19.02.2019 - 6 Integrationskonzept der Stadt Hagen

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Wortprotokoll

Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:

 

Kirsten Pinkvoss begrüßt zu diesem Tagesordnungspunkt nochmals Güler Kahraman vom KI und übergibt das Wort an sie.

 

Güler Kahraman stellt das Integrationskonzept anhand einer PowerPoint-Präsentation zur Vorlage 0964/2018 vor. Die Präsentation wird als Anlage dem Protokoll beigefügt. Sie geht zunächst kurz auf die zeitliche Entwicklung ein. Im Juni 2012 wurde in Hagen das erste kommunale Integrationskonzept vom Rat der Stadt beschlossen. Dieses Konzept war die Voraussetzung für die Gründung des KI. Die Umsetzung des Integrationskonzeptes wurde federführend durch das KI koordiniert. Im Mai 2017 gab das KI durch eine große Auftaktveranstaltung den Anstoß zur Fortschreibung. Zusammen mit ca. 80 Fachkräften aus der Hagener Integrationsarbeit wurden die Themen erarbeitet. Nun befindet sich das fortgeschriebene Konzept seit ca. einem dreiviertel Jahr im Gremiendurchlauf.

 

Frau Kahraman stellt die drei Handlungsfelder Bildung, Ausbildung und Arbeit sowie Teilhabe vor. Sie geht kurz auf die insgesamt 27 Leitziele in neun thematisierten Blöcken ein.

 

Nach ihrer Präsentation steht Güler Kahraman für Fragen zur Verfügung.

 

Erika Enders macht darauf aufmerksam, dass auf Menschen mit Behinderung nicht explizit eingegangen wird.

 

Barbara Dorau kritisiert, dass Angebote für Frauen in Bezug auf besondere Maßnahmen für Migrantinnen in dem Konzept fehlen. Diesbezüglich führt sie ein Beispiel aus dem Eigentümerstammtisch im Rahmen des Quartiersmanagements an. Es gibt einen Wohnungsführerschein mit männerspezifischen Angeboten für Wohnungen, wenn Hausmeistertätigkeiten übernommen werden. Es sollten vielleicht besondere verpflichtende Kurse für Frauen angeboten werden. Verpflichtend deshalb, weil sie an Kursen sonst aus familiären Gründen nicht teilnehmen dürfen.

 

Frau Kahraman kann das Bedürfnis und den Wunsch nach Regelung nachvollziehen. Sie erteilt ein deutliches “Ja“ zu den Angeboten, aber nicht zur Verpflichtung. Sie verweist auf das separate Integrationskonzept zur Zuwanderung aus Südosteuropa (SOEu), in dem auf die besonderen Themen eingegangen wird.

 

Kirsten Pinkvoss fragt nach, warum der Frauenbeirat bei diesem Konzept für SOEu nicht in die Beratungsfolge aufgenommen wurde. Sie bittet den Bereich um Informationen in der nächsten Sitzung des Frauenbeirates.

 

Anja Engelhardt weist darauf hin, dass Gremien noch Vorschläge einbringen können. Sie schlägt eine Formulierung vor: “Bei der Konkretisierung sind die Zielgruppen der Frauen und der Behinderten sowie das dritte Geschlecht zu berücksichtigen.“

 

Karin Köppen schlägt vor, eine Stellungnahme abzugeben.

 

Angelika Kulla appelliert, zu dem Integrationskonzept zur Zuwanderung aus SOEu nachträglich einen Änderungsantrag zu stellen.

 

Kirsten Pinkvoss verweist an den Rat der Stadt Hagen.

 

Güler Kahraman erklärt, dass sie Genderaspekte unter Vorbehalt aufnehmen kann. Nach der Beschlussfassung wird es unter Federführung des KI eine Steuerungsgruppe geben, die die Maßnahmen konkretisieren wird. Sie weist darauf hin, dass 2017 in den Workshops der Auftaktveranstaltung die Maßnahmen festgelegt wurden. Sie schlägt vor, die Aspekte weiter mitzudenken. Sie kann sich vorstellen, für Menschen mit Behinderung und Frauen sowie geschlechtsneutrale Sprache einen Fokus zu finden.

 

Frau Kahraman thematisiert die männliche Verschriftlichung und schlägt vor, einen vereinheitlichenden Beschluss hinsichtlich gendergerechter Sprache zu fassen.

 

Kirsten Pinkvoss geht darauf ein, dass die Antwort auf die Frage, wie gendergerecht formuliert wird, noch offen ist. Jede Person hat ein eigenes Prinzip. Unter Hinweis auf das studentische Projekt schlägt sie vor, ein einheitliches Sprachbild entwickeln und beschließen zu lassen und die Broschüre danach zu überarbeiten. Sie bietet Frau Kahraman an, eine aktuelle Fassung eines per E-Mail zur Verfügung gestellten Integrationskonzeptes vorab sprachlich gendergerecht zu überarbeiten.

 

Abschließend bedankt sich Frau Pinkvoss im Namen des gesamten Frauenbeirates bei Güler Kahraman für die Präsentation und den Austausch.

 

Die Vorsitzende Kirsten Pinkvoss schlägt verschiedene Formulierungen für eine Beschlussfassung vor. Nach einer Diskussion unter den Mitgliedern des Frauenbeirates wird letztendlich vorgeschlagen, die Verwaltung zu bitten, das Integrationskonzept sprachlich gendersensibel anzupassen.

 

Frau Pinkvoss stellt die Vorlage 0964/2018 zur Abstimmung. Die Vorlage wird zur Kenntnis genommen und ergänzt.

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Beschluss:

 

Der Frauenbeirat empfiehlt dem Rat der Stadt Hagen das Integrationskonzept zu beschließen.

Der Frauenbeirat bittet darum, das Integrationskonzept sprachlich gendersensibel anzupassen.

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Abstimmungsergebnis:

 

 

Ja

Nein

Enthaltung

SPD

4

 

 

CDU

4

 

 

Bündnis 90/ Die Grünen

1

 

 

Hagen Aktiv

1

 

 

Die Linke

1

 

 

AfD

1

 

 

FDP

-

-

-

BfHo/Piraten Hagen

1

 

 

Diverse Hagener Frauengruppen

5

 

 

 

 

x

Einstimmig beschlossen

 

Dafür:

18

Dagegen:

0

Enthaltungen:

0

 

 

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Anlagen zur Vorlage

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Anlagen