18.09.2019 - 5.4 HAGENplant 2035 - Das Integrierte Stadtentwickl...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 5.4
- Gremium:
- Kultur- und Weiterbildungsausschuss
- Datum:
- Mi., 18.09.2019
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:06
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB61 - Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung
- Bearbeitung:
- Marianne Schiedemann
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Frau Booke vom Fachbereich Stadtentwicklung und Bauordnung erläutert den vorliegenden Endbericht zum ISEK.
Die Ziele seien beschlossen worden. Nun hieße es, sich diesen bis zum Jahre 2035 anzunähern. Im Endbericht lägen 60Projekte vor.
Ein fachbereichsübergreifender Lenkungskreis sei dazu gegründet worden.
Einzelentscheidungen müssten für die einzelnen Projekte getroffen werden.
Grundsätzlich ersetze das ISEK jedoch nicht die Fachkonzepte wie z.B. im Bereich Kultur den Kultur-und Entwicklungsplan. Für den Bereich Kultur benennt Frau Booke einige Beispiele aus dem Bericht wie interkulturelles lebenslanges Lernen, Weiterbildung und Bildung in Kooperation mit der Fernuni Hagen, einen Hagener Aktionstag, ein Tourismus-Konzept i. V. m. kulturellen High-Lights wie z. B. seinerzeit die Sperrung der Altenhagener Brücke anlässlich der Kulturhauptstadt 2010 und ein Fußgängerkonzept i.V.m. Hagener Sehenswürdigkeiten.
Herr Asbeck bemängelt, dass das Hagener Theater und Museum nicht vorkomme in dem vorliegenden Bericht. Perspektiven der kulturellen Einrichtungen sowie deren Möglichkeiten in der Zukunft würden gänzlich fehlen. Daher sei er von diesem Konzept sehr enttäuscht. Seiner Meinung nach müsse in einem Stadtentwicklungskonzept dieser Größenordnung die Kultur eine wesentlich deutlichere Bedeutung haben.
Frau Booke erläutert die eigentlichen Aufgaben des ISEK. Dies könne nicht den Ersatz einzelner Fachkonzepte leisten. Der Kultur-und Entwicklungsplan sowie die anderen Fachkonzepte seien eigene Werke für sich. Das ISEK sei ein „roter Faden“ und als ein „Überbau“ für alles zu verstehen. Tief einsteigen in die Thematik würde man in den einzelnen Fachkonzepten. Diesem zweiten Teil des Berichtes sei ein ersten Bericht mit einer ausführlichen Bestandsaufnahme vorangegangen.
Herr Söhnchen nimmt Bezug auf die Kritik von Herrn Asbeck und erläutert die Aufgabe von Frau Booke, in deren Verantwortung es liegen würde, mit diesem Konzept durch die einzelnen Ausschüsse zu gehen, um dieses dort vorzustellen. Es würde sich bei den vorhergehenden Bemerkungen nicht um eine Kritik an ihrer Arbeit handeln.
Herr Asbeck äußert Zweifel, ob es überhaupt viel Sinn mache, so weit in die Zukunft bis 2035 zu planen. Vertiefend müsse die Zielsetzung in den Kultur-und Entwicklungsplan. Ihm fehle die Zielsetzung im Bereich der Kultur. Wenn man diese Planung schon machen würde, dann müsse man auch eine Vision im Hinblick auf die bereits etablierte Kultur entwickeln. So entstünde hier der Eindruck, dass man diese gar nicht mehr wolle. Oft würden jedoch Visionen und Zielsetzungen von der Realität eingeholt. Entwicklungen gingen oft in eine andere Richtung.
Frau Engelhardt erklärt, dass sie das ISEK als eine Art „Hülle“ sehe, welche mit dem Inhalt der einzelnen Fachkonzepte gefüllt werde. Sie habe das ISEK von Anfang an so verstanden, dass die Entwicklungspläne in den einzelnen Fachbereichen parallel dazu weiter liefen.
Herr Eiche erklärt, er habe in der Vergangenheit versucht, die Ziele zu schärfen, aber er sei darauf hingewiesen worden, dass dies gar nicht so gewünscht sei, weil es sich noch entwickeln würde. Es sei nur ein „ Gerüst“.
Herr Dr. Fischer hält die Entwicklung eines groben Konzeptes für erforderlich und sinnvoll, wenngleich dies keine Feinplanung sein könne. Es gehöre aber auch dazu, dieses gelegentlich zu überprüfen und ggf. zu korrigieren. Solche Planungen kämen in allen Bereichen vor.
Frau Kaufmann pflichtet Frau Engelhardt bei, das Konzept mit Leben füllen zu wollen und benennt als Beispiel den Punkt 5.3 „Hagen ist blau und grün“ aus dem Vorwort des Konzeptes. Man habe jetzt den Versuch mit dem RVR gemacht hinsichtlich der Veranstaltung anlässlich der 100 Jahr Feier des RVR , als Spielort den Hagener Hohenhof miteinzubinden. Dies sei schwierig, weil man immer die Komplementärfinanzierung seitens der Stadt benötige. Sie sei aber zuversichtlich, dass man dies noch entwickeln werde.
Frau Booke sichert regelmäßige Überprüfungen im laufenden Prozess zu. Es sei als ein Handlungs-und Orientierungsrahmen zu verstehen, der modifizierbar sei. Bei der Beratung zu den strategischen Zielen sei ein Ziel auch die Baukultur: Das baukulturelle Erbe Hagens zu identifizieren, zu entwickeln und zu inszenieren. Man habe sich aber auch mit der freien Kulturszene und die Entwicklung urbaner Quartiere beschäftigt. Insofern sei der Bereich Kultur durchaus auch vertreten. Die einzelnen Fachkonzepte blieben jedoch unbeeinflusst vom ISEK und seien auch viel kurzfristiger ausgerichtet als dieses.
Herr Söhnchen bedankt sich bei Frau Booke für deren Kommen.
Beschluss:
Der Kultur-und Weiterbildungsausschuss empfiehlt dem Rat der Stadt Hagen, folgenden Beschluss zu fassen:
Der Rat der Stadt Hagen beschließt das Gesamtkonzept „HAGENplant 2035“als Leitlinie der Stadtentwicklung in den nächsten 10 bis 15 Jahren und beauftragt die Verwaltung mit der sukzessiven Umsetzung der Maßnahmen.
Anlagen zur Vorlage
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