02.07.2019 - 6.3 Sachstandsbericht zur Gefährdung von Brücken du...

Beschluss:
geändert beschlossen
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Wortprotokoll

Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:

 

Herr Romberg führt aus, dass in der Vorlage steht, dass das Klebeverfahren an der Rampe (Arbeitsamt) wohl nicht möglich ist. Er kann der Vorlage nicht entnehmen ob jetzt ganz auf das Vorhaben verzichtet werden soll oder es eine andere Sanierungsmöglichkeit gibt.

Herr König hat die Frage, in der Vorlage wird dargestellt, dass für die Fuhrparkbrücke und Ischelandbrücke Verkehrsbeschränkungen umgesetzt wurden. Dies ist sicherlich formal richtig aber in der Praxis hält sich niemand daran. Die Verkehrszeichen werden aufgestellt aber deren Einhaltung nicht kontrolliert. In der Ursprungsvorlage wurde die Ischelandbrücke noch aufgezählt, in der hier vorliegenden wird sie nicht mehr erwähnt. Ist für diese Brücke auch weiterhin eine Sanierung angedacht. Bei der Brücke an der Eilper Straße wurde die Tonnage auf 30 Tonnen begrenzt. Für die zukünftigen Umgehungsverkehre der Marktbrücke soll an der Einmündung zur Eilper Straße ein Kreisverkehr gebaut werden. In welchem Umfang wird die Eilper Brücke saniert und ist dies schon Zeitmäßig eingeplant. Es ist nicht sinnvoll, eine Umleitung einzurichten, die nur eingeschränkt nutzbar ist. Die Eckeseyer Brücke, die für den Verkehr auf der Straße und auf der Schiene wichtig ist, ist nicht mehr mit einem Ankündigungsverfahren versehen. In der Auflistung der Reihenfolge der zu sanierenden Brücken findet sie sich ganz hinten wieder. Finden sich diese Maßnahmen auch in den Haushaltsplanberatungen wieder und wie ist der zeitliche Ablauf. Denn die Planungen für die Sanierung der beiden zentralen Brücken über die Eisenbahn müssen jetzt schon laufen. Sollte die Eckeseyer Brücke plötzlich nicht mehr nutzbar sein, können auch die Züge den Bahnhof nicht mehr anfahren. Deshalb seine Bitte, zu prüfen ob dies personell und organisatorisch zu bewältigen ist und einen entsprechenden Zeitplan auszuarbeiten.

Herr Keune führt aus, dass man sich in naher Zeit konzeptionell besser aufstellen müsse. Sei es zu der Strategie, die bei der Sanierung verfolgt wird, die 2. Ebene oder in welcher Reihenfolge die Brücken saniert werden. Die Brücken Eckeseyer Straße und Fuhrparkbrücke hängen zusammen, weil sie nämlich beide den Hauptschienenstrang der Bahn betreffen. Man wird mit der Bahn Gespräche führen um eine Zeitfenster für die Sanierung / Neubau zu finden. Wenn die Eckeseyer Brücke dann zur Sanierung ansteht, müssen die Entscheidungen zur weiteren Verkehrsführung und der 2. Ebene getroffen sein. Diese Konzeption wird man in einen Gesamtzusammenhang stellen müssen und noch weiter ausarbeiten.

Herr Dahlhaus (WBH) sagt, dass der Verkehrsgutachter den Vorschlag mit dem neue Verfahren, mit dem aufkleben der Lamellen auf den Beton gemacht habe. Dieses Verfahren kann man sehr gut bei statisch beanspruchten Bauwerken anwenden, also bei Pfeilern. Bei Brückenüberbauten, also dynamisch beanspruchten Brückenbauwerken, sieht die Sache etwas anders aus. Diese bewegen sich und da ist die Krafteinleitung eine andere. Nach Rücksprache mit dem Hersteller habe man erfahren, dass nur noch die Möglichkeit besteht die Lamellen einzuschlitzen. Das heißt, man macht Schlitze in den Beton und klebt die Lamellen hinein. Dadurch ist die Kraftübertragung deutlich besser. Das Problem ist, das bei diesen alten Brücken die Überdeckung des Bewehrungsstahls recht unterschiedlich ist, sodass man beim „schlitzen“ den Stahl beschädigen könne. Durch die Stadt wurde in Aussicht gestellt, dass man mit Eröffnung der Bahnhofshinterfahrung auf diese Auffahrtrampe verzichten könne. Aus Sicht der WBH wäre dies vorteilhaft, da die ganze Konstruktion nicht mehr dem heutigen Standard entspricht. Es gibt einmal die Problematik mit dem Überbau, der als Kragarm hergestellt wurde und auch verstärkt werden müsse. Dies ist sehr Kostenintensiv. Die Schädigung an dem Teilbauwerk 3 an der Fuhrparkbrücke hat zu einer Verkehrseinschränkung, LKW verbot, geführt. Zzt. ist dort eine Notunterstützung installiert. Es ist schon schwierig gewesen die Ansprechpartner für dieses Projekt herauszufinden. Allein schon bei der Planung der Notunterstützung haben sich sehr viele Fragen aufgetan. Bei einem Neubau wird sich die Anzahl der aufkommenden Fragen noch erhöhen. Die Sanierung der Eckeseyer Brücke wird aufgrund der beengten Platzverhältnisse ähnlich aufwändig sein. Nach Auswertung eines zweiten Gutachtens stellt sich heraus, dass die Eckeseyer Brücke stärker geschädigt ist. Hier besteht die Möglichkeit ein Monitoring-System, entsprechend dem an der Stennertbrücke, zu installieren. Kostentechnisch ist dies gleich zu sehen, da man durch zu leistende Vorarbeiten unmittelbar in den Bahnbetrieb eingreifen müsse. Aus der Sicht des WBH ist dies notwendig um dieses Bauwerk für die spätere Erneuerung erhalten zu können.

Herr Dr. Ramrath fragt nach, ob dieses Monitoring-Konzept die Zielvorstellung sei und ob schon die Realisierung geplant sei.

Herr Dahlhaus erklärt, dass für das Messkonzept und die Ausführungsplanung schon ein Auftrag erteilt wurde. Nach der Ausführungsplanung könne man direkt in der Örtlichkeit installieren.

Herr Dr. Ramrath erkundigt sich danach ob in den Gesprächen mit der Bahn auch über eine Kostenbeteiligung gesprochen wurde. Die Bahn ist hier auch Vorteilsnehmer eines solchen Monitorings, weil dadurch ein frühzeitiger Eingriff in den laufenden Bahnverkehr verhindert wird.

Herr Dahlhaus sagt, dass man bezüglich des Monitoring noch nicht mit der Bahn gesprochen habe. Bei der Notunterstützung an der Fuhrparkbrücke profitiert die Bahn von der Verlegung der Stromleitungen. Hier werde man versuchen die Bahn an den Kosten zu beteiligen.

Herr König fragt nach, ob die Eilper Brücke in Zusammenhang mit dem Kreisverkehr saniert werde und was passiert mit der Ischelandbrücke.

Herr Dahlhaus führt aus, dass für die Eilper Brücke eine Gewichtsbeschränkung auf 30 Tonnen, beide Richtungen, eingerichtet wurde. Es können auch 44 Tonnen-Sattelzüge die Brücke befahren, da in diesem Fall die Zugmaschine und der Anhänger getrennt betrachtet werden. Sonstige anfallende Schwertransporte müssen auch durch den WBH genehmigt werden, bei Bedarf könnte man hier noch unterstützende Maßnahmen vereinbaren.

Herr König sagt, die Eilper Straße soll zukünftig die Umleitungsverkehre von der Marktbrücke aufnehmen. Bleibt die Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Brücke dann bestehen.

Herr Dahlhaus erklärt, dass im Gutachten verschiedene Maßnahmen vorgeschlagen wurden die umgesetzt wurden.

Herr Dr. Ramrath fragt nach dem noch erwarteten Umleitungskonzept für die Zeit wenn die Marktbrücke umgebaut wird.

Herr Keune führt aus, dass dieses Konzept in Arbeit ist.

Herr Dr. Ramrath erinnert an die Anfrage zur Ischelandbrücke.

Herr Dahlhaus sagt, dass sich an der Situation der Ischelandbrücke nichts geändert habe. Die Problematik mit der Beschichtung besteht noch. Die Planung der Sanierung steht jetzt an. Die Thematik wird geklärt und evtl. die Beschichtung entfernt und durch eine rissfeste überbrückende ersetzt werden. Die Beschichtung wurde in der Vergangenheit aufgrund von abplatzenden Betonschäden vorgenommen. Ob davon das ganze Brückenbauwerk betroffen ist oder nur der Überbau muss im Zuge der Planung geklärt werden.

Herr Dr. Ramrath sagt, dass man im Zusammenhang mit der Eckeseyer Brücke und darüber hinaus erst das Gesamtkonzept haben müsse, wie mit der Ebene 2 umzugehen ist. Wie soll die Verkehrsachse B54 organisiert werden. Dazu gab es Überlegungen und einen Vortrag von Herrn Mesenholl. Wie und in welchem Zeitrahmen soll dies weitergeführt werden. Hier kann man die Situation nicht isoliert betrachten sondern benötige ein Gesamtkonzept.

Herr Keune kann dazu keine Angaben machen.

Herr König äußert die Befürchtung, dass diese Projekte nicht mit den personellen, organisatorischen und finanziellen Ressourcen ausgestattet werden. Im Juli 2018 hatte man den Vortrag von Herrn Mesenholl. Jetzt müsse man die Probleme angehen. Von daher nochmal konkret die Frage, ob die dazu notwendigen Voraussetzungen gegeben sin. Er hat den Eindruck das sei nicht der Fall.

Herr Dr. Ramrath sagt, man werde die Verwaltung bitten bis zur nächsten Sitzung einen neuen Sachstand dazu abzugeben.

Herr Panzer ist der Meinung, dass man sich rechtzeitig Gedanken über diese Problematik machen solle.

Herr Dr. Ramrath formuliert einen Beschlusszusatz und über diesen lässt er abstimmen.

 

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Beschluss:

 

Der Sachstandsbericht sowie das geplante Sanierungs- bzw. Erneuerungs- programm wird zur Kenntnis genommen.

 

Die Verwaltung wird beauftragt, bis zur nächsten Sitzung einen Bericht zur weiteren Vorgehensweise bei der Sanierung bzw. Erneuerung der Brückenbauwerke Marktbrücke, Fuhrparkbrücke und Eckeseyer Brücke (2-Ebene) vorzulegen.

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Abstimmungsergebnis:

 

 

Ja

Nein

Enthaltung

SPD

5

 

 

CDU

5

 

 

Bündnis 90/ Die Grünen

2

 

 

Hagen Aktiv

1

 

 

Die Linke

1

 

 

AfD

-

 

 

FDP

1

 

 

BfHo/Piraten Hagen

1

 

 

 

 

x

Einstimmig beschlossen

 

Dafür:

16

Dagegen:

0

Enthaltungen:

0

 

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