15.09.2005 - 1 Einwohnerfragestunde
Grunddaten
- TOP:
- Ö 1
- Sitzung:
-
Sitzung des Rates der Stadt Hagen
- Gremium:
- Rat der Stadt Hagen
- Datum:
- Do., 15.09.2005
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 15:00
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
Herr Demnitz würdigt die
Leistungen von Frau Grehling und verabschiedet sie mit großem Dank als Kämmerin
der Stadt Hagen aufgrund ihres Wechsels zum 01.10.2005 nach Aachen.
Frau Grehling bedankt sich
für die gute Zusammenarbeit mit Politik und Verwaltung.
Vor Eintritt
in die Tagesordnung bittet Herr Demnitz damit einverstanden zu sein, die
Tagesordnung um den Punkt
i.5.22 a)
Hugo-Schläper-Stiftung; Verwendung des Stiftungsvermögens und Auflösung der
Stiftung
Drucksachennummer
0613/2005
zu erweitern.
Weiterhin
teilt er mit, dass der TOP I.5.25
Teiländerung
Nr. 64 – Steinbruch Vorhalle – zum FNP der Stadt Hagen
Drucksachennummer
0604/2005
von der
Verwaltung zurückgezogen wird.
Darüber hinaus
bittet er damit einverstanden zu sein, die Tagesordnung im nichtöffentlichen
Teil um den Punkt
II.5.5
Vergaben
zu erweitern.
Herr Demnitz verweist auf
die ausliegenden Beschlüsse.
Frau T. fragt zur
geplanten Bäderschließung, wie viele Menschen hierdurch ihre Arbeitsplätze
verlieren würden und wie Schulschwimmen garantiert werden könne. Außerdem fragt
sie nach der Steuerung des zu erwartenden höheren Verkehrsaufkommens zum
Ischelandbad und den daraus resultierenden Kosten. Zuletzt möchte sie einen
Termin für eine Bürgeranhörung für alle Hagener Bürger genannt wissen.
Herr Demnitz antwortet, dass
die Konzeption zur Neugestaltung der Hagener Bäderlandschaft bei der HVG in
Arbeit sei. Ein erster Termin für eine Informationsveranstaltung sei für Ende
Oktober geplant, genaueres möge sie bitte zeitnah der Presse entnehmen.
Da die
Konzeption noch in der Entwicklung bei der HVG sei, können derzeit noch keine
genaueren Informationen gegeben werden. Dies schließe eine veränderte
Verkehrsleitung ein.
Frau B. bittet um
Beantwortung ihrer Frage aus der vergangenen Ratssitzung. Sie wolle nachfragen,
woran es liege, dass bei Anfragen, welche in einem Zusammenhang mit der Firma Bamberger stehen, durch die
Stadtverwaltung keine Antworten erfolgen und auch keine Akteneinsicht gewährt
werde.
Herr Demnitz verweist auf
die angebotenen und durchgeführten persönlichen Gespräche mit Herrn
Beigeordneten Grothe. Gleichzeitig sagt er zu, die Anfrage an Herrn Grothe, der
heute urlaubsbedingt abwesend sei, weiterzuleiten.
Herr E. möchte zur
Volmepromenade wissen, ob es nicht sinnvoller wäre, dieses aus seiner Sicht
überflüssige Projekt abzubrechen. Außerdem fragt er, ob eine Strandbar im
Volmepark nötig sei und ob diese Gelder nicht sinnvoller eingesetzt werden könnten.
Herr Dr.
Schmidt verweist auf die heutige Diskussion zum zweiten Aufstieg an der
Kaufmannschule. Die erste Ausschreibung sei zu kostspielig geworden, daher
werde neu ausgeschrieben.
Zu zweiten
Frage gebe es die Idee, den Park hinter der Sparkasse neu zu gestalten und im
Sommer mit einer Strandbar zu versehen, an der Leute zum Verweilen eingeladen
werden.
Frau S. sieht zum
Erhalt der Hagener Bäder eine besondere Verantwortung des Oberbürgermeisters,
der in Personalunion auch Aufsichtsratsvorsitzender der HVG sei. Bisher sei zu
wenig für den Erhalt der Bäder getan worden. Sie wolle wissen, welche Art von
Meinungsbildung hier stattfinden solle.
Herr Demnitz entgegnet,
dass es hierzu ein klar abgestimmtes Verfahren gebe. Die HVG habe hierbei die
Vorarbeiten zu leisten. Ob der Zeitplan bis Ende September hierbei eingehalten
werden könne, sei zweitrangig. Ihm komme es vielmehr darauf an, dass eine
solide Lösung erarbeitet werde.
Herr P. fragt, wie
viele von HARTZ IV betroffene Bürger dieser Stadt von einem Callcenter der
Bundesagentur für Arbeit befragt worden seien und wie es sich hierbei mit dem
Recht auf informationelle Selbstbestimmung verhalte.
Weiterhin will
er wissen, wie hoch die Umwidmungen des sozialen Haushaltstitels bei der ARGE
Hagen an das kommunale Versorgungsunternehmen Mark-E für Jahresverbrauchsrechnungen
bei Gas seien.
Darüber hinaus
verliest er einen umfangreichen Fragenkatalog anlässlich des Todes eines
Mitarbeiters des Werkhofes. Er bittet um schriftliche Beantwortung dieses Fragenkatalogs.
Zuletzt fragt
er nach Stellungnahmen zu seinem in der letzten Ratssitzung an die Fraktionen
verteilten Papier.
Herr Dr.
Schmidt entgegnet, dass die Haushaltsmittel für die Kosten der Unterkunft genau
im hochgerechneten Rahmen liegen und hier auch keinerlei Gelder umgeschichtet
werden. Bis August seien 29.443.000 Euro ausgegeben worden.
Der
Fragenkomplex zum Werkhof könne mit zwei grundsätzlichen Antworten erledigt
werden. Zum einen sei der Werkhof eine gemeinnützige GmbH und unterliege den gesetzlichen
Grundlagen, d.h. er habe einen Aufsichtsrat. Dort gebe es Wirtschaftsprüfer und
Wirtschaftspläne, so dass von einer ordnungsgemäßen Geschäftsführung ausgegangen
werden könne. Zum anderen sei die Werkhof gGmbH als Entsorgungsbetrieb
zertifiziert. Dies bedeute, dass die entsprechenden Vorschriften eingehalten
werden müssen und dies regelmäßig überprüft werde. Der Werkhof werde von der
Bundesagentur für Arbeit mit gemeinnützigen Arbeiten bedacht. Diese vergebe
Aufträge nur an Dienstleister, die ihre Vorschriften einhalten.
Er schlage
vor, dass Herr P. einen Termin mit dem Werkhof mache und sich die beeindruckenden
Leistungen einmal vor Ort anschauen möge.
Herr O. möchte
wissen, wie viele und welche Art von Unfällen sich bisher in der Obernahmer
ereignet haben.
Herr Demnitz entgegnet,
dass er nicht darüber informiert werde, welche Art und Anzahl von Unfällen sich
in den verschiedenen Stadtteilen ereignet haben.
Herr O. fragt, nach
welchem Gefahrentarif bzw. Gefahrenschlüssel gemäß § 157 SGB VII die
Einstufung der 1-Euro-Kräfte erfolgt und wie diese versichert seien.
Herr Demnitz verweist
darauf, dass dies keine Frage für den Rat der Stadt Hagen sei, da der Werkhof
eine Beteiligungsgesellschaft sei, an der die Stadt Hagen nur eine Minderheitsbeteiligung
halte. Ebenso verhalte es sich mit den Fragen an die ARGE. Solche speziellen
Fragestellungen müssten an die entsprechenden Aufsichtsgremien gestellt werden.
Herr Rumberg ergänzt, dass
für sämtliche Arbeitslosengeld-II-Empfänger eine Unfall- und
Haftpflichtversicherungspflicht durch die jeweiligen Träger besteht.
Herr O. möchte
wissen, welche Fördermittel in die Obernahmer fließen und ob es sich dabei um
Fördermittel der EU handele.
Herr Dr.
Schmidt entgegnet, dass es sich um Landes- und Bundesmittel handele. Die Höhe
könne er nicht beziffern, jedoch hätten diese Maßnahmen eine ermutigende Anzahl
von Jugendlichen in Ausbildung gebracht.
Herr O. fragt mit
Bezug auf eine der letzten Ratssitzungen, warum weiterhin Bescheide mit
Umzugsaufforderungen wegen einer Mietüberschreitung von 11 Euro verschickt
werden.
Frau Küper entgegnet,
dass das Recht Grenzen vorsieht. Diese seien von der Politik sogar noch
angehoben worden. Dennoch gebe es Fälle, die diese neuen, höheren Grenzen
wiederum überscheiten. In solchen Fällen sei das Ermessen aufgebraucht und die
Grenzen müssten angewendet werden.
Herr Dr.
Ramrath beantragt, dass – bevor der umfangreiche Fragenkatalog des Vorredners
in öffentlicher Sitzung beantwortet werde – das Rechtsamt prüfe, ob hier
nicht schützenswerte Interessen Dritter verletzt werden. Es handele sich beim
Werkhof um einen Träger mit eigener Rechtspersönlichkeit. Es dürfe nicht sein,
dass in der Öffentlichkeit ein Bild erzeugt werde, welchem hier nicht
widersprochen werden könne.
Herr Asbeck verweist
darauf, dass sich die Einwohnerfragestunde nach den Regularien der
Geschäftsordnung richte. Er empfehle daher, entsprechende Zettel auf der
Tribüne auszulegen, damit die Bürger sich hiernach richten können.
Herr Demnitz sagt zu,
diesen Hinweis aufzugreifen.
Herr Romberg hat unter
Berücksichtigung der heutigen Fragestunde den Eindruck, dass diese teilweise
missbraucht werde. Deswegen regt er an, solche Fragen im Beschwerdeausschuss zu
stellen. Dies würde auch für den Bürger ein möglicherweise erfolgreicherer Weg
sein.
Frau H. möchte
wissen, ob durch die Verweisung an den Beschwerdeausschuss nicht bestehende
Rechte der Bürger unterdrückt werden sollen. Außerdem fragt sie, wie die Kosten
für die Gasnachzahlungen aufgebracht werden sollen.
Herr Demnitz erklärt
erneut, dass es sich nicht um eine “Sprechstunde” sondern um eine
Einwohnerfragestunde auf Basis der Geschäftsordnung handele.
Herr Dr.
Schmidt verweist auf einen Beschluss des Sozialausschusses, der es im Einzelfall
ermöglicht, solche Nachzahlungen zu übernehmen.
Herr Thielmann bezieht sich
auf die Resolution des Herrn P. und vertritt die Auffassung, dass es sich bei
allen Punkten um bundespolitische Fragestellungen handele, die von der Stadt
Hagen nicht beeinflusst werden können.
Frau
Machatschek ist der Auffassung, dass dieses Papier in einem anderen
Raum diskutiert werden müsse, der Rat sei nicht der richtige Raum um
ideologisch zu diskutieren.
Frau L. beschwert
sich darüber, dass sie im Johannis-Hospital Medikamente gegen ihren Willen
bekommen habe und wünscht, dass ihre Betreuung zukünftig vernünftig laufe.
Herr Demnitz sagt zu, dass
diese Frage in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt geklärt werden müsse.
