18.09.2019 - 5.6 Vorstellung des museumspädagogischen Konzeptes ...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 5.6
- Gremium:
- Kultur- und Weiterbildungsausschuss
- Datum:
- Mi., 18.09.2019
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:06
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Berichtsvorlage
- Federführend:
- FB49 - Museen und Archive
- Bearbeitung:
- Anja Spiecker-Kondritz
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Herr Dr. Belgin berichtet, dass man mit der Eröffnung des Kunstquartiers und der Wiedereröffnung des Osthaus Museums im August 2009 ein museumspädagogisches Konzept vorgelegt habe wie es für solche Häuser üblich sei.
Die Anlage zur Vorlage entspräche denen seit August 2009 durchgeführten Aktivitäten im Jungen Museum. Es sei seine Idee gewesen, den Altbau des ehemaligen Folkwang Museums zum Jungen Museum auszubauen als eine Art „Labor“.
Mit dem Jungen Museum, welches sich im Souterrain Bereich des Osthaus Museums befände, habe man eine Art „Labor“ konzipiert, um etwas ausprobieren zu können. Dies seien Schulprojekte, andere Projekte, politische und gesellschaftlich relevante Dinge, Symposium Veranstaltungen, Lesungen etc. Dabei habe man ganz unterschiedliche Zielgruppen wie z.B. die Zusammenarbeit mit 71 Schulen, Kindergärten, Seniorenprogramme, Programme für Menschen mit Behinderungen und Workshops.
Die ansprechende Öffentlichkeitsarbeit zeige sich u.a. anhand eines Angebotshefts, wie aktuell zum Thema „100 Jahre Bauhaus“ und aktuell Workshops zur Ausstellung „Leonardo Da Vinci“. Die Angebote stünden auch digital zur Verfügung oder in Form eines Hand Outs. Die Arbeit dort verlaufe sehr erfolgreich.
Frau Dr. May leite den Bereich des Jungen Museums und sei ebenfalls Leiterin der Museumspädagogik in Personalunion und arbeite mit einem freien Stab von 10 Mitarbeitern/innen zusammen, wie z.B. Künstlern/innen und Kunsthistoriker/innen und Lehrer/innen, die vermittelnd tätig seien für das gesamte Kunstquartier. Ab September 2021, wenn das Stadtmuseum eröffnet werde, müsse man vermutlich noch eine weitere Dimension hinzu nehmen . Es ginge dann um Geschichte und Geschichtsvermittlung.
Herr Voigt erkundigt sich bei Herrn Dr. Belgin inwieweit das Angebot nachgefragt werde. Er habe kürzlich selber als Anwender im Internet unter dem Thema „Kindergeburtstag im Osthaus Museum“ gesucht und nur nach vielem Klicken etwas gefunden. Er erklärt, dass er sich dazu eine bessere und anwenderfreundlichere Darstellung wünsche und führt ein Beispiel aus Dortmund vom Museum für Kunst und Kulturgeschichte an, bei welchem er sechs Möglichkeiten zur Auswahl gehabt hätte. Herr Voigt fragt nach, wie oft das pädagogische Angebot in Hagen im Osthaus Museum wahrgenommen werde. Falls der HABIT der verantwortliche Ansprechpartner für den Internetauftritt sei, könne er,- Herr Dr. Belgin-, ihm das sagen, dann würde er dies im Ausschuss des HABIT thematisieren.
Herr Dr. Belgin pflichtet Herrn Voigt bei, dass der Internet Auftritt optimiert werden könne. In der Tat sei dafür der HABIT zuständig. Eine Anregung im dortigen Ausschuss durch Herrn Voigt würde er,-Herr Dr. Belgin,- begrüßen. Allerdings weist Herr Dr. Belgin auch darauf hin, dass das genannte Dortmunder Museum über ein größeres finanzielles Polster verfügen würde.
Herr Voigt erkundigt sich, ob sich die Nachfrage zahlenmäßig belegen lassen würde.
Herr Dr. Belgin sichert Herrn Voigt zu, beim nächsten Mal Zahlen in Form von Tabellen zu präsentieren.
Frau Filthaus erkundigt sich nach den Möglichkeiten für gehörlose und sehbehinderte Menschen wie sie unter Punkt 4.3. der Vorlage benannt wären. Sie fragt nach dem Zeitpunkt der Realisierbarkeit eines Angebotes für diese Personengruppe.
Herr Dr. Belgin sichert Frau Filthaus zu, Auskünfte dazu nachliefern zu können. Im Augenblick sei dies aus dem Kreis der freien Mitarbeiter/innen. nicht realisierbar. Er verspricht Frau Filthaus, Frau Dr. May nach diesbezüglichen Planungen zu fragen.
Herr Specht erkundigt sich nach den Angeboten für Menschen mit Demenz unter Punkt 4.2. der Vorlage. Er möchte gerne wissen, ob es hier Kooperationen mit Pflegeeinrichtungen gäbe.
Herr Dr. Belgin erwidert, dass es keine Einzelangebote gäbe, sondern dass man als Gruppe käme. Auch würde es immer auf den jeweiligen Einzelfall ankommen. Aus dem Kreis der freien Mitarbeiter/innen gäbe es derzeit zwei museumspädagogische Kräfte, die sich mit dieser Thematik auskennen würden. Die kognitiven Möglichkeiten des von Demenz Betroffenen würden zuvor abgefragt, damit die Museumsbegleitung entsprechend angepasst werden könne. Mit diesem Angebot habe man bislang positive Erfahrungen gemacht. Es seien allerdings noch nicht sehr viele. Auch hierzu könne er gerne Zahlen nachliefern über Frau Dr. May.
Herr Eiche erkundigt sich, wer „Kustode“ macht und bittet um Erklärung zur Begrifflichkeit. Weiter fragt er nach, wer im Fachbereich Kultur diese Funktion innehabe.
Herr Dr. Belgin erläutert, dass der Begriff heute den Sachverwalter, den Wächter einer Sammlung bezeichne. Er sei Kustos in Dortmund am Museum gewesen. Manchmal gelte dies auch für den Bereich der zeitgenössischen Kunst oder für die alte Kunst. Die Bedeutung unterscheide sich je nach Bundesland und Größe eines Museums. Hier gäbe es unterschiedliche Variationsmöglichkeiten.
Herr Eiche hakt nach, ob Herr Dr. Belgin in Persona beides sei, Leiter und Kustode.
Herr Dr. Belgin verneint dies und erwidert, dass in Hagen Frau Dr. Schulte die Kustodin sei.
Es bestehen keine weiteren Fragen mehr.
Anlagen zur Vorlage
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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1
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(wie Dokument)
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119,7 kB
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