10.12.2019 - 5 Mitteilungen
Grunddaten
- TOP:
- Ö 5
- Sitzung:
-
Sitzung des Frauenbeirates
- Gremium:
- Frauenbeirat
- Datum:
- Di., 10.12.2019
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 18:10
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
Die Gleichstellungsbeauftragte Sabine Michel teilt zunächst den aktuellen Stand zum Verhütungsmittelfonds mit. Erstmals wird für die Haushaltsjahre 2020/2021 ein Verhütungsmittelfonds mit jeweils 20.000,- € für Hagen eingerichtet. Der Fonds soll vom Fachbereich Gesundheit und Verbraucherschutz (53) verwaltet werden.
Danach berichtet sie, dass die Bearbeitung des Beschlusses des Frauenbeirates vom 10. April 2019, für die Gleichstellungsstelle auf Dauer eine zusätzliche 50%-Stelle für eine weitere Mitarbeiterin einzurichten, angestoßen wurde. Weitere Gespräche stehen an.
Des Weiteren berichtet Sabine Michel vom Internationalen Männertag am 19. November 2019. Im Rahmen der Personalversammlung der Stadtverwaltung Hagen hat die Gleichstellungsstelle für Frauen und Männer zum Internationalen Männertag Blöcke an die männlichen Beschäftigten verteilt. Mit positiver Resonanz. Blöcke werden als Muster in Umlauf gegeben. Außerdem fand bereits am 08. November 2019 in Kooperation mit Thalia eine interaktive Lesung mit Björn Süfke, einem Autor und Männertherapeuten, zum Internationalen Männertag statt. Viele (weibliche) Follower*innen waren bei Instagram zu verzeichnen.
Sabine Michel erinnert auch an die Veranstaltung des Runden Tisches gegen häusliche Gewalt Hagen (RT) in der Fußgängerzone vor und in den Räumen von Thalia anlässlich des alljährlichen Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen am Montag, 25. November 2019, von 12.00 Uhr bis 18.00 Uhr. 122 Schuhpaare wurden symbolisch für die weiblichen Todesopfer häuslicher Gewalt in Deutschland im Jahr 2018 öffentlichkeitswirksam aufgestellt. Durch die Verteilung von Give-aways in Herzform wurde die Hagener Bevölkerung für das Thema sensibilisiert. Das WDR-Studio Dortmund hat berichtet. Es gab viele positive Rückmeldungen.
Außerdem weist sie auf die ebenfalls an diesem Tag vom ZONTA Club Hagen Area durchgeführte Aktion “orange-your-city“ hin, bei der zahlreiche öffentliche Gebäude in Hagen mit orangefarbenem Licht angestrahlt wurden.
Frau Michel weist darauf hin, dass das Netzwerk Hagener Frauengruppen am 21. November 2019 und am 09. Dezember 2019 getagt hat. Hintergrund für diese dicht aufeinander folgenden Termine war zum einen die Planung und Organisation des Internationalen Frauentages 2020 mit der Entwicklung eines gemeinsamen Flyers und zum anderen die veränderte Namensgebung (Hagener Frauen Netzwerk) sowie die Auswahl eines einheitlichen Logos. Sie präsentiert die Entwürfe.
Elke Ackermann erinnert an den Vorschlag für die blau-gelbe Farbvariante.
Sabine Michel teilt mit, dass mehrheitlich für eine brombeerrote Variante gestimmt wurde.
Sabine Michel bittet alle Frauen, die sich mit ihrer Institution/Organisation/Partei etc. mit einer Veranstaltung an dem Internationalen Frauentag beteiligen möchten, ihren Veranstaltungshinweis mit Datum, Uhrzeit, Ort und Text bis zum 20. Dezember 2019 der Gleichstellungsstelle zukommen zu lassen. Bis zum 15. Januar 2020 muss ein erster Entwurf des Flyers entwickelt worden sein, der dann zur weiteren Bearbeitung an die Hausdruckerei der Stadt Hagen weitergegeben wird.
Frau Michel teilt mit, dass aufgrund der aktuellen Termindichte in der Gleichstellungsstelle die Weitergabe der Fragen an den Fachbereich Jugend und Soziales (55) noch nicht erfolgen konnte. Das soll auf jeden Fall nachgeholt werden.
Kirsten Pinkvoss äußert Kritik hinsichtlich der suboptimalen Berichterstattung zum Haushaltsplanentwurf in der letzten Sitzung.
In der Sondersitzung des Frauenbeirates am 06. November 2019 wurde die Vorlage 0947/2019 "Beratung des Haushaltsplanentwurfs 2020/2021" in 2. Lesung beraten und letztendlich mit zwei Ergänzungen bzw. Änderungen (zum Verhütungsmittelfonds und zu den Stellen in der Gleichstellungsstelle) einstimmig beschlossen.
Aufgrund der Tatsache, dass extra kurzfristig eine Sondersitzung mit einer zweiten Lesung zu dem o.g. TOP einberufen wurde, äußerten alle Mitglieder des Frauenbeirates ihre Unzufriedenheit bzgl. der von 20 erwarteten, aber nicht geleisteten, ergänzenden Informationen. Die Erwartungen des Gremiums hinsichtlich der Beantwortung der in der Sondersitzung des Frauenbeirates am 06. November 2019 aufgeworfenen Fragen wurden seitens der Verwaltung nicht erfüllt.
Der Frauenbeirat fordert daher die Verwaltung auf, Haushaltsplanentwürfe in Zukunft so zu gestalten, dass diese sich auf Positionen beziehen, die für den Frauenbeirat von Interesse und wichtig sind. Die Entwürfe sind so zu erstellen, dass sie vollständig sind und die gesamte Haushaltssituation in der jeweiligen Sitzung für alle Mitglieder einsehbar ist. Kürzungen sind so zu ergänzen, dass sie strukturell und inhaltlich nachvollziehbar sind. Die betroffenen Fachbereiche sollen bei der Erstellung und Präsentation des Haushaltsplanentwurfes für den Frauenbeirat hinzugezogen werden.
Der Frauenbeirat bittet die Gleichstellungsstelle um eine Rückmeldung an den Fachbereich Finanzen und Controlling (20).
Kirsten Pinkvoss berichtet ergänzend vom Erfolg des “Rudel-Singens“ in der FernUniversität am 29. November 2019. Sie teilt mit, dass der Reinerlös dieser ausverkauften Benefizveranstaltung in Höhe von mehr als 2.000,- € an ein Projekt zum Thema Kinderehen geht. Der Aufwand für die Durchführung der Veranstaltung war zwar hoch, aber die Resonanz gut und somit der Effekt auch gut. Für eventuelle weitere Veranstaltungen werden Kooperationen gesucht.
Wilma Panzer geht auf die positiven pressemäßigen Berichterstattungen ein. Sie teilt mit, dass zur Unterstützung des Frauenhauses Hagen Gelder beantragt wurden und es gelungen ist, die Ratsmitglieder für das Thema zu sensibilisieren, so dass 10.000,- € zusätzlich in den Haushaltsplan 2020/2021 aufgenommen und bewilligt wurden.
Kirsten Pinkvoss kommt in diesem Zusammenhang nochmals auf das Thema Einrichtung eines Verhütungsmittelfonds zurück und stellt den positiven Erfolg heraus. Sie kritisiert, dass sich diesen in der Außendarstellung in erster Linie Männer zugeschrieben haben. Dies hat sie kurz irritiert. Letztendlich ist dieser Aspekt aber zu vernachlässigen, da es in der Sache zu diesem Thema ein herausragend guter Erfolg ist.
Ramona Timm-Bergs berichtet ergänzend zu diesem Thema aus dem Sozialausschuss (SOA). Sie teilt mit, dass neben dem Verhütungsmittelfonds auch ein Zuschuss für die AIDS-Hilfe in Höhe von 7.500,- € über alle Parteigrenzen hinweg nachträglich bewilligt wurde. Sie freut sich, mitteilen zu können, dass Andreas Rau, der Leiter der Hagener Beratungsstelle der AIDS-Hilfe, zugesagt hat, zur Unterstützung des Verhütungsmittelfonds kostenlos Kondome für Männer zur Verfügung zu stellen.
Erika Enders weist auf die Spenden-/Sammeldose für die AIDS-Hilfe Hagen hin und gibt diese in Umlauf.
Es gibt keine weiteren Mitteilungen.
Da die technischen Probleme am PC trotz der Unterstützung des von Frau Dauben hinzugezogenen Kollegen Thorsten Banski (Behördlicher Datenschutzbeauftragter) noch nicht behoben werden konnten, wird die Sitzung des Frauenbeirates von 18.40 Uhr bis 19.00 Uhr unterbrochen.
