11.09.2018 - 6.1 Zustände Steinbruch Vorhalle, Vortrag der Herre...

Beschluss:
ungeändert beschlossen
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Wortprotokoll

Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:

 

Dieser TOP ist zusammen mit TOP 6.2 erörtert worden.

 

Herr Blauscheck präsentiert anhand einer PowerPoint-Präsentation den Steinbruch Vorhalle (Anlage IV).

 

Unter Beteiligung der Herren Bögemann, Dr. Braun, Blauscheck, Freier und Holl werden folgende Aspekte erörtert:

Der eigentliche Schutz des Gebietes erfolgte aufgrund der Kersbergwand als weltweit anerkannter geologischer Aufschluss. Die Kersbergwand ist ausgewiesen als Naturdenkmal, nicht der ganze Steinbruch. Im Steinbruch ist das letzte Vorkommen der Kreuzkröten in Hagen. Herr Blauscheck berichtet von den dort durchgeführten Schutz- und Pflegemaßnahmen. Bei der letzten Maßnahme wurden auf Auftrag des Erschließungsträgers (HEG) im Jahre 2017 auf ca. 2.000 m² u. a. die Pioniergehölze entkusselt/gerodet und das Holz aufgeschichtet. Im Zuge der Erschließung des Baugebietes wurde ein provisorischer Amphibienzaun errichtet.

 

Unterschiedliche Freizeit- und wissenschaftliche Interessen konzentrieren sich auf diese kleine Fläche. Raubgrabungen und ungezielte Freizeitnutzung wirken sich negativ aus. Das Baugebiet liegt direkt angrenzend an den Steinbruch. Es gibt eine Radwegeplanung auf der alten Reichsbahntrasse. Auf der Zuwegung von den Kleingärten wird oft die Schranke offen gelassen. Die Umsetzung der im B-Plan festgesetzten Pflege- und Rekultivierungsmaßnahmen scheint nur unzureichend geregelt zu sein.

 

Herr Bögemann liest aus „Hagen – unsere Gärten, Infrastrukturprojekte“ der Vorlage 0737/2018 Internationale Gartenausstellung Metropole Ruhr2027 vor. Hiernach soll eine Radwegeverbindung zwischen dem Geopfad Kaisberg / Wasserschloss Werdringen und Steinbruch Vorhalle entwickelt werden. Der Steinbruch Vorhalle ist als Nationaler Geotop ausgezeichnet. Träger sind die Stadt Hagen und WBH.

 

Herr Dr. Braun verweist auf das Interesse des Geoparkes Ruhrgebiet an der Übernahme der Fläche und einer verträglichen geotouristischen Entwicklung. Pläne liegen bereits vor. Das Wasserschloss Werdringen soll als Info-Punkt für den Geopark Ruhrgebiet ausgebaut werden. Herr Dr. Braun begrüßt das Nachhaken des Beirates.

 

Die Entwicklung des Steinbruches Vorhalle könnte der Imagebildung der Stadt Hagen dienen. Mit den Funden aus der Kersbergwand handelt es sich hier um ein Alleinstellungsmerkmal. Es wird Unverständnis geäußert, dass dieses Kleinod nicht entwickelt wird.

 

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Beschluss:

 

Der Naturschutzbeirat nimmt Bezug auf die Vorlage 0737/2018 Internationale Gartenausstellung Metropole Ruhr2027“. Der Steinbruch Vorhalle ist ein nationaler Geotop von internationaler Bedeutung. Die Stadt Hagen und der Wirtschaftsbetrieb Hagen (WBH) sollen darlegen, wie die Projekte gemäß der Vorlage umgesetzt werden. Darüber hinaus wird gebeten, zu erläutern, wie die Stadt Hagen und der WBH sich die touristische Erschließung, der Schutz des Gebietes und die Wegeverbindung zum Wasserschloss Werdringen als geplanter Infopunkt des Geoparks vorstellen. Der Schutz und die Entwicklung des Geotops und Naturdenkmals Steinbruch Vorhalle mit der Kersbergwand haben bei der Entwicklung Vorrang vor der touristischen Erschließung. Ebenfalls soll der WBH /die HEG darlegen, wann die im Bebauungsplan Nr. 8/00 (526) Vorhalle Süd / Steinbruch - festgesetzten Verpflichtungen bzgl. des Steinbruches Vorhalle umgesetzt werden.

 

 

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Abstimmungsergebnis:

 

 

x

Einstimmig beschlossen

 

Dafür:

9

Dagegen:

0

Enthaltungen:

0

 

 

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Anlagen