25.09.2019 - 2 Einwohnerfragestunde
Grunddaten
- TOP:
- Ö 2
- Gremium:
- Bezirksvertretung Hohenlimburg
- Datum:
- Mi., 25.09.2019
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:06
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
Herr L. stellt die Frage, wie die Stromversorgung über die geplante 380kV-Stromtrasse von Nord nach Süd bei ruhiger Wetterlage gesichert werden soll und warum nicht die bereits vorhandenen Gleichstromleitungen aus Norwegen in Deutschland weiter betrieben werden.
Herr Dr. Braun antwortet, dass bei geringer Windtätigkeit selbstverständlich wenig bis keine Stromerzeugung weitergeleitet werden kann. Jedoch sind die Ausgleichsmöglichkeiten in der Energieversorgung in der Bundesrepublik Deutschland komplex gestaltet durch ein Verbundsystem. Eine Energieversorgung, zum Beispiel durch andere Kraftwerke ist dadurch gesichert. Zur Auslastung der Leitungen verweist er auf die öffentliche Mitteilung unter TOP 3.2.
Frau W. stellt die Frage, warum Frau Nigbur-Martini die Firma Amprion zur Prüfung der Alternativtrasse aufgefordert hat, obwohl durch den Vorstoß der Herdecker Bürgermeisterin die Chance besteht, dass die 380kV-Stromtrasse vielleicht doch nicht gebaut wird.
Herr Voss weist darauf hin, dass das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen den Bau der geplanten 380kV-Stromtrasse für notwendig erachten und deshalb die Chancen für eine Nicht-Realisierung sehr gering sind.
Frau Nigbur-Martini ergänzt, dass der Verlauf der Trassenprüfung vom Rat der Stadt Hagen und von der Bezirksvertretung kritisch gesehen wird. Ihrer Ansicht nach wurde die Alternativtrasse durch die Firma Amprion nicht ausreichend geprüft, sondern lediglich die für Amprion rechtssichere Bestandstrasse fokussiert. Von daher wünscht sie sich die Prüfung von Alternativen.
