12.02.2019 - 6.6 Zukünftige Nutzung des Schulgebäudes Stadionstr...

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Wortprotokoll

Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:

 

Herr Hermann berichtet zu diesem Tagesordnungspunkt. Die Schülerzahl im Bereich der Grundschulen hat insbesondere durch die Zuwanderung in den letzten Schuljahren wieder zugenommen. Sowohl Raumressourcen als auch Klassenfrequenzen sind teilweise stark „ausgelastet“. Dies gilt auch für den schülerstärksten Stadtbezirk Mitte. Angesichts des drängenden Bedarfs wird nach  Lösungsmöglichkeiten in vorhandenen Raumressourcen gesucht, da sie mit einem relativ kurzen Zeitvorlauf auch faktisch umsetzbar wären. Unter Einbeziehung des derzeit ungenutzten Schulgebäude Berchumer Str. 68 wären folgende schulorganisatorische Alternativen vorstellbar:

 

Das Gebäude wird unmittelbar als ergänzender Schulraum unter organisatorischer Anbindung an die Grundschule Karl-Ernst-Osthaus genutzt. Die Grundschule Karl-Ernst-Osthaus hätte dann drei Standorte.

Alternativ könnte die bisherige Filiale der Grundschule Karl-Ernst-Osthaus in Halden von dieser getrennt und zusammen mit der Berchumer Str. 68 z.B. als Grundschule Halden geführt werden.

In den vergangenen Jahren gab es keine Anmeldeüberhänge bei der Grundschule Karl-Ernst-Osthaus. Die Rekrutierung von zusätzlichen Schülerinnen und Schülern (SuS) aus dem eigentlichen Einzugsbereich des Ortsteils Halden kann nicht erwartet werden. Vielmehr müsste versucht werden, SuS aus dem Innenstadtbereich nach Halden zu lenken. Im Hinblick auf die Aufnahmeentscheidungen ist jedoch der Aspekt der Nähe zwischen Wohnort und Schulstandort als zentrales Kriterium zu bedenken.

 

Die katholische Grundschule Meinolf nutzt gemeinsam mit der Förderschule Erich-Kästner (Förderschwerpunkt: Sprache) ein Schulgebäude im Stadtbezirk Mitte. Das Schulgebäude ist mit diesen beiden Schulen räumlich sehr stark ausgelastet.

Da die SuS der Förderschule überwiegend ohnehin durch Schülerspezialverkehr ihre Schule erreichen, käme ein Umzug in das Schulgebäude Berchumer Str. 68 in Betracht. Gemeinsam mit der Schulleitung und der Unteren Schulaufsicht für den Bereich der Förderschule wurde das Schulgebäude bereits besichtigt. Aus Sicht aller an der Besichtigung Beteiligten ist dieses Gebäude für den Schulbetrieb der Förderschule geeignet. Während am jetzigen Standort wegen der bestehenden Raumenge ein OGS-Angebot bisher für die Förderschule nicht möglich ist, wäre dies nach Ersteinschätzung räumlich am Standort Berchumer Str. 68 vorstellbar.

Die so frei werdenden Raumressourcen am Ischeland könnten vollständig durch die Grundschule Meinolf übernommen werden. Nach vorsichtiger Ersteinschätzung wäre eine Erweiterung um 4 Klassen möglich, daneben die Nutzung von weiteren Räumen für die dringend notwendige Erweiterung der OGS, nach überschlägiger  Einschätzung von bisher zwei auf dann vier Gruppen.

 

Die dargestellten schulorganisatorischen Vorschläge wurden in einem Gespräch mit der oberen Schulaufsicht für die Bereiche der Grundschulen und Förderschulen sowie dem Verwaltungsdezernat der Schulabteilung bei der Bezirksregierung erörtert.

Im Ergebnis wurde der Umzug der Förderschule Erich-Kästner in das Schulgebäude Berchumer Str. 68 und die dadurch vollständige Nutzungsmöglichkeit des Schulgebäudes Stadionstr. 22 durch die Grundschule Meinolf unter Abwägung aller Gesichtspunkte sowohl seitens der Bezirksregierung als auch seitens der Verwaltung  als die sinnvollste Alternative angesehen. So könnten relativ kurzfristig zusätzliche Schulplätze und OGS-Plätze an der Grundschule Meinolf angeboten werden. Ausgehend von den vorhandenen Raumressourcen ist eine Erhöhung um einen auf 4 Züge sowie eine Ausweitung von bisher 2 auf zukünftig 4 OGS-Gruppen möglich.

Angesichts der verbleibenden Zeit bis zum nächsten Schuljahr und weiterer zeitgleicher schulorganisatorischer Maßnahmen ist dies ein ambitioniertes Vorhaben. Es sind daher Schwerpunkte zu setzen. Neben dem „gesetzten“ Umzug der Förderschule Erich-Kästner wird die Priorität bei der Erweiterung der OGS-Plätze gesehen. Weitere Anpassungsarbeiten und ergänzende Ausstattungen könnten dann im Laufe des Schulbetriebes erfolgen.

 

Für die nächste Sitzung des Schulausschusses und die anschließende Sitzung des Rates wird die Verwaltung eine entsprechende Vorlage fertigen.

 

In Anschluss an den mündlichen Bericht bittet Herr Dr. Geiersbach zu bedenken, dass statt der Erhöhung der Zügigkeit der Meinolfschule auch eine weitere Erhöhung der OGS Plätze in Frage käme.

 

Herr Hermann nimmt diesen Vorschlag als Anregung für die weitere Planung auf.

 

 

 

 

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