01.09.2020 - 7.2 Geplanter Kita-Neubau im Bereich der Gesamtschu...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 7.2
- Gremium:
- Bezirksvertretung Eilpe/Dahl
- Datum:
- Di., 01.09.2020
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beschluss:
- zur Kenntnis genommen
Wortprotokoll
Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:
Herr Dahme eröffnet den Tagesordnungspunkt und berichtet, dass bereits seit längerem Örtlichkeiten für weitere Kindertagesstätten gesucht werden, so auch im Bezirk Eilpe. Jetzt gebe es seitens der Verwaltung die Überlegung einen Neubau im Bereich der Gesamtschule in Eilpe in der Wörthstraße realisieren zu wollen. Da die Bezirksvertretung bezüglich dieses Vorhabens und insbesondere was den Standort betreffe keine Informationen hatte, habe er um einen mündlichen Sachstandsbericht gebeten, den Herr Goldbach heute netterweise geben wolle.
Herr Goldbach informiert dazu, dass man in Hagen zwar viele Planungs- und Bauvorhaben habe, es aber gerade so schaffe, den Zuzug von Kindern und die Zunahme an Geburten durch die neu entstehenden Plätze auszugleichen.
Aktuell schreibe man mit der Vorlage 0590/2020 den vor Jahren aufgelegten Kita-Aktionsplan weiter fort.
Darin enthalten sind neben der Erweiterung der Franzstraße auch die Notwendigkeit im Eilper Zentrum eine Kita zu errichten.
Entweder ließe sich dies planungsrechtlich nicht realisieren oder aber Eigentümer seien nicht zu einem Verkauf bereit. Die letzte Fläche, die der Stadt gehöre, sei die an der Gesamtschule.
Man sei mit dem Bereich Stadtplanung so verblieben, dass man zunächst die Anwohner kontaktiere und informiere. Wenn dies positiv verlaufen wäre, hätte dies mit einem schlanken Weg umgesetzt werden können.
Überwiegend seien die Anwohner allerdings alles andere als einverstanden. Vielmehr ging es jedoch in diesem Beschwerdeschreiben um die aktuelle Situation aufgrund des Schullebens dort. Insbesondere auch um den Verkehr aufgrund vorfahrender Schüler, Eltern und Lehrer. Aus diesem Grunde werde der zusätzliche Bau einer Kindertagesstätte und damit das zusätzliche Verkehrsaufkommen abgelehnt.
So habe er aus dem Schreiben nicht entnommen, dass es grundsätzlich um die Ablehnung einer Kita gehe, sondern das man den leidigen Ist-Zustand nicht noch ausweiten wolle.
Derzeit sei man in der Auswertung und prüfe auch weiterhin Alternativen. Wenn dies an der Stelle realisiert werden würde, brauche man nach derzeitigem Stand ein Planverfahren, was entsprechend Zeit in Anspruch nehmen werde. So habe man den Plan nicht aufgegeben, nehme aber die Bedenken ernst. Aus diesem Grund werden auch Konzepte wie beispielsweise eine autofreie Kita angedacht. Dies halte Herr Goldbach nicht für unrealistisch.
Heute sei ein Angebot eines Investors eingegangen, was auf den ersten Blick realisierbar erscheint und im Zentrum Eilpe liege. Allerdings würden dort wahrscheinlich nur 3 anstelle von 4 Gruppen untergebracht werden können, was aber vermutlich schneller zu realisieren sei. So überlege man in alle Richtungen.
Bezüglich der Gebäudenutzung der August-Hermann-Franke-Schule teilt Herr Goldbach mit, dass dies Teil der Schulentwicklungsplanung ist. Solange das Gebäude in der Bewirtschaftung des Fachbereichs Bildung ist, kann die Jugendhilfeplanung nicht damit planen.
An der nachfolgenden Erörterung nehmen Frau Opitz, Frau Peddinghaus, die Herren Schulz, Dahme, Eiche, Neuhaus und von der Verwaltung Herr Goldbach.
Frau Opitz kann nicht verstehen, dass ein Gebäude, wie die August-Hermann-Francke-Schule, seit 5 Jahren leer stehe. Dort würde man das Vorhaben mit einfachen Mitteln realisieren können, was dem Gebäude wieder einen Nutzen gebe und nebenher auch noch Steuergelder eingespart würden, weil kein Neubau erforderlich wäre. Dass eine Kindertagesstätte unbedingt im Zentrum Eilpes gebraucht werde, scheine nur die Verwaltung so zu sehen.
So müsse es doch möglich sein, dass sich Schulamt und Jugendamt an einen Tisch setzen, um diese Möglichkeit mal zu prüfen.
So bittet Frau Opitz Herrn Goldbach darum, die Bitte mitzunehmen und Kontakt mit dem Schulamt aufzunehmen, um die geschilderte Alternative zu prüfen.
Herr Schulz hält die Idee für gut, dort eine Kindertagesstätte zu bauen. So sei zum einen die Infrastruktur gegeben und ferner könne er sich nicht vorstellen, dass damit die Lärmbelastung für die Bürger erheblich steigen werde.
Frau Peddinghaus ist der Auffassung, dass man doch eher über eine autofreie Schule nachdenken möge. Dort seien die Kinder bereits in einem entsprechenden Alter, in dem es ihnen zuzumuten ist, den Schulweg zu Fuß zu unternehmen.
Bei einer autofreien Kindertagesstätte müsse an der Selbecker Straße ein Parkplatz geschaffen werden, auf dem die Kinder sicher aussteigen können.
Zum Standort August-Herman-Francke-Schule teilt Herr Goldbach mit, dass dieser außerhalb des Eilper Zentrums liege und damit nicht ideal sei. Natürlich stehe man mit dem Fachbereich Bildung im Austausch, was die Gebäude betreffe. Seines Wissens nach stehen aber noch Beschlüsse zur Schulentwicklungsplanung - also auch an welchen Standorten welche Schulformen realisiert werden sollen – aus. So stehe dieses Gebäude nicht nur für Förderschulen zur Verfügung. Solange also diese Entscheidungen noch nicht getroffen sind, was seines Wissens nach aber bevorstehe, könne man nicht mit dieser Örtlichkeit planen. Sollte dabei herauskommen, dass dieses Gebäude nicht für Schulraum benötigt werde, werde er die Anregung gerne nochmal mit aufnehmen.
Herr Dahme merkt dazu an, dass ja bereits durch die Erweiterung der Gesamtschule weiterer Verkehr dazukomme und die Bürger durch den Bau einer Kita dort darüber hinaus noch mehr Fahrzeuge befürchten.
Sollte die Alternative nicht in Betracht kommen, bittet Herr Dahme die Minimierung der dortigen Verkehre mit einzuplanen – Stichwort: autofreie Kindertagesstätte.
Herr Eiche findet den Vorschlag für eine autofreie Kita gut und möchte wissen, ob es Grundstücke nahe der Schule gebe, die sich für eine Zuwegung und/oder Parkplatz anbieten. Dies sollte grundsätzlich mal geprüft werden, sodass vielleicht der gesamten Schul- und Kitaverkehr nicht mehr durch die Wörthstraße fahren muss.
Herr Neuhaus ist der Auffassung, dass Eltern auch etwas längere Wege in Kauf nehmen, wenn es flexiblere Bring- und Abholzeiten gebe. Zudem entzerre man die Verkehre automatisch, wenn nicht alle Institutionen an einer Stelle sind. So halte er es für wichtig, auch für solche Einrichtungen über die bestehenden Brachflächen, auch beispielsweise in Delstern, einmal nachzudenken.
Auch er halte die Voraussetzungen an der August-Hermann-Francke-Schule für sehr gut, insbesondere mit der angrenzenden Sportfläche.
Weitere Wortbeiträge gibt es keine. Herr Dahme bedankt sich bei Herrn Goldbach für den mündlichen Sachstandsbericht.
