20.11.2018 - 6.3 Vorschlag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hi...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 6.3
- Sitzung:
-
Sitzung des Naturschutzbeirats
- Gremium:
- Naturschutzbeirat
- Datum:
- Di., 20.11.2018
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Vorschlag zur Tagesordnung
- Federführend:
- FB69 - Umweltamt
- Bearbeitung:
- Silke Scheibe
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:
Herr Dr. Hülsbusch fragt, ob der Naturschutzbeirat noch Einfluss darauf nehmen könne, da hierüber in der Sitzung des Umweltausschusses am 30.10.2018 beraten wurde.
Herr Dr. Braun bejahrt, es sei die 1. Lesung gewesen. Er zählt mehrere aktuelle Anträge zur Förderung der biologischen Vielfalt auf. Unter Beteiligung der Herren Dr. Braun, Bögemann, Meilwes und Sirringhaus wird kritisiert, dass die konkrete Umsetzung der Konzepte und Vorschläge mangels Bereitschaft zur Finanzierung sehr schwierig sei. Wenn die Stadt Hagen diese Beschlüsse zur Förderung der biologischen Vielfalt haben will, müssen die Kosten auch in die Finanzplanung eingerechnet werden.
Beschluss:
1. Der WBH benennt konkret solche Flächen insbesondere im Innenstadtbereich, die sich dafür eignen, durch eine Umstellung auf eine Bepflanzung bzw. Einsaat mit einheimischen Pflanzenarten (Artenvielfalt, Biodiversität), veränderte Substrate (geeignet für trockenheitsresistente, nährstoffarme Bepflanzungen) und einem veränderten Pflegekonzept, die Artenvielfalt in den Flächen zu fördern. Das muss nicht gleich eine vollständige Liste sein. Der WBH kann z.B. im nächsten Jahr mit einem Dutzend kleinen und größeren Flächen anfangen und die Anzahl dann Jahr für Jahr erhöhen.
2. Zu den kleineren Flächen gehören z.B. Verkehrsinseln: In der Vergangenheit wurden sie zunehmend geteert, um einem Ritzenwuchs vorzubeugen. Hier ist zu prüfen, ob eine Entsiegelung solcher Flächen und Einsaat von Wildblumen nicht kostenmäßig vertretbar und optisch ansprechender wäre. Erfolgreiche Versuche dazu kann man sich in vielen Städten (z.B. in Kamen) anschauen.
3. Aus diesen sukzessiven Einzelschritten wird bis 2020 ein ökologisches Grünflächenmanagement aufgelegt, das schrittweise umgesetzt, intensiviert und fortgeschrieben wird. Dies ist als Bestandteil des gesamtstädtischen Handlungskonzepts "Grüne Infrastruktur" zu erstellen, dessen Erarbeitung zur Akquisition von Fördermitteln aus dem Förderaufruf "Grüne Infrastruktur NRW" (siehe dazu die Stellungnahme der Verwaltung vom 29.03.2017 zur Vorlage 0271/2017) erforderlich ist. Es ist zu prüfen, ob dafür auch Mittel aus dem "Aktionsprogramm Insektenschutz" der Bundesregierung verfügbar wären.
Ziel ist weiterhin, dem Verbund "Kommunen für biologische Vielfalt" https://www.kommbio.de/home/ beizutreten. Mitglieder dieses Verbundes sind inzwischen nicht nur diverse Nachbarkommunen wie Dortmund, Bochum, Kamen, Ennepetal, sondern weitere rund 150 Kommunen in ganz Deutschland.
Anlagen zur Vorlage
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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1
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öffentlich
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65,5 kB
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