19.10.2005 - 6.4 Verwendung der bezirksbezogenen Haushaltsmittel...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 6.4
- Gremium:
- Bezirksvertretung Hohenlimburg
- Datum:
- Mi., 19.10.2005
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:02
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Herr Palsherm hebt hervor, dies sei
eine Angelegenheit der Bezirksvertretung. Er wolle ergänzen, dass in fünf
Jahren 50jähriges Städtepartnerschaftsjubiläum mit Lievin sei. Da für die damit
verbundenen Feierlichkeiten sicherlich größere Ausgaben notwendig sein werden,
wolle er gern, dass die Bezirksvertretung dafür jedes Jahr einen gewissen Betrag
zurücklege, damit in fünf Jahren genügend Mittel zur Verfügung stünden.
Herr Hulvershorn erwidert, er verstehe
den Wunsch, allerdings sei dies nicht Thema dieses Tagesordnungspunktes.
Herr Palsherm meint, er habe ja auch
gesagt, man müsse nicht heute darüber abstimmen.
Herr Leisten weist darauf hin, es
seien Vereinen bislang bezirksbezogene Haushaltsmittel zur Verfügung gestellt
worden, wenn entsprechende Kostenaufschlüsselungen vorlagen. Der Verein zur
Förderung der Städtepartnerschaften sollte über das bereits bewilligte Maß
hinaus unterstützt werden, wenn Rechnungen und Kostenaufstellungen vorgewiesen
werden könnten. Dann solle man sich erneut darüber unterhalten, damit man dies
heute nicht ablehnen müsse.
Herr Palsherm erklärt, dies sei keine
Veranstaltung von Holibru, sondern von der Bezirksvertretung. In der
Vergangenheit seien schon ganz andere Dinge gefördert worden.
Wenn eine gewisse Anzahl von Gästen
nach Hohenlimburg kämen, seien 1500,00 € nicht viel, ohne Bezuschussung
sei dies nicht zu bewerkstelligen. Der Summe solle daher zugestimmt werden.
Herr Eisermann kritisiert, dass der
Verein Holibru erst drei Wochen vor der zu bezuschussenden Veranstaltung einen
entsprechenden Antrag stelle.
Es müsse frühzeitig, noch vor der
Sommerpause, ein Antrag gestellt und die Kosten aufgeschlüsselt werden.
Herr Hulvershorn bemerkt, Herr
Eschenbach solle als Vorsitzender des Vereins Holibru wegen Befangenheit den
Saal verlassen.
Herr Eschenbach möchte eine Erklärung
abgeben.
Herr Hulvershorn bittet um Ruhe und
weist noch einmal darauf hin, dass Herr Eschenbach in seiner Eigenschaft als
Vorsitzender des Vereins den Saal verlassen solle und erteilt Herrn Buschkühl
das Wort.
Herr Eschenbach verlässt unter dem
Hinweis, man werde sich darüber noch unterhalten, inwieweit Holibru die Rechte
der Bezirksvertretung weiterhin vertreten könne, wenn der Verein finanziell
nicht unterstützt werde, den Saal.
Herr Buschkühl versucht zu vermitteln
und weist auf den Wechsel des Vorsitzes bei Holibru hin. Es sei verständlich,
dass noch nicht alles reibungslos laufe.
Seit längerer Zeit sei bekannt, dass
französische Gäste kämen. Wenn nun für eine Bezuschussung erst Rechnungen
vorgelegt werden sollten, so schlage er als Alternative eine Ausfallbürgschaft
in der hier beantragten Höhe vor. Dann stünde das Geld zur Verfügung. Wenn sich
die neue Struktur von Holibru etabliert und Routine entwickelt habe, werde
alles in Ruhe ablaufen können.
Herr Akkaya meint, Herr Hulvershorn
habe gesagt, die Mittel hätten vom Verein früher beantragt werden sollen. Er
fragt, warum Herr Hulvershorn, als er selbst noch Vereinsvorsitzender war, dies
nicht früher getan habe.
Herr Hulvershorn erwidert, die Frage
könne er so nicht beantworten, er sei bereits seit fast einem Jahr kein
Vorsitzender mehr.
Herr Akkaya meint, auch vor einem Jahr
habe Herr Hulvershorn doch schon gewusst, dass dieses Treffen stattfinde.
Herr Hulvershorn rügt, Herr Akkaya
solle nicht dazwischenreden.
Herr Dr. Neimeier meint, es sei doch
lediglich eine akademische Frage, wann der Antrag gestellt worden sei. Hier
ginge es nur um Formalitäten , nicht um die Sache.
Es sei doch unstrittig, dass Herr
Eschenbach den beantragten Betrag benötige.
Der Streit sei völlig unnötig und dies
sei sicherlich nicht die Sternstunde der CDU, wenn der Antrag abgelehnt würde.
Herr Hulvershorn erwidert, er habe
gleich einen Vorschlag zu machen.
Frau Sauerwein versteht nicht, warum
eine dermaßen gereizte Stimmung bei diesem Thema aufkomme, es mangele ihr wohl
an Hintergrundwissen. Allerdings habe Herr Buschkühl doch einen guten Vorschlag
gemacht. Es seien schon öfter Ausfallbürgschaften übernommen worden. Es seien
sich doch alle im Klaren darüber, dass die Bewirtung der Gäste finanziert
werden müsse.
Wenn im Vorfeld etwas falsch gelaufen
sei, so könne dies doch auch im Rahmen des Vereins geklärt werden.
Frau Fischbach sagt, natürlich sei man
bereit, einen Zuschuss zu geben. Aber es müsse doch möglich sein, einen Antrag
so zu stellen, dass konkrete Angaben zu erkennen seien. Vielleicht könne man
sich darauf einigen, über diesen Antrag abzustimmen und sich gleichzeitig für
die Zukunft darauf zu verständigen, Anträge einzureichen, die detailliertere
Angaben enthalten.
Herr Palsherm erklärt, er hätte in
dieser Angelegenheit gern ein schlichtendes Wort des Bezirksvorstehers gehört.
Über eine Ausfallbürgschaft könne man
sicherlich reden. Herr Palsherm wendet sich an Frau Fischbach und meint, von
den Schlossspielen habe man auch nie detaillierte Kostenaufstellungen bekommen.
Es sei Vieles finanziert worden. Er
erwarte vom Vorsitzenden liberales Verhalten und eine vernünftige Abwicklung
der Angelegenheit.
Herr Hulvershorn gibt Herrn Palsherm
Recht, allerdings sei dies in dieser Situation nicht einfach.
Herr Eisermann sagt, er sehe nicht das
Problem, den Verein Holibru aufzufordern, seine Kosten darzulegen. Andere
Vereine seien schließlich auch aufgefordert, ihre Kosten darzulegen. Holibru
und Herr Eschenbach hätten keine Sonderrechte.
Herr Leisten äußert sich zu Herrn Dr.
Neimeiers Wortbeitrag und meint, nur dadurch, dass behauptet würde, eine Sache
sei unstrittig, sei sie nicht unstrittig. Er selber bestreite das, damit sei
die Angelegenheit nicht mehr unstrittig.
Herr Dr. Neimeier fragt, ob die CDU
denn nicht dem Vorschlag von Frau Fischbach zustimmen könne.
Herr Hulvershorn macht einen
alternativen Beschlussvorschlag.
Anmerkung: Nach der Abstimmung nimmt
Herr Eschenbach wieder an der Sitzung teil.
Beschluss:
Die Bezirksvertretung Hohenlimburg beschließt, “Holibru” für
die Städtepartnerschaftsbegegnung vom 21.10. bis 23.10.2005 in Hohenlimburg
einen Zuschuss in Höhe von 1500,00 € zu bewilligen und auszuzahlen,
sofern die erforderlichen Aufwendungen anderweitig nicht gedeckt werden können.
Die Mittel sollen aus der Rücklage zur Verfügung gestellt werden.
