an den ÖPNV angebunden werden.
Herr Gerbersmann gibt zu bedenken, dass die Kosten für die umfangreichen Änderungswünsche bis zur Ratssitzung am 25.06.2020 von der Hagener Straßenbahn AG nicht beziffert werden können.Er hält es für nicht sinnvoll, den endgültigen Ratsbeschluss mit üppigen Änderungsvorschlägen zu verzögern und die Umsetzung des Nahverkehrsplans zu gefährden.
Herr Winkler ergänzt, dass sich die Synopse bereits auf dem aktuellsten Stand befindet. Weitere Änderungswünsche können problemlos als Ziele im Jahr 2022 aufgenommen und neu bewertet werden. Eine Entscheidung im Rat ist notwendig, um den weiteren Verlauf nicht zu verzögern.
Herr Leisten bittet um Berücksichtigung, dass aufgrund ausgefallener Sitzungen in den einzelnen Gremien nun ein erhöhter Beratungsbedarf besteht.
Herr Ullrich merkt an, dass bei den gewünschten Ergänzungen auch die Elektromobilität der Busse verstärkt werden soll, um die Klima- und Luftreinhalteziele zu gewährleisten.
An der Diskussion beteiligen sich Herr Schmidt und Frau Pfefferer.
Beschluss:
Der aktualisierte Entwurf des Nahverkehrsplans wird zur Kenntnis genommen.
Die Bezirksvertretung Hohenlimburg beschließt die folgende Stellungnahme zum Entwurf des Nahverkehrsplans für die Stadt Hagen, vorbehaltlich der finanziellen Realisierbarkeit. Die Verwaltung wird beauftragt, bis zur Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Stadtsauberkeit, Sicherheit und Mobilität (UWA), spätestens für die Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses (STEA) am 23.06.2020 und in der Sitzung der Bezirksvertretung Hohenlimburg am 27.08.2020 Angaben zur Machbarkeit und zu den daraus entstehenden Kosten vorzulegen.
1. Die BV fordert die Umsetzung des Ratsbeschlusses zum ÖPNV vom 05.07.2018 unter Berücksichtigung der zwischenzeitlichen Weiterentwicklung im ÖPNV der Stadt Hagen. Zusätzlich verweist die BV Hohenlimburg auf den Beschluss des Ausschuss für Umwelt, Stadtsauberkeit, Sicherheit und Mobilität [UWA] vom 11.03.2020 (Vorlage 0235/2020), in dem festgestellt worden ist, dass der Ratsbeschluss vom 05.07.2018 noch nicht vollständig umgesetzt worden ist.
2. Im Einzelnen wird der Rat der Stadt Hagen gebeten, nachfolgend zusammengestellte Anforderungen an den Spätverkehr auf der Basis der Beschlusslage aus 2018 in den NVP zu übernehmen:
2.1. Der Spätverkehr ab ca. 22:30 Uhr wird an die Ankunftszeiten und Abfahrtzeiten der Züge am Hagener Hbf angepasst mit dem Ziel, zwischen der Innenstadt und wichtigen Siedlungsgebieten im Stadtbezirk Hohenlimburg sowie den Stadtteilzentren der benachbarten Stadtbezirke (Boele, Eilpe, Haspe, Hohenlimburg und Vorhalle) ca. halbstündlich versetzte Fahrten im Busnetz zu erhalten um deutlich verbesserte Umsteigebeziehungen zu den regionalen Zügen und innerhalb der Hauptachsen des städtischen Busverkehrs zu realisieren.
2.2. Die gegenwärtigen Linien NE1 und NE2 verkehren vom Hagener Hbf in einer großen Schleife durch Hohenlimburg und zum Hbf zurück, Linie NE2 gegen den Uhrzeigersinn und Linie NE1 im Uhrzeigersinn. Die Abfahrten werden aber so verteilt, dass sich zwischen Hagen und Hohenlimburg Bf und zurück halbstündlich versetzte Abfahrten ergeben.
2.3. Die Linie NE22 ist im Spätverkehr Richtung Elsey/Henkhausen zu verlängern.
2.4. Der Ortsteil Berchum mit seinen ca. 1.500 Einwohnern wird auch im Spätverkehr ab ca. 22:30 Uhr angefahren um gleiche Anbindungsqualitäten innerhalb des Stadtgebietes zu ermöglichen.
2.5. Die Punkte 1.17 bis 1.20 der Synopse, die auf dem gemeinsamen Antrag der Ratsfraktionen von CDU, Grünen, Hagen Aktiv und der SPD beruhen, enthalten die Anforderungen an einen zeitgemäßen Spätverkehr und sollen entgegen der Kommentierung durch die Verwaltung in den NVP übernommen werden, damit die Hagener Straßenbahn AG die Anforderungen im Rahmen ihrer Kalkulation des Angebotspreises für den öffentlichen Dienstleistungsauftrag ab 2023 berücksichtigen kann.
3. Mit dem neuen Netz der Hagener Straßenbahn AG bleiben verschiedene Ortsteile im Vergleich untereinander und zu anderen Teilen des Hagener Stadtgebietes deutlich schlechter mit Bussen erschlossen als andere. Im Einzelnen wird der Rat der Stadt Hagen deshalb gebeten, nachfolgend zusammengestellte Anforderungen an den Tagesverkehr auf der Basis des neuen Netzes der Hagener Straßenbahn AG in den NVP zu prüfen und möglichst zu übernehmen:
3.1. Das Wohngebiet Henkhausen mit seinen ca. 4.500 Einwohnern nördlich der A46 muss mindestens eine Bedienungsqualität mit 15-Minuten-Takt in der Haupt- und Normalverkehrszeit und 30-Minuten-Takt zur Schwachverkehrszeit erhalten (entsprechend z.B. dem Hagener Ortsteil Kuhlerkamp mit ca. 3.200 Einwohnern). Die Linienführung zur Innenstadt Hagen ist direkter zu gestalten, um kurze Reisezeiten zu ermöglichen.
3.2. Das Wohngebiet Berliner Allee mit seinen ca. 1.100 Einwohnern nördlich der A46 muss mindestens eine Bedienungsqualität mit 30-Minuten-Takt in der Haupt- und Normalverkehrszeit und 60-Minuten-Takt zur Schwachverkehrszeit erhalten (entsprechend dem Hagener Ortsteil Garenfeld mit ca. 1.000 Einwohnern). Die Linienführung von der Berliner Allee zur Innenstadt Hohenlimburg ist direkter zu gestalten um kurze Reisezeiten zu ermöglichen.
3.3. Das Wohngebiet Wiesenstraße/Auf dem Lölfert südlich der A46 muss mindestens eine Bedienungsqualität mit 30-Minuten-Takt in der Haupt- und Normalverkehrszeit und 60-Minuten-Takt zur Schwachverkehrszeit erhalten. Die Linienführung von der Wiesenstraße nach Hagen ist direkter zu gestalten um kurze Reisezeiten zu ermöglichen.
3.4. Der Ortsteil Berchum muss in Richtung Innenstadt Hagen mindestens eine Bedienungsqualität mit 30-Minuten-Takt in der Haupt- und Normalverkehrszeit und 60-Minuten-Takt zur Schwachverkehrszeit erhalten.
3.5. Die Anbindung des Industriegebietes Lennetal aus Richtung Hohenlimburg Mitte ist mit einer Linienführung über Reh und einer Bedienungsqualität mit 30-Minuten-Takt in der Haupt- und Normalverkehrszeit und 60-Minuten-Takt zur Schwachverkehrszeit deutlich zu verbessern um die Fahrgastzahlen zu erhöhen.
3.6. Die Anbindung des Ortsteils Oege ist deutlich zu verbessern.
Anlagen zur Vorlage
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