08.11.2018 - 4 eGovernment / Digitalisierung
Grunddaten
- TOP:
- Ö 4
- Datum:
- Do., 08.11.2018
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:
Herr Thurau teilt mit, dass am 17.09.2018 die erste Testanwendung der Hagen App installiert und mit dem Fachbereich OB/B durchgesprochen wurde. Notwendige Anpassungen für eine einfache bzw. schlüssige Navigation auf möglichst vielen Endgeräten wurden abgestimmt. Auf Wunsch des Fachbereichs OB/B wurde der Mängelmelder mit einem Statusabruf in die App integriert. Derzeit (Stand Ende Oktober) wartet der HABIT auf weitere Informationen vom Fachbereich OB/B.
Des Weiteren informiert Herr Thurau darüber, dass in Abstimmung mit Fachbereich Öffentliche Sicherheit, Verkehr, Bürgerdienste und Personenstandswesen der Prozess zur Beantragung von Anwohnerparkausweisen für eine Digitalisierung aufgearbeitet wird. Eine Testumgebung für die Onlinebeantragung der Anwohnerparkausweise wurde bereits dem Fachbereich zur Testung eingerichtet. Die Prozesse „Behinderten-„ und „Handwerkerparkausweis“ sollen folgen.
Abschließend berichtet Herr Thurau über den aktuellen Stand zum Thema „Online-Terminvereinbarung“. Durch eine Vielzahl von Updates konnten sukzessiv Fortschritte erreicht werden.
Herr Ciupka fragt nach einem konkreten Präsentationstermin der Hagen App.
Herr Thurau erklärt, dass ein konkreter Termin nicht genannt werden kann, da der HABIT noch auf Daten Dritter angewiesen ist und auf die Zulieferung keinen Einfluss hat. Herr Thurau geht jedoch davon aus, dass im 1. Halbjahr 2019 die App dem Ausschuss präsentiert werden kann.
Ergänzend berichtet Herr Gerbersmann über das neue Selbsterfassungsterminal im Bürgeramt und dessen Vorteile. Dieses Speed Capture Terminal und die neue Park App zur Online-Zahlung der Parkgebühren wurden medienwirksam vorgestellt.
Zudem berichtet Herr Gerbersmann über eine Tagung, bei der Modellkommunen ihre digitalen Prozesse präsentiert haben. Es hat sich herausgestellt, dass zwei der drei von den Modellkommunen vorgestellten wesentlichsten digitalen Prozesse, von der Stadt Hagen ebenfalls bereits digitalisert wurden. Der dritte Prozess ist demnächst auch umgesetzt. Aus Sicht von Herrn Gerbersmann sind diese Fortschritte bei den Bürgern und auch den anderen Kommunen zu wenig bekannt.
Aus diesen Gründen sollen in Zukunft neue und auch bestehende digitale Prozesse und Strukturen der Verwaltung regelmäßig über die Medien publiziert werden.
Herr Ciupka fragt, ob es möglich ist, neue digitale Prozesse z.B. als Pop Up auf der Startseite der städtischen Homepage vorzustellen.
Herr Thurau bestätigt, dass dies technisch grundsätzlich möglich ist. Zu der von Herr Gerbersmann genannten Tagung, erklärt Herr Thurau, dass es sich insgesamt um fünf Modellkommunen handelte, die ihre Prozesse präsentierten und auch dafür prämiert wurden. Bis auf einen Prozess, der jedoch in Kürze auch umgesetzt ist, kann die Stadt Hagen ebenfalls mit den Prozessen aller fünf Modellkommunen aufwarten. Ergänzend merkt Herr Thurau an, dass zum Beispiel die Stadt Hagen (zunächst der HABIT, später auch die Kernverwaltung) den elektronischen Rechnungseingang, mit wenig andereren Kommunen, in Deutschland als erstes eingeführt hat. Im Bereich der elektronischen Rechnungslegung, welche ab April 2020 für alle Kommunen in NRW verbindlich ist, ist der HABIT NRW-weit fachlicher Spitzenreiter.
In diesem Bereich hat der HABIT an den Leitfäden der KGSt mitgeschrieben und auch innerhalb der KDN ist der Blick auf die Empfehlungen des HABIT gerichtet.
Herr Ciupka fragt, ob im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit solche Leistungen nicht anderen Kommunen angeboten werden können.
Herr Thurau erklärt, dass eine Übertragung von digitalen Prozessen auf andere Kommunen nicht ohne Weiteres möglich ist, da die Prozessstrukturen teils sehr unterschiedlich sind. Des Weiteren sind alle Kommunen verpflichtet, neu generierte Prozesse in die KGSt-Prozessbibliothek einzubringen. Diese Bibliothek ist für Kommunen frei zugänglich.
Herr Niedergriese fragt, ob alle neuen digitalen Prozesse auch in der Hagen App integriert werden.
Aus Sicht von Herrn Thurau ist es derzeit nicht sinnvoll sämtliche Prozesse in die Hagen App aufzunehmen. Herr Thurau verdeutlicht dies beispielhaft am Prozess „Ausfertigung einer standesamtlichen Urkunde“. Die Entscheidung obliegt jedoch dem Fachbereich OB/B mit den jeweiligen Fachbereichen, da der HABIT nur für die technische Umsetzung zuständig ist.
Auf Nachfrage von Herrn Mechnich gibt Herr Thurau einen zusammenfassenden Sachstand aus den letzten Ausschusssitzungen über die Entwicklung zur Ausweitung von Breitbandanschlüssen und der technsichen Ausstattung der Schulen. Im weiteren Diskussionsverlauf werden Probleme und Möglichkeiten beispielhaft aufgeführt. Herr Ciupka bittet abschließend um eine enge Begleitung des Schulbereichs durch den HABIT und die Task Force Digital.
