19.10.2005 - 4.1 Entwicklung des offenen Ganztagsbetriebs an den...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 4.1
- Gremium:
- Bezirksvertretung Hohenlimburg
- Datum:
- Mi., 19.10.2005
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:02
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Der Sachstandsbericht der
Fachverwaltung liegt als Tischvorlage aus.
Frau Schönke möchte wissen, wie das pädagogische
Konzept der Ganztagsschulen aussieht, und wie die genannten 1€-Kräfte
eingesetzt werden.
In dem Sachstandsbericht werde gesagt,
dass eine Hausaufgabenbetreuung im Einzelnen nicht leistbar sei, was nach dem
ursprünglich vorliegenden Konzept leistbar sein sollte.
Herr Jürgens antwortet, die
Fachverwaltung habe versucht, möglichst umfassend über die Ganztagsschulen zu
informieren.
Nicht der Schulträger, sondern die
Schulen selbst seien verantwortlich für die einzelnen Konzepte und deren
Umsetzung. Die Schulen suchten ihre Kooperationspartner selber aus.
Das beigefügte Konzept der Heideschule
sei nur ein Beispiel, an einer anderen Schule könne dies anders aussehen,
woanders könnten andere Schwerpunkte gesetzt worden sein, z.B. mehr im
musischen, spielerischen, sportlichen Bereich oder im Bereich Hausaufgaben. Den
Kooperationspartnern bleibe es auch überlassen, welche Leute eingestellt
würden. Selbstverständlich werde von den Schulen erwartet, dass ausgebildete
Betreuungskräfte eingesetzt werden. Gebe es diese nicht, so würde versucht, Einiges
über 1€-Jobs zu regeln. So weit er wisse, laufe dies in einigen Fällen
ganz erfolgreich, sei jedoch nicht typisch für die Ganztagsschulen.
Frau Sauerwein geht darauf ein, dass
nicht alle Kinder am warmen Mittagessen teilnähmen. Lt. Vorlage bemühe man sich
um eine Lösung. Sie möchte wissen, wie die Praxis zur Zeit aussehe. Ob ein Teil
der Kinder zum Spielen gehe, während die anderen Kinder Essen bekämen? Sie
könne sich vorstellen, dass dies pädagogische Probleme aufwerfe.
Hausaufgabenbetreuung werde von den
Eltern stark gewünscht, und gerade dieser Bereich sei in Ermangelung
pädagogischer Kräfte schwer leistbar. Darüber müsse man sich noch Gedanken
machen.
Bezüglich der 1€-Jobs befürchte
sie zudem eine missbräuchliche Auslegung der gegebenen Gesetzeslage, da klar
sei, dass die eingesetzten Kräfte trotz Qualifizierung und obwohl ein Bedarf
bestehe aus Kostengründen nicht in den ersten Arbeitsmarkt integriert werden
könnten.
Herr Jürgens weist darauf hin, dass
die 1€-Jobs nicht typisch für die Ganztagsbetreuung seien. Die
Entscheidung über den Einsatz von 1€-Kräften liege zudem bei den Kooperationspartnern
und der ARGE.
Die Problematik der
Hausaufgabenbetreuung liege darin, dass die Lehrkräfte und die Betreuer/-innen
verschiedene Personen seien, und Lehrinhalte und Lehrziele des vormittäglichen
Unterrichts von den Betreuern/-innen nicht immer nachvollzogen werden könnten.
Sie sollen gar keine Hilfestellung geben, sondern sollen dabei sein und dafür
sorgen, dass die Hausaufgaben erledigt würden. Dies sei in Ordnung, zu diesem
Thema kämen aus den Schulen positive Rückmeldungen.
Großes Problem sei allerdings das
Mittagessen. Es seien Küchen und Speiseräume gebaut worden, was natürlich
zusätzliche Kosten verursacht habe, die die Eltern tragen müssen. Leider sei es
so, dass ein Teil der Kinder mit Mittagessen versorgt werde, ein anderer Teil
der Kinder jedoch in der Zeit beschäftigt werden müsse. Einzelne Schulen böten
als Alternative kleine Snacks an, damit alle Kinder beteiligt werden können.
An einigen Schulen äßen fast alle
Kinder mit, an anderen Schulen sei die angesprochene Problematik durchaus
vorhanden.
Frau Schönke bemerkt, ihre Frage habe
sich durch Frau Sauerweins Frage erledigt.
Herr Eschenbach möchte wissen, ob die
Nachmittagsbetreuung an den Schulen annähernd gleich sei, ob es dafür
Richtlinien gebe.
Herr Jürgens erwidert, es gebe zwar
keine Richtlinien, jedoch ähnelten sich die Konzepte im Großen und Ganzen, auch
wenn die Schwerpunkte etwas unterschiedlich seien.
Herr Leisten fragt, wer darüber
entscheide, welche 1€-Kraft wo eingesetzt werde.
Herr Jürgens antwortet, soweit ihm
bekannt sei, suchen die Kooperationspartner zunächst die Personen aus.
Weiterhin beurteile die ARGE die Geeignetheit und müsse zustimmen.
