27.03.2019 - 6 Sachstandsbericht Wasserschloss Werdringen: mün...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 6
- Gremium:
- Kultur- und Weiterbildungsausschuss
- Datum:
- Mi., 27.03.2019
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:07
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
Herr Dr. Blank gibt einen kurzen Überblick über die seit der Schließung im Oktober 2018 gelaufenen Arbeiten und Vorbereitungen und geht kurz auf die Ursachen der entstandenen Verzögerung zur Wiedereröffnung des Wasserschlosses Werdringen ein.
Zum einen seien umfangreiche Umbau-und Erweiterungsarbeiten vorgenommen worden, sowie die Aktualisierung einzelner Ausstellungsbereiche.
Herr Dr. Blank fasst dies einmal nummerisch wie folgt zusammen:
1. der Umbau des bisherigen Eingangsbereiches zu einem barrierefreien Bereich mit Theke und einem Shop,
2. die Schaffung eines eigenen Ausstellungsbereiches/Raumes zu den archäologischen Funden aus der Blätterhöhle ,sowie die Vorbereitung eines eigenen Ausstellungsbereiches zum Thema Alt- und Mittelsteinzeit vor diesem Höhlenraum,
3. die erstmalige Durchführung einer Vitrinen Reinigung und parallel dazu die Reinigung und Fotografie der einzelnen Exponate seit der Eröffnung des Museums in 2004,
4. die Festlegung neuer wechselnder Präsentationen und die Neubestückung der Vitrinen in der Ausstellung Neufunde mit aktuellen Funden aus der Region in Zusammenarbeit mit der LWL Archäologie für Westfalen. Dort werde man ab Mai einen kleinen Münzschatz keltischer Münzen aus Hagen-Dahl, sogen. Regenbogenschüsselchen,- Zahlungsmittel der Kelten,- zeigen.
5. erstmaliges professionelles Fotografieren sämtlicher Museumsobjekte für den sich in Arbeit befindlichen neuen Band „111 Hagener Fundstücke“.
6. die wissenschaftliche Dokumentation, Bestimmung und Zeichnung des kompletten mittelalterlichen Fundmaterials der Raffenburg durch die LWL- Ärchologie Westfalen.
Herr Dr. Blank leitet über zum Punkt „Wiedereröffnung des Wasserschloss Werdringen“.
Der Ausschuss bekäme vor der offiziellen Wiedereröffnung bereits am 15.05.2019 die Gelegenheit, das Wasserschloss Werdringen besichtigen zu können.
Der offizielle Neueröffnungstag des Ausstellungsbereiches sei am 19.05.2019 seitens der Stadt Hagen. Es gäbe ein Begleitprogramm und einige Aktionen. Gleichzeitig sei dieser Eröffnungstag auch der Internationale Museumstag, der insbesondere auch der internationalen Bedeutung der Funde aus der Blätterhöhle gerecht würde.
Für die zukünftige Nutzung des Haupthauses sei im Erdgeschoss ein Geopark-Informationszentrum mit dem Tiefenschwerpunkt Klima,- das dritte in NRW-, vorgesehen.
Das Obergeschoss werde multifunktional genutzt für Veranstaltungen, Ausstellungen, Trauungen, Tagungen etc.
Das geplante Geo-Informationszentrum und das vorhandene Museum seien in dem Projekt „Ozeanroute vom Kommen und Gehen des Meeres“ der Stadt Hagen und des Ennepe-Ruhr-Kreises mit Beteiligung des RVR und des LWL verortet.
Die Finanzierung werde über das Förderprogramm des Heimat-Ministeriums erfolgen und werde in Kürze dem Verwaltungsvorstand vorgestellt.
Der Standort Werdringen solle darüber hinaus in ein Rad-und Wanderwegekonzept eingebunden werden.
Die bauliche Situation und der Zustand des Gebäudes machten Renovierungs-und Umbauarbeiten erforderlich, so dass der FB 65, Bauverwaltung, - auch unter Berücksichtigung des Brandschutzes- entsprechende Maßnahmen ergreifen werde.
Hierzu stünde bei Bedarf der zuständige Fachbereichsleiter, Herr Bald , vom Fachbereich 65 dem Ausschuss bei Fragen zur Verfügung. Herr Bald könne dem KWA entsprechende Maßnahmen erklären und Arbeiten vorstellen.
Herr Fritzsche fragt an, ob der Weg dann auch Bestandteil des Geopark Ruhrgebiet würde und Herr Dr. Blank bejaht die Frage.
Laut Herrn Dr. Blank könne es darüber hinaus in einigen Jahren sogar Teil der UNESCO werden.
Herr Walter erklärt, man habe am 12. April in Hagen im Rahmen einer Ausstellung die Gelegenheit, Frau Dr. Rüschoff-Parzinger und deren Ehemann, Herrn Professor Parzinger, begrüßen zu dürfen. Dieser gelte in Deutschland als der bedeutendste Archäologe.
Er regt an, dass dies eine gute Gelegenheit sei, Herrn Professor Parzinger die Möglichkeit zu geben, die Funde in Werdringen zu besuchen und diesem die Blätterhöhle vorzustellen, ggf. mit einem Foto mit ihm an der Höhle.
Herr Walter merkt weiter an, dass wenn die Blätterhöhle von Herrn Professor Parzinger in Augenschein genommen würde, sicherlich auch dem Letzten klar sein werde, was diese für eine internationale Bedeutung habe.
Herr Dr. Blank erwidert, er habe auch schon daran gedacht und bemühe sich bereits um einen solchen Terminmit Herr Professor Parzinger . Dieser würde die Funde aus der Blätterhöhle zwar bereits kennen, und zwar aus Berlin aus der Gropius- Ausstellung. Jedoch sei er sehr interessiert an der Fundstelle.
Möglicherweise könne man ihn zusammen mit Frau Kaufmann zur Höhle bewegen, evtl. im Zusammenhang mit den turnusmäßigen Ausgrabungen im nächsten Sommer, schlägt Herr Dr. Blank abschließend vor.
Weitere Fragen hierzu liegen nicht vor.
