17.11.2005 - 1 Einwohnerfragestunde
Grunddaten
- TOP:
- Ö 1
- Sitzung:
-
Sitzung des Rates der Stadt Hagen
- Gremium:
- Rat der Stadt Hagen
- Datum:
- Do., 17.11.2005
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 15:00
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
a)
Frau T. möchte wissen, ob die im Jahre 2000
erstellte nicht aktuelle Aufzählung der Vermögensgegenstände inzwischen bis
2004 berichtigt wurde und ob diese für die Bürgerinnen und Bürger bei dem
Rechnungsprüfungsamt einsehbar sei.
Herr Dr.
Schmidt informiert Frau T. darüber, dass die Aufzählung der Vermögensgegenstände
im Rahmen des Neuen Kommunalen Finanzmanagement erst beginnen würde. Die
Beendigung dieser Aufgabe sei für 2007 vorgesehen. Sollte es sich bei der von Frau
T. beschriebenen Aufzählung um eine Liste handeln die dem Haushalt
angegliedert sei, so werde diese Frau T. zugestellt.
Hinweis des
Schriftführers:
Die von Frau
T. gestellte Frage wird im direkten Gespräch mit Frau Grebe vom
Fachbereich Stadtentwicklung, Planen und Wohnen beantwortet.
b)
Herr P. fragt nach, wie viele
Bedarfsgemeinschaften von Arbeitslosengeld II Empfängerinnen und Empfänger in
Hagen von der Verschuldungsspirale, zum Beispiel von der Jahresabrechnung von
Mark-E, betroffen sind.
Darüber hinaus
möchte Herr P. wissen, wie viele Arbeitslosengeld II betroffene
Bürgerinnen und Bürger bereits wegen einer anstehenden Wohnungsbedrohung einen
Teil ihrer Miete vom Arbeitslosengeld II zahlen, um nicht aus Ihrer Wohnung
ausziehen zu müssen.
Ergänzend
möchte Herr P. wissen, warum seine in der Ratssitzung vom 20.10.2005
gestellten Fragen noch nicht beantwortet seien.
Herr
Oberbürgermeister Demnitz setzt Herrn P. davon in Kenntnis, dass Ihm
mit heutigem Datum eine Zwischennachricht zu den von Ihm gestellten Fragen aus
der Ratssitzung vom 20.10.2005 zugesandt wurde und die Beantwortung seiner Fragen noch einige Zeit in Anspruch nehmen
werde.
Herr Dr.
Schmidt sichert zu, dass die Fragen, soweit diese nicht dem Datenschutz
unterliegen, zur Beantwortung an die ARGE weitergeleitet werden.
c)
Frau P. fragt nach, ob die Erlössituation der
Firma Lhoist am Standort Hagen, einschließlich des nachgeschalteten
Veredelungsbetriebes, zugunsten des Naturschutzes einen teureren untertägigen
Abbau zulasse, ohne den Berieb nachhaltig in seinen Bestand zu gefährden.
Herr Asbeck erläutert,
dass die Stellungnahmen und Einwendungen in einem bestehenden laufenden
Verfahren geprüft werden. Die Verwaltung wird die eingehenden Anregungen, die
bisher aus Kostengründen von der Firma Rheinkalk abgelehnt wurden, abhandeln und erörtern.
d)
Darüber hinaus möchte Frau P. wissen, was Herr
Asbeck unter Sicherheit der Firma Rheinkalk verstehe.
Herr Asbeck entzieht es
seiner Kenntnis, inwieweit sich der Fortbestand der Firma Rheinkalk und der
Dolomitwerke darstellt. Ohne besondere Hintergründe dürfe ein so wichtiger und
alteingesessener Betrieb nicht zur Disposition stehen. Dies müsse bei der
Entscheidungsfindung berücksichtigt werden. Die Sicherung der Arbeitsplätze sei
im Einklang mit Naturschutzbelange abzuwägen.
e)
Herr Oberbürgermeister Demnitz stellt fest,
dass die von Frau P. gestellte Zusatzfrage hinsichtlich der Teilnahme
von Herrn Asbeck zu einer Podiumsdiskussion, nicht von allgemein
kommunalpolitischen Interesse ist.
Herr
Oberbürgermeister Demnitz hebt hervor, dass der Rat der Stadt Hagen verantwortlich
handele und keine Abwägungsdefizite entstehen würden.
f)
Herr M. fragt Herrn Asbeck, wo künftig
für die angrenzenden Stadtteile ein Naherholungsgebiet zur Verfügung stehe.
Herr Asbeck hält die
Errichtung eines Naherholungsgebiet bei der Rekultivierung der abgegrabenen
Flächen für möglich.
g)
Auf die Nachfrage von Herrn M., ob allgemein
bekannt sei, dass der zur Eisenverhüttung gebrauchte Werkstoff
“Dolomit” durch das hochwertigere Material “Magnesit”
ersetzt werden könne, antwortet Herr Oberbürgermeister Demnitz, dass der
Rat eine wirtschaftliche Entscheidung zur Ausweitung eines Hagener Unternehmen
nur im Rahmen seiner Möglichkeiten treffen könne. Die Planfestelllungsbehörde
werde die Einwendungen aufarbeiten.
h)
Herr O. möchte wissen, welche rechtlichen
Möglichkeiten er gegen einen Wortentzug in Anspruch nehmen könne.
Herr
Oberbürgermeister Demnitz klärt Herr O. darüber auf, dass Ihm der ordentliche
Rechtsweg zur Verfügung stehe.
i)
Auf eine Frage von Herrn O. zur Heizkostenabrechnung
informiert Herr Dr. Schmidt, dass das angewandte Abrechnungssystem zur
Heizkostenermittlung rechtlich abgesichert sei und eine dazugehörende
Stellungnahme der Verwaltung Herrn O. zur Verfügung gestellt wurde.
Herr
Oberbürgermeister Demnitz entzieht Herrn O. das Wort, weil dieser
keine weitere Frage von allgemein kommunalpolitischen Interesse stellt.
j)
Herr K. fragt nach, welche Größenordnung an
Verwaltungsgesamtkosten für die Bearbeitung der Hartz IV Maßnahmen benötigt
werden.
Herr Dr. Schmidt antwortet,
dass die Verwaltungsgesamtkosten ca. 11 Millionen Euro pro Jahr betragen.
k)
Herr Oberbürgermeister Demnitz verneint die
Frage von Herrn G., ob die von Ihm vorgelegten Unterschriften jeweils
als einzelne Eingabe betrachtet würden.
Die dafür
vorgeschrieben Form sei nicht eingehalten worden. Herr Oberbürgermeister
Demnitz sichert Herrn G. zu, die Unterschriftenliste der Politik zur
Kenntnis zu geben.
