10.09.2019 - 7 SeniorenumfrageBericht der FH Dortmund
Grunddaten
- TOP:
- Ö 7
- Sitzung:
-
Sitzung des Sozialausschusses
- Datum:
- Di., 10.09.2019
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:
Frau Timm-Bergs begrüßt zu diesem Tagesordnungspunkt ganz herzlich Herrn Prof. Dr. Boecker und die Studierenden der Fachhochschule Dortmund, die ihn begleiten.
Herr Prof. Dr. Boecker und die Studierenden stellen den Bericht zur Seniorenumfrage vor (siehe Anlage zu TOP 7).
Frau Timm-Bergs bedankt sich für den interessanten Vortrag.
Frau Cramer schließt sich dem Dank an. Sie sei seit 42 Jahren Vorsitzende der Ortunion Fley / Helfe und kümmere sich in der Funktion um die Bedürfnisse der Bewohner dieses Stadtteils. In dem Vortrag sei deutlich geworden, dass die Menschen direkt angesprochen werden wollten. Gerade der Stadtteil Helfe sei bekannt für das ökumenische Zentrum. Dort gebe es zahlreiche Aushänge, die auf verschiedenste Veranstaltungen hinwiesen. Es gebe außerdem jedes Jahr die Helfer Herbs- und Musiktage, die gerade für Senioren interessant seien.
In Helfe gebe es auf engstem Raum zwei Seniorenheime. Die Menschen, die dort wohnten, zögen sich zurück und seien schwer zu erreichen. Sie stelle fest, dass die Befragung eines Hagener Stadtteils sehr relativ sei.
Die Vertreterin der Fachhochschule bestätigt die Annahme, dass einige dieser Menschen direkt angesprochen werden müssten, da sie nicht die Möglichkeit hätten, die Aushänge zu lesen.
Herr Thieser beschreibt die Wohnsituation älterer Menschen, die teilweise 40 Jahren mit ihren Familien in Häusern gewohnt hätten. Das führe dazu, dass sie mit zunehmenden Alter Barrieren hätten. Es gebe eine große Nachfrage nach barrierefreiem Wohnraum in Hagen. Es stelle sich die Frage, ob man den Menschen in ihren Häusern helfe, diese barriereärmer zu gestalten oder ob man alternativen Wohnraum anbieten müsse, um deren Lebensituation zu verbessern. Die erste Alternative werde man nicht leisten können. Daher müsse man sich auf die zweite Alternative konzentrieren. Es sei ja seitens der Vortragenden der Hinweis gekommen, dass man im Stadtteil für diese Menschen einen Ansprechpartner benennen müsse. Das sei das tägliche Geschäft von Bezirksverwaltungsstellen in einem Stadtteil und gelte im übrigen nicht nur für ältere Menschen.
Frau Sauerwein erinnert daran, dass der Beschluss des Sozialausschusses auf Empfehlung des Seniorenbeirates erfolgt sei. Sie sei froh, dass man seinerzeit die Initiative ergriffen habe. Die Ergebnisse der Umfrage seien sehr interessant und sicher Grundlage für weitere Beratungen. Die beschriebenen Tendenzen von Vereinsamung von älteren Menschen beschäftige auch den Seniorenbeirat immer wieder. Es gebe Beratungsstrukturen in Hagen. Es gebe aber einen gewissen Prozentsatz von Menschen, die diese nicht nutzen könnten. Man sei dabei, einen Weg zu finden, wie man diese Menschen mit Hilfe einer niederschwelligen Anlaufstelle erreichen könne.
Diese Thematik sollte auf jeden Fall in dem Integrierten Stadtteilkonzept berücksichtigt werden.
Herr Ludwig möchte im Hinblick auf die Ausführungen zum Stadtteil Dahl darauf hin weisen, dass das Volmetal noch 13 km weitergehe bis zur Stadtgrenze.
Ihm sei wichtig, dass auch die Stadtteile Priorei und Rummenohl betrachtet werden müssten, um das Ergebnis für Dahl representativ zu machen.
Herr Wegener teilt mit, dass er aus den Ergebnissen zwei wichtige Erkenntnisse mitgenommen habe. Die Frage nach der ärztlichen Betreuung im Stadtteil sei von großer Bedeutung für die älteren Menschen. Daneben funktioniere die Nachbarschaft nicht mehr in der Form wie früher. Ein weiteres zunehmendes Problem sei, dass in den Randbereichen von Hagen die Einkaufsmöglichkeiten für den täglichen Bedarf nicht mehr gegeben sei. Diese Dinge werde man intensiv hier im Ausschuss beraten müssen, wenn das gesamte Ergebnis der Umfrage vorliege.
Frau Gleiß nimmt Bezug auf den Wortbeitrag von Herrn Ludwig und teilt mit, dass auch die Senioren in den Stadtteilen Priorei und Rummenohl angeschrieben worden seien. Die Ergebnisse würden noch im Ausschuss vorgestellt.
Herr Quadt weist darauf hin, dass Behinderung keine Frage des Alters sei und man daher bitte nicht nur die Situation der älteren Menschen betrachten solle. Aus dem Grund seien alterative barrierefreie Wohnformen für alle Menschen anzubieten.
Herr Goldbach dankt den Studierenden für die guten Einblicke, die die Befragung ergeben hätten. Man werde die Ergebnisse bündeln, wenn auch die anderern Stadtteile ausgewertet worden seien. Man werde für den Sozialausschuss eine entsprechende Vorlage fertigen und zur Beratung vorlegen. Die hohe Beteiligung von 40 % habe eine große Aussagekraft, dass man Wert darauf lege, seine Meinung mitzuteilen. Er sei positiv beeindruckt von diesem starken Rücklauf. Man müsse sich unter dem Gesichtspunkt, wie sich Strukturen in einer Stadt verändern würden, überlegen, wie man die Unterstützungsleistungen optimal organisieren könne. Mit diesen Zukunftsfragen werde sich der Sozialausschuss zukünftig befassen müssen. Der heutige Beitrag sei ein wichtiger Impuls für diese Überlegungen.
Die Vertreterin der Fachhochschule betont abschließend, dass es wichtig sei, den Schwung,der bei den Senioren aufgekommen sei, zu nutzen und nicht im Sande verlaufen zu lassen.
Anlagen
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(wie Dokument)
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