15.12.2005 - 1 Einwohnerfragestunde
Grunddaten
- TOP:
- Ö 1
- Sitzung:
-
Sitzung des Rates der Stadt Hagen
- Gremium:
- Rat der Stadt Hagen
- Datum:
- Do., 15.12.2005
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 15:00
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
a)
Frau T. fragt nach, ob eine Beschlussfassung
zu den Planungen des Evolutionsparks trotz des nicht genehmigten Haushaltes
zulässig sei.
Herr
Oberbürgermeister Demnitz erläutert die Erforderlichkeit der heutigen Beschlussfassung
zur Vorbereitung einzelner Untersuchungen, die sich aber für den städtischen
Haushalt unabhängig darstelle. Zukünftige Beschlüsse hinsichtlich des
Evolutionsparks werden sich vereinzelt auf den städtischen Haushalt auswirken.
b)
Herr K. möchte wissen, ob die durch die 1
€ Arbeitskräfte entstandenen Gewinne in der Straßenreinigung entsprechend
bei den Grundstückskostenabrechnungen der Grundstückeigentümer berücksichtigt
werden.
Herr Dr.
Schmidt klärt Herrn K. darüber auf, dass das Aufgabengebiet der Straßenreinigung
ein kostendeckendes Geschäft sei. Der Einsatz von 1 € Kräfte erfolge
dort, wo zusätzliche Arbeiten im jeweiligen Aufgabengebiet anfallen und wo
keine Anliegerbeiträge entstehen.
Auf die
Anmerkung von Herrn K., dass er 1 € Arbeitskräfte bei der
Straßenreinigung beobachtet hätte, entgegnet Herr Dr. Schmidt, dass sich
stellenweise Qualifizierungsnotwendigkeiten ergäben. Vorrangig werden 1 €
Arbeitskräfte unter der Aufsicht der ARGE für zusätzliche und gemeinnützige
Arbeiten eingesetzt.
c) Herr P. möchte von Herrn
Oberbürgermeister Demnitz als Aufsichtsratsmitglied des Werkhofs wissen, welcher
besondere Arbeitsmarkt im Beteiligungsbericht 2003 der Stadt Hagen der
Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft Werkhof gem. GmbH auf Seite 325
angesprochen werde.
Darüber hinaus
möchte Herr P. wissen, welche konkreten Eingliederungsmaßnahmen die ARGE
für ältere Langzeitarbeitslose im Geschäftsjahr 2006 plane. Die für das Jahr
2005 vorgesehenen Fördermittel wären von der ARGE bisher ungenutzt geblieben.
Herr
Oberbürgermeister Demnitz klärt Herrn P. darüber auf, dass er nicht
mehr im Aufsichtrat des Werkhofsvereins und der Werkhof GmbH vertreten sei.
Herr Dr. Schmidt informiert Herrn P., dass
der Werkhof über 800 Personen, darunter auch Jugendliche, beschäftige, die
fachlich betreut und auf den freien Arbeitsmarkt vorbereitet werden.
Herr Rumberg berichtet von der zurzeit
stattfindenden Eingliederungsplanung 2006, bei denen eine Vielzahl an 1 €
Arbeitstellen besetzt werden können. Darüber hinaus werden weitere
Qualifizierungs- und Fortbildungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen, die individuell
genutzt werden können. Ergänzend werden wieder Vermittlungsgutscheine und
besondere Maßnahmen für Jugendliche angeboten.
Frau
Machatschek betont die Wichtigkeit der unterschiedlichen
Zielgruppen und bestätigt, dass sich die politischen Vertreter zukünftig
intensiv mit der Thematik auseinander setzen werden.
Herr Sondermeyer merkt an, dass das Maßnahmeziel,
Einsatz von 1 € Arbeitskräfte, proportional unverhältnismäßig sei.
d)
Im Nachgang
zum Antwortschreiben vom Ersten Beigeordneten Herrn
Dr. Schmidt an Herrn P.
in der Angelegenheit “Abriss der Konzertmuschel
Hohenlimburg” zitiert Herr
O. aus diesem und möchte von Herrn Ober-
bürgermeister Demnitz wissen,
ob die in dem Antwortschreiben angegebene
Zusätzlichkeit im Sinne des § 199
SGB III gegeben ist.
Ergänzend
möchte Herr O. wissen, ob das von ihm zitierte Antwortschreiben einer
Überprüfung durch die Kommunalaufsicht Stand halte und ob Herr Oberbürgermeister
Demnitz bereit wäre an einer öffentlichen Podiumsdiskussion in dieser
Angelegenheit teilzunehmen.
Herr
Oberbürgermeister Demnitz bejaht die Fragen zur Zusätzlichkeitsdefinierung
nach SGB III und einer gegebenenfalls rechtlichen Überprüfung durch die Kommunalaufsicht.
Die Bereitschaft zur Teilnahme an einer öffentlichen Diskussionsrunde unter
Mitwirkung vom Ersten Beigeordneten Herrn Dr. Schmidt bestehe, wenn
entsprechende Rahmenbedingungen hinsichtlich einer Terminabstimmung vorlägen.
e) Auf die Frage von Herrn O., wann
und wie das angewandte Heizkostenabrechnungssystem rechtlich abgesichert wurde,
antwortet Herr Dr. Schmidt, dass über diese Thematik in den
entsprechenden Ausschüssen von sozialerfahrenen Mitgliedern ausführlich beraten
wurde und bietet Herrn O. ein persönliches Aufklärungsgespräch an.
Herr Steuber greift die
weiteren Ausführungen von Herrn O. auf und teilt hierzu mit, dass es
sich bei der heute zu beratende Verwaltungsvorlage um ein einfaches Geschäft
der laufenden Verwaltung handele. Aufgrund der Wichtigkeit werde die Vorlage
dem Rat heute zur Kenntnis gebracht. Herr Steuber bestätigt die Aussage
von Herrn Dr. Schmidt dahingehend, dass Herrn O. mehrfach ein Beratungsgespräch
angeboten wurde. Zusätzlich werde zum 31.12.05 eine erneute Abstimmung mit der
Mark-E bezüglich neuer Abrechnungswerte erfolgen.
Herr O. stellt
Detailfragen zu einer Veranstaltung des Werkhofes. Herr Oberbürgermeister
Demnitz stellt fest, dass dies keine Fragen von allgemeinen kommunalpolitischen
Interessen sind.
f)
Auf die Frage von Herrn E., ob die
angedachte Sanierung und Verschöne-
rung des
Bodelschwinghplatzes in Wehringhausen planmäßig erfolge, antwortet
Herr
Grothe, dass der Bodelschwinghplatz in einem Landesförderprogramm ge-
kürt wurde. Das Projekt sei zur
Förderung 2006 angemeldet.
Die beteiligten Gremien werden ab Januar 2006 mit in die Beratung einbezogen,
so dass eine Umsetzung des Platzes sehr wahrscheinlich erscheine.
g)
Frau D. möchte wissen, wie sich
behinderte Menschen arbeitsmäßig
integrieren sollen. Ihrer Auffassung nach gäbe es hierzu nur sehr wenige
Ange-
bote.
Herr Dr. Schmidt klärt darüber auf, dass vorhandene
Qualifizierungsmöglichkeiten in Hagen, auch für behinderte Menschen,
umfangreich zur Verfügung stehen. Die Vermittlung in einem geeigneten
Arbeitsplatz hingegen gestalte sich im Moment sehr schwierig.
