09.10.2019 - 10 Betreuung von unbegleiteten minderjährigen Ausl...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 10
- Sitzung:
-
Sitzung des Jugendhilfeausschusses
- Gremium:
- Jugendhilfeausschuss
- Datum:
- Mi., 09.10.2019
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 15:30
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:
Frau Lossau berichtet über die Betreuung der unbegleiteten minderjährigen Ausländer in Hagen (siehe Anlage zu TOP 10).
Frau Kaufmann fragt, wie es mit der Berufs- oder Ausbildungsfähigkeit der jungen Menschen aussehe. Gebe es eine Bilanz zu denjenigen, die schon einen längeren Zeitraum betreut würden?
Frau Lossau antwortet, dass das ganz unterschiedlich sei. Der Erfolg sei auch abhängig vom Aufenthaltsstatus. Ihr persönlicher Eindruck sei der, dass ein Großteil dieser jungen Menschen in Ausbildung und Beruf gehe.
Herr Strate ergänzt die Ausführungen.
Herr Goldbach teilt mit, dass es in dem Zusammenhang ein Förderprogramm des Landes gebe. Dieses werde über das Ministerium Arbeit, Gesundheit und Soziales ausgeschrieben und trage den Titel „Fit für Arbeit und Ausbildung“. Zur Zeit werde eine Information für den Verwaltungsvorstand vorbereitet, da hier kommunale Eigenmittel der Stadt Hagen zu erbringen seien. Ein weiteres Förderprogramm sei bereits angekündigt.
Frau Hüsecken möchte wissen, ob die jungen Menschen auch über die Volljährigkeit hinaus von der Jugendhilfe betreut würden.
Frau Lossau bestätigt, dass das der Fall sei. Aktuell seien 42 % dieser Gruppe in Hagen junge Volljährige.
Frau Hamann weist darauf hin, dass es ein strukturelles Problem für die jungen Menschen gebe, die aus der Volljährigkeit herauswüchsen. Das seien die Schnittstellen zwischen den Zuständigkeiten nach SGB VIII, SGB II und SGB III.
Man sei nach Beendigung der teilweise jahrelangen Betreuung durch die Jugendhilfe nicht in der Lage, zu beurteilen, wie es mit den jungen Menschen weitergehe. Es sei sehr wichtig für Hagen, diese Wege ein Stück weit nachzuverfolgen und zu evaluieren, welche Entwicklung sich dann daraus ergebe. Es sei äußerst bedauerlich, dass eine solche Erhebung nicht bereits jetzt erfolge. Vielleicht sei es möglich, eine solche Trägerabfrage durchzuführen.
Frau Kaufmann erklärt, dass sie die Anregung von Frau Hamann außerordentlich begrüße. Das seien sehr wichtige Informationen. Man müsse prüfen, welche Informationen man mit Hilfe der Träger erheben könne.
Frau Lossau schlägt vor, diese Idee in die AG 4 mitzunehmen. Dort könnte eine Trägerabfrage gemacht werden.
Herr Reinke dankt Frau Hamann für die Anregung.
Anlagen
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1
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(wie Dokument)
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172,3 kB
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