10.10.2019 - 5.2 Vorstellung der Projekte des Fachbereichs Kultu...

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Wortprotokoll

Herr Söhnchen begrüßt Frau Grell, Mitarbeiterin im Kulturbüro, im Kulturausschuss.

 

Frau Grell bedankt sich für die Einladung und stellt die beiden Projekte Kultur und Schule und Kulturstrolche“ vor, die sich an Hagener Schulen richteten.

Zunächst  erläutert Frau Grell das Programm „Kultur und Schule“. Bei dem ProjektKultur und Schule“ handele es sich um ein NRW Landesprogramm. Dieses richte sich an alle Schulformen wie Grundschulen, weiterführende allgemeinbildende und berufsbildende Schulen sowie Schulen in privaten und kirchlichen Trägerschaften. Mit dem Landesprogramm „Kultur und Schule“ unterstütze die Landesregierung Nordrhein-Westfalen Schulen dabei, Kinder und Jugendliche an kulturelle Bildung heranzuführen,  indem für die Dauer eines Schuljahres ein/e  Künstler/in an eine Schule geht. Die Schulen würden eine/n Künstler/in einer Sparte aussuchen und könnten dafür Fördergelder beantragen und bekommen. Gemeinsam werde ein Konzept entwickelt zu einer Sparte. Die Künstler/innen unterstützten die Schüler/innen dabei, selber künstlerisch aktiv zu werden und weitere Kulturangebote wahrnehmen zu können. Die Projekte fänden in der Regel in 40 Einheiten à 90 Minuten über das ganze Schuljahr verteilt statt und würden mit maximal 3.050 Euro pro Jahr und pro Schule gefördert. Die Summe des Projektes setze sich zusammen aus 2.440 Euro aus Sondermitteln des Landes für dieses Programm und einem  Eigenanteil in Höhe von 610 Euro je teilnehmender Schule für ein Schuljahr. Für das Schuljahr 2019 sei ein Orientierungsrahmen in Höhe von  insgesamt 44.000 € für Hagener Schulen von der Bezirksregierung Arnsberg zur Verfügung gestellt worden. Die Schulen könnten sich daraufhin bis zum  31. März des jeweiligen Jahres im Kulturbüro dafür bewerben. Im Mai finde  jeweils dazu eine Jurysitzung  statt. Diese bestehe aus Vertretern/innen des Schulamtes, Künstlern/innen aus verschiedenen Sparten und Vertretern/innen der Bezirksregierung. Die Jury schlage der Bezirksregierung geeignete Projekte vor, die förderfähig seien, d.h. den Kriterien entsprächen. Im Schuljahr 2019/2020 würden in Hagen aktuell 18 Schulen daran teilnehmen. Somit seien 18 Projekte bewilligt worden. Diese würden immer nach den Sommerferien starten. Die jeweilige Schule bekäme einmal die Woche Besuch von einem/er  Künstler/in. Gemeinsam mit diesem/er werde ein Projekt zu einer Sparte erarbeitet. Ziel des Programmes sei es, die Schüler/innen  darüber zu animieren, etwas Kreatives herzustellen wie z.B. ein Theaterstück, ein Kunstwerk oder etwas aus dem literarischen Bereich. Dabei seien alle Kultursparten willkommen: Theater, Literatur, bildende Kunst, Musik, Tanz, Film oder neue Medien. Damit werde das schulische Lernen ergänzt und ermögliche  den Kindern und Jugendlichen die Begegnung mit Kunst und Kultur – unabhängig vom familiären Hintergrund und Wohnumfeld. Es sei die Idee, dass die Schüler/innen  durch diese Arbeit unterschiedliche Sparten kennenlernen würden. Daher könne sich die Schule nach Abschluss des Projektes für das nächste Schuljahr in einer anderen Kunstform erneut  bewerben. Das Programm „Kultur und Schule“ gebe es bereits seit vielen Jahren. So werde den Schulen eine  kontinuierliche Möglichkeit eröffnet, im Schulalltag etwas Kreatives  anbieten zu können.

 

Frau Filthaus hätte gerne gewusst, wie die teilnehmenden Klassen ausgesucht würden.

 

Frau Grell erläutert, dass die Teilnahme einer Schule sowohl im Klassenverband als auch als Gruppe,  z. B. aus dem Bereich der OGS möglich sei. Sie führt weiter aus, dass auch mehrere Projekte an einer Schule stattfinden könnten, z.B. könnten sowohl ein drittes als auch ein viertes Schuljahr gleichzeitig am Programm teilnehmen mit ihrem jeweiligen Projekt.

 

Frau Filthaus erkundigt sich, wer den Künstler aussuchen würde.

 

Frau Grell erwidert, dass die Schule sich den/die Künstler/in selbst aussuchen würde. Hierzu gebe es einen sogenannten Künstlerpool auf der Seite des Programmes „Kultur und Schule“. Sie sei dahingehend aktiv, dieses Netzwerk mitaufzubauen und  versuche selbst auch, die Schulen diesbezüglich zu beraten, was passen könnte zu der Sparte und jeweiligen Zielgruppe. Die Gruppen seien sehr  unterschiedlich vom Alter und ihrer Struktur her.

 

Herr Dr. Geiersbach fragt nach, ob der von den Schulen aufzubringende Eigenanteil ein Problem für einzelne Einrichtungen darstellen würde und nennt als Beispiel aus der Tagespolitik die Mittel aus dem Bildungs- und Teilhabe-Paket. Diese seien  nicht oder nur teilweise abgerufen worden. Er erkundigt sich daher nach der Auslastung des Hagener Programmes und hakt nach, ob es hier ähnliche Probleme  geben würde.

 

Frau Grell antwortet, dass es bisher allen Schulen möglich gewesen sei, den Eigenanteil in Höhe von 610 € leisten zu können. Daher habe es bislang kein Problem damit gegeben .Die Fördersumme in Hagen sei voll ausgeschöpft worden. Man habe sogar noch eine Schule mehr- als ursprünglich geplant gewesen sei-, fördern können, da eine  andere Kommune weniger Geld ausgegeben habeDamit sei die Auslastung voll erreicht worden.

 

Herr Söhnchen  fragt nach, ob dieser Vortrag auch im Schulausschuss  gehalten werde.

 

Frau Kaufmann erwidert, sie selbst habe dort kurz darüber berichtet.

 

Frau Grell erläutert anschließend  das Programm „Kulturstrolche“. Dieses richte sich ausschließlich an Hagener Grundschulen  von der zweiten bis zur vierten Klasse. Das Projekt komme ursprünglich  aus Münster  und sei dann auf andere Kommunen übertragen worden. Nach nunmehr  10 Jahren werde es  neu konzipiert und  modernisiert. Angegliedert sei das Projekt beim Kultursekretariat in Wuppertal. Dieses sei federführend. Für dieses Schuljahr gebe es einen Förderbetrag in Höhe von 5400 und zusätzlich weitere 1000 € für eine Honorarkraft .Die Schulen könnten sich formlos beim Kulturbüro  bewerben und würden dann zeitnah starten. Das Projekt liefe über einen Zeitraum von 3 Jahren bis zum Ende der vierten Klasse. Vertraglich werde dies auch festgelegt. Die Kinder erhielten so die Gelegenheit, die unterschiedlichen Kultureinrichtungen der Stadt kennenlernen zu können, wie z.B. das Theater, die Stadtbücherei, das Freilichtmuseum, Radio Hagen etc. Dies geschehe in Form von Workshops und Mitmachaktionen, um selbst aktiv vor Ort etwas Kreatives zu unternehmen. Das Ganze müsse vor- und nachbereitet werden. Für ihre Eintragungen erhielten die Kinder  ein Kulturstrolche-Heft. Das Programm sehe den Besuch von Einrichtungen aus allen sechs Kultursparten vor, damit die Schüler/innen frühzeitig  viele unterschiedliche Kunstformen kennenlernen könnten. Die Grundidee sei die Sicherheit der Finanzierung. Dies bedeute, dass anfallende Kosten, wie z.B. die Eintrittsgelder, über das Programm abgewickelt würden. Insbesondere Grundschulen, die aus den unterschiedlichsten Gründen  einen erhöhten Bedarf hätten, erhielten so eine Möglichkeit, ihre Schüler/innen  kreativ an Kulturinstitutionen heranzuführen,  um die kulturellen Angebote ihrer Umgebung nutzen zu können und  mit kultureller Vielfalt in Kontakt  treten zu können. Diese Kinder hätten sonst vielleicht nicht die Möglichkeit dazu. Neu sei jetzt auch, dass nun  jedes Jahr weitere Klassen hinzukommen würden. Ab dem kommenden Jahr, wenn die jetzigen vierten Schulklassen aus dem Programm ausscheiden werden, habe man immer kontinuierlich zweite, dritte und vierte Schuljahre im Projekt. So sei die Teilnahme am Programm „Kulturstrolche“ künftig für alle Klassen erlebbar. Aktuell koordiniere das Kulturbüro Hagen das Programm für über 30 Klassen. Seit Anfang  Oktober geschehe dies mit Unterstützung durch eine Honorarkraft, Frau Anna Stenz. Diese begleite die Schulen niederschwellig, indem sie die Koordination zwischen den Schulen und  den kulturellen Einrichtungen herstelle. Die Grundidee des Konzeptes sei auf der Homepage des Programmes zu finden. Diese habe ein neues Design erhalten. Hier könne man z. B. nachschauen, was andere Kommunen machen würden.  Auch habe  man künftig ein sogenanntes „Game für Kinder, um Schüler/innen  auf eine neue Art und Weise zu animieren, Kultur einmal anders  erleben zu können. In den nächsten Monaten werde das Programm noch erweitert.

 

Fragen zum Bericht liegen  nicht vor.

 

Herr Söhnchen bedankt sich bei Frau Grell für deren Besuch und Vortrag  und wünscht dem Fachbereich Kultur gutes Gelingen.

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