10.10.2019 - 5.1 Persönliche Vorstellung der neuen Ballettdirekt...

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Wortprotokoll

Herr Söhnchen heißt die neue Ballettdirektorin Frau Marguerite Donlon und die neue Ballettmanagerin und – Dramaturgin Frau Waltraut Körver im Ausschuss willkommen und gratuliert  ihnen zum ersten großen Erfolg in Hagen, zur Premiere von Casa Azul“ vom 05.10.2019.

Herr Söhnchen erläutert, dass die Ausschussmitglieder gerne wissen möchten wie sie beide das Hagener Haus wahrnehmen würden und mit welchen Vorstellungen sie nach Hagen gekommen seien. Er bittet darum, dem Ausschuss die Pläne für das Hagener Ballett vorzustellen.

 

Frau Donlon  bedankt sich zunächst für die Einladung zur Sitzung des Kulturausschusses und das ihnen entgegen gebrachte  Interesse. Sie berichtet, dass sie sehr gut in Hagen angekommen seien und freundlich empfangen worden seien. Man habe in Hagen ein tolles Theater, welches nur mehr Geld benötigen würde. Ihre Pläne sehen den Erhalt der Qualität und deren Steigerung vor. Mit der Sparte Ballett habe man die Möglichkeit, Grenzen zu überwinden, da Tanz eine universelle Sprache und wunderbare Kunstform sei. Damit sei es möglich, verschiedene Menschen über alle Grenzen hinaus zusammen zu bringen .Der überregionale Gewinn von Menschen für das Hagener Theater habe zudem auch positive Auswirkung auf die Menschen vor Ort. Ihr persönlicher Wunsch sei ein Theater für jedermann. Sie freue sich, wenn sie sehen würde, dass m Zuschauerraum jede Altersgruppe vertreten sei.

Frau Donlon verweist auf ihr erstes neues Projekt „ I Move HA“. Sie schildert ihre positiven Erfahrungen  aus ihrer  früheren Tätigkeit in Saarbrücken. Die seinerzeit  dort gegründete Tanzgruppe bestehe heute noch. Das neue Projekt in Hagen starte mit einem Casting Termin am 31.10 2019, um eine Jugendtanzgruppe aus Hagen zu gründen. Sie erhoffe sich, viele talentierte und begeisterte Jugendliche dafür gewinnen zu können, um ein Stück für sie und mit ihnen zu erarbeiten, welches zu einem späteren Zeitpunkt öffentlich aufgeführt werden solle.

 

Frau Körver ergänzt dazu, dass es auch hierbei um Qualität ginge. Die jungen Menschen würden für  dieses Stück einmal wöchentlich  trainieren  unter der Leitung des Assistenten der Ballettdirektorin und Trainingsleiters Herrn Francesco Vecchione. Das Training erfolge gemeinsam mit den Tänzern und Tänzerinnen vom BallettDer entscheidende Schritt dabei sei, dass man die Jugendlichen auf die Bühne bringen und einbinden wolle in die professionelle Bühnenarbeit von Operette und Musical, um ein junges und gemischtes Publikum ins Theater zu bekommen. Über diesen Schritt wolle man erreichen, dass junge Menschen Tanz schauen, Tanz verstehen und selber tanzen. Dies beschreibe praktisch die Aussage von Frau Donlon, ein Theater für alle anbieten zu wollen. Viele andere Ensembles würden bereits so verfahren. 

 

Frau Donlon führt weiter aus, dass die Jugendlichen durch diese Arbeit am Theater nicht nur Tanz erlernen würden, sondern darüber hinaus auch positive Eigenschaften wie Zuverlässigkeit, Teamarbeit und  viele weitere nützliche Erfahrung für das spätere Leben gewinnen  könnten.  Als zweites Projekt starte der „Zeichentanz“. Dabei handele es sich um ein Projekt mit Gehörlosen, denen mit Hilfe von Dolmetscher*innen für Gebärdensprache  bei einzelnen Vorstellungen  des Balletts die von der Musik erzeugte Atmosphäre vermittelt und so auch Hörbeeinträchtigten der volle  Genuss der Aufführung ermöglicht werde. Am Tag der Eröffnung habe man dies bereits ausprobiert. Tanz sei eine visuelle Kunstform, die diesen Menschen eine völlig neue Welt eröffne, die vorher keinen Zugang zum Theater hatten.

 

Frau Körver erläutert, dass es neben diesen bereits vorgestellten Vorhaben noch ein weiteres drittes Projekt „Wow“! gebe, welches sich an etwas ältere Menschen richten würde. Dieses neue Format stehe allen zwischen 18 und 99 Jahren offen und beziehe sich direkt auf die Stücke. Es richte sich an alle Tanzinteressierten, die selber aktiv werden möchten. Explizit sei es auch geeignet für Pädagogen, die mehr über das Thema choreographische Strukturen und Bewegungskompositionen erfahren möchten. Zu allen drei Produktionen aus der aktuellen Spielzeit  „Casa Azul“, „Substanz“ und „Schwanensee- Aufgetaucht“ werde es jeweils  einen Block von 6 - 7 Doppelstunden  in Zusammenarbeit mit den Ensemblemitgliedern im Ballettsaal geben. Die Teilnehmer*innen  würden aus den drei Produktionen, die in ihrer ersten Spielzeit in Hagen zur Premiere gelangen würden, aktiv einzelne Ausschnitte und  Passagen erlernen. Das Erleben anschließend   in der jeweiligen Vorstellung sei dadurch ein ganz anderes, weil man eine unmittelbare Vorstellung davon habe, was dahinter stecke.

 

Da keine Fragen seitens der Ausschussmitglieder vorliegen, bedankt sich Herr Söhnchen bei den beiden Damen für deren erste Präsentation im Ausschuss und den ansteckenden Elan. Er wünscht ihnen  viel Freude am Theater Hagen.

 

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