15.05.2019 - 7 Jahresrückschau 2018 von Volkshochschule (VHS) ...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 7
- Gremium:
- Kultur- und Weiterbildungsausschuss
- Datum:
- Mi., 15.05.2019
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 17:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Berichtsvorlage
- Federführend:
- FB48 - Bildung und Kultur
- Bearbeitung:
- Regina Pott
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Herr Söhnchen begrüßt Herrn Rösner und Frau Sonnenberg.
Herr Rösner beginnt mit seinem Bericht über die Max-Reger-Musikschule, da er anschließend noch einen Auftritt im Kultopia hat.
Fragen zur Musikschule liegen keine vor.
Herr Söhnchen bedankt sich bei Herrn Rösner und dieser verabschiedet sich.
Frau Sonnenberg präsentiert die Vorlagen zur VHS zum vergangenen und kommenden Studienjahr. Anlässlich des 100 jährigen Jubiläums der VHS und deren Entwicklung, verweist sie auf das allererste Verzeichnis zum Winterhalbjahr 1919/1920. Dies habe damals noch 50 Pfennige gekostet.
An der anschließenden Diskussion beteiligen sich Herr Fritzsche, Herr Eiche, Frau Kaufmann und Frau Sonnenberg.
Herr Fritzsche fragt nach, warum es so schwierig werde, entsprechende Lehrkräfte für bestimmte Bereiche zu finden. Er möchte wissen, ob dies am Honorar liegen würde. Weiter würde es ihn interessieren, ob die Problematik auf alle Bereiche gleich aufgeteilt sei.
Herr Eiche berichtete, er habe selber früher einen Chor an der Musikschule geleitet und sei dort nicht halb so gut bezahlt worden wie bei jedem anderen Chor draußen. Dozenten müssten sich heute auch zerreißen und zwischen verschiedenen Veranstaltungen hin und her pendeln. Man müsse sich schon ziemlich anstrengen, um
damit auf ein normales Gehalt zu kommen.
Frau Sonnenberg erwidert, im Fach Japanisch habe man gerade eine neue Dozentin gefunden. Somit könne sie in dieser Stelle etwas Entwarnung geben. Daher könne man diese stark nachgefragte Sprache auch wieder anbieten. Die Problematik, mit welcher man konfrontiert sei, sei grundsätzlich die, dass nicht alle Dozenten abgesichert seien durch einen Hauptberuf. Diejenigen, die ausschließlich davon leben und selbst ihre Krankenversicherung übernehmen müssten, lägen knapp über Hartz IV trotz eines akademischen Abschlusses. Andererseits gäbe es aber auch eine starke japanische Community in Düsseldorf, die aber für das Honorar wiederum die Fahrtzeit nicht in Kauf nehmen möchten. Von daher sei das Problem vielschichtig. Der Versuch, eine Entzerrung zu erzielen und über die Künstlersozialkasse Entlastung zu schaffen, habe leider nicht funktioniert, da die Kriterien nicht passen würden.
Frau Kaufmann erläutert, dass das Problem der fehlenden Musiklehrer hausgemacht sei. Das Problem habe man auch an den Schulen. Angefangen habe dies damit, dass man vor Jahren das Fach Musik als Nebenfach herabgesetzt habe. Man könne dies gesellschaftlich beobachten in den verschiedenen Bundesländern. Das Ganze habe strukturelle Gründe, da man in der Vergangenheit einen großen Teil der Festanstellungen abgeschafft habe aus finanziellen Gründen. Heute habe man stattdessen einen großen Teil Honorarkräfte.
Herr Eiche bittet noch um eine Erklärung zu einer handschriftlichen Randbemerkung in Süttalin, die er in dem historischen VHS Verzeichnis gefunden hat, aber nicht entziffern kann.
Herr Dr. Blank kann an dieser Stelle weiterhelfen.
Da keine weiteren Nachfragen erfolgen, bedanken sich Herr Söhnchen und die Mitglieder des KWA für die beiden Berichte.
