27.02.2020 - 4.5 Schulentwicklungsplanung 2020 ff für die Stadt ...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 4.5
- Gremium:
- Bezirksvertretung Hohenlimburg
- Datum:
- Do., 27.02.2020
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Berichtsvorlage
- Federführend:
- FB48 - Bildung und Kultur
- Bearbeitung:
- Horst Hermann
- Beschluss:
- vertagt
Wortprotokoll
Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:
Frau Pott erläutert ausführlich die Schulentwicklungsplanung 2020 für die Stadt Hagen anhand einer Präsentation des Gutachtens von W. Krämer-Mandeau, die auch Gegenstand der Vorlage ist. Der Anteil an jungen Menschen unter fünf Jahren ist in Hagen und im Stadtbezirk Hohenlimburg sehr hoch. Das bedeutet, dass die Auslastung in den Grundschulen für die kommenden Schuljahre gesichert ist. Schon für das Schuljahr 2024/25 wird für die Hohenlimburger Grundschulen ein Zuwachs von 144 Schülern prognostiziert, der sich wie folgt aufteilen wird: Grundschule Berchum/Garenfeld +14, Heideschule +77, Grundschule Im Kley +45 und Grundschule Wesselbach +8 Schüler.
Das Gutachten prognostiziert für die Heideschule künftig 275 Schüler, die räumlichen Gegebenheiten lassen diese Schülerzahl jedoch nicht zu.
Bei der Grundschule Im Kley, Teilstandort Reh, stellen die in die Jahre gekommenen Pavillons eine besondere Herausforderung dar. Sollte der Schulbetrieb dort nicht weiter aufrecht erhalten werden, müssen Lösungen zur Unterbringung der Schüler erarbeitet werden. Zum Beispiel könnte die Nutzung von Räumen in der ehemaligen Hauptschule in Betracht gezogen werden.
Die Anzahl der Schüler mit erhöhtem Förderungsbedarf ist in den letzten Jahren gestiegen.
Durch die Einführung von G9 steigt auch die Anzahl der Schüler am Gymnasium Hohenlimburg.
Die Anzahl der Schüler an der Realschule Hohenlimburg wird sich von derzeit 491 auf 597 Schüler erhöhen. Die räumlichen Gegebenheiten hier sind für diesen Zuwachs ausreichend.
Abschließend weist sie darauf hin, dass das Gutachten eine Reihe von Vorschlägen enthält. Insbesondere ist für den Bereich der Grundschulen Schulraum zu schaffen, um den steigenden Zahlen von einzuschulenden Kindern gerecht zu werden.
Als beispielhaftes Szenario wird vom Gutachter vorgeschlagen, die Förderschule Friedrich-von-Bodelschwingh, die zur Zeit im Schulzentrum Wehringhausen untergebracht ist, künftig in den Räumlichkeiten der ehemaligen Hauptschule Hohenlimburg anzusiedeln, um in den verbliebenen Räumen in Wehringhausen eine neue Grundschule zu schaffen.
Das Gymnasium Hohenlimburg könnte laut Gutachten durch bauliche oder raumorganisatorische Maßnahmen vergrößert werden, unter dem Tagesordnungspunkt 6.3. liegt ein entsprechender Antrag der CDU-Fraktion vor. Eine Prüfung durch die Verwaltung wurde bis jetzt jedoch noch nicht durchgeführt. Zunächst sollen die politischen Gremien beschließen, welche Vorlagen durch die Verwaltung erarbeitet werden sollen.
Frau Fischbach ist der Ansicht, dass die politischen Gremien zunächst darüber informiert werden sollten, welche Maßnahmen überhaupt realisierbar sind, um dann über einzelne Maßnahmen entscheiden zu können.
Herr Gerbersmann regt an, den Wunsch zur Erweiterung des Gymnasiums zunächst grob durch die Verwaltung prüfen zu lassen, um den finanziellen Rahmen nicht durch ein Architektengutachten zu sprengen.
Herr Reinke hält eine Vertagung des Tagesordnungspunktes für sinnvoll. Seiner Meinung nach ist das Gutachten noch nicht vollständig und die Stellungnahme der Verwaltung zum Gutachten liegt noch nicht vor. Es sollen konkrete Maßnahmen für die politschen Gremien erarbeitet und dargestellt werden, damit entschieden werden kann, wie die Politik künftig beschließen möchte.
An der weiteren Diskussion beteiligen sich Frau Fischbach, Herr Reinke und Herr Schmidt.
Frau Pott macht deutlich, dass es sich bei dem Gutachten um Vorschläge des Gutachters handelt, nicht um solche der Verwaltung.
Frau Pfefferer stellt die Frage, wie die derzeitige Lage an der Grundschule Im Kley, Teilstandort Reh, von der Verwaltung eingeschätzt wird. Sie fragt, wie lange der Schulbetrieb dort noch zumutbar aufrecht erhalten werden kann, ohne enorme finanzielle Belastungen für Sanierungen.
Außerdem möchte Sie wissen, wie das räumliche Defizit an der Heideschule ausgeglichen werden soll.
Herr Strüwer fragt, ob bei den gesamten Überlegungen als Potenzial für Hohenlimburg die Gebäude der Pestalozzischule und der Regenbogenschule in Betracht gezogen wurden.
Herr Krüger führt aus, dass der derzeitige Zustand der Hohenlimburger Schulgebäude sehr zufriedenstellend ist. Insbesondere das Schulzentrum in Elsey mit dem Gymnasium und der Realschule sowie der Grundschule Im Kley und dem Gebäude der ehemaligen Hauptschule befinden sich in einem überdurchschnittlich guten Zustand.
Die Standorte Pestalozzi in Oege sowie der Teilstandort Reh von der Grundschule Im Kley dagegen können nur mit einem großen finanziellen Aufwand nachhaltig erhalten werden.
Frau Pott ergänzt, dass das Gebäude der Pestalozzischule nur vorübergehend leer steht, da die reguläre Nutzung durch die Wilhelm-Busch-Schule aufgrund eines akuten Lehrermangels derzeit nicht gegeben ist.
Die Regenbogenschule wird von der Rettungsdienstschule genutzt. Der Bedarf an Schulraum für Grundschüler in diesem Bereich ist nicht vorhanden.
Herr Reinke stellt den Antrag auf Vertagung.
Beschluss:
Die Grundzüge des Gutachtens zur Schulentwicklungsplanung werden zur Kenntnis genommen.
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X | Zur Kenntnis genommen
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Die Bezirksvertretung Hohenlimburg empfiehlt dem Rat der Stadt Hagen, folgenden Beschluss zu fassen:
Die Verwaltung wird beauftragt, die zur Umsetzung des Gutachtens notwendigen konkretisierenden Vorlagen zu erarbeiten.
Änderungsbeschluss:
Die Beschlussfassung über das Gutachten wird vertagt, bis das vollständige Gutachten und die Stellungnahme der Verwaltung vorliegen.
Anlagen zur Vorlage
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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1
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(wie Dokument)
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4,3 MB
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2
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(wie Dokument)
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13,1 MB
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