10.12.2020 - 4.1 Vorschlag der Fraktionen CDU, SPD, Bündnis 90 /...

Beschluss:
ungeändert beschlossen
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Wortprotokoll

Herr Rudel führt dazu aus, dass der Rat sich mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Firma Hawker solidarisch erklären möchte. Man ist sich aber durchaus bewusst, dass man als Kommune nur bedingt Einfluss auf die Entscheidungen eines Weltkonzerns habe. Trotzdem sollte man diese Erklärung heute gemeinsam fassen und sich darum bemühen, die Arbeitsplätze am Standort Hagen zu erhalten.

 

Herr Oberbürgermeister Schulz teilt mit, dass der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Volker Ruff und er selbst vor einiger Zeit einen Termin mit dem Geschäftsführer der Firma Hawker hatten, um über Details und Alternativen zu diskutieren. Konkrete Schritte wurden nicht vereinbart, aber man habe deutlich gemacht, dass man den Standort, vor allem aufgrund der langen Historie, als prägend für Hagen ansehe und erhalten möchte.

 

Herr Klepper erklärt, dass die politischen Entscheidungsträger der Stadt Hagen hinter der Belegschaft und der Firma Hawker am Hagener Standort stehen. Er begrüßt sehr, dass die Stadtspitze schon in dieser Richtung tätig geworden ist und hofft, trotz der geringen Erfolgsaussichten doch noch Einfluss auf die weiteren Entscheidungen nehmen zu können.

 

Herr Eiche erklärt, dass die AfD-Fraktion in die Abstimmung zur Resolution nicht eingebunden wurde, man dieser aber trotzdem zustimmen werde.

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Beschluss:

 

Der Rat der Stadt Hagen ist besorgt um die Zukunft des Hawker-Werkes in Hagen. Der Produktionsstandort ist bedroht. Der amerikanische Konzern EnerSys, zu dem die Hawker GmbH gehört, beabsichtigt offenbar die Batterieproduktion in Hagen einzustellen. Die Konzernspitze will die Fertigung in andere europäische Länder verlegen.

 

Diese Entscheidung trifft die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in unserer Stadt aus heiterem Himmel. Es trifft sie besonders hart, weil das Stammwerk in Hagen-Wehringhausen immer wieder dazu angehalten wurde, technologisches Know-how an andere Produktionsorte zu liefern.

 

Der Rat der Stadt Hagen erklärt sich solidarisch mit den Beschäftigten, die jetzt um ihre Existenz bangen.

 

Seit über 130 Jahren werden in Hagen Batterien hergestellt. Während dieser langen Zeit hat das Unternehmen mehrfach den Besitzer gewechselt. Davon unabhängig wurden über die Jahrzehnte immer wieder technologische Innovationen in der Batterieproduktion entwickelt. Die Ansprüche an Batterien und die damit verbundenen Herausforderungen sind in den letzten Jahren stetig gestiegen. Gerade bei der Umstrukturierung unserer Wirtschaft hin zu einer klimaneutralen Produktion kann und wird die Batterie eine besondere Rolle spielen. Einen besonderen Stellenwert haben Batterien für die gesamte Automobilindustrie beim angestrebten Wechsel vom Verbrennungsmotor hin zu Elektromotoren.

 

Die Forschung und Entwicklung neuer Batterietypen ist eine zukunftsweisende Aufgabe, die wir als politisch Verantwortliche begleiten müssen. Wir dürfen nicht zulassen, dass die Produktion und das damit verbundene Know-how in andere Länder verlegt werden. Das birgt große Gefahren für unsere Gesellschaft und unsere Wirtschaft.

 

Die Ratsfraktionen von SPD, CDU, Bündnis 90/Die Grünen und Hagen Aktiv sowie die Ratsgruppen von Die Linke, FDP, BfHo, HAK und die Einzelvertreterin von Die Partei im Rat der Stadt Hagen bitten die Landesregierung NRW eindringlich um Unterstützung. Gemeinsam muss es gelingen, den Hawker-Produktionsstandort Hagen und damit die für die Stadt und die Region so wichtigen Arbeitsplätze zu erhalten.

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Abstimmungsergebnis:

 

X

 Einstimmig beschlossen

 

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Anlagen zur Vorlage