14.02.2018 - 2 Vortrag "Breitbandanschluss der Hagener Schulen...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 2
- Datum:
- Mi., 14.02.2018
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:
Einleitend verdeutlicht Herr Thurau anhand eines Beispiels, die immer steigende Bedeutung von Breitband in Hagener Schulen. Zudem weist Herr Thurau darauf hin, dass die Stadt Hagen für den HABIT immer Auftraggeber ist und somit die Rahmenbedingungen mit der entsprechenden Finanzierung festlegt. Der HABIT ist ein klassischer Auftragnehmer und beginnt erst nach Klärung der Rahmenbedingungen und Finanzierung zügig mit den jeweiligen Maßnahmen. Anhand einer PowerPoint Präsentation gibt Herr Thurau einen technischen Überblick zu Breitbandanschlüssen in Hagener Schulen. Dieser Vortrag liegt der Niederschrift als Anlage bei.
Herr Becker erläutert aus seiner Sicht die Zusammenhänge zwischen Technik, Pädagogik und Finanzen und geht insbesondere auf die pädagogischen Konzepte ein. Zur Fertigstellung der pädagogischen Konzepte durch die Schulen merkt Herr Becker an, dass durch den sukzessiven Ausbau von Breitband ab 2019 eine Erstellung dieser Konzepte bis Ende 2018 ausreichend sei. Zudem muss mit dem HABIT geklärt werden, was vom jeweiligen pädagogischen Konzept technisch umgesetzt werden kann. Herr Becker weist darauf hin, dass selbst wenn es dem Fachbereich Bildung als Auftraggeber möglich wäre den HABIT mit der flächendeckenden technischen Ausgestaltung der Konzepte innerhalb eines halben Jahres zu beauftragen, der HABIT gar nicht die Ressourcen hierfür hätte.
Herr Thurau stimmt Herrn Becker zu und bestätigt, dass der HABIT die Ressourcen nicht zur Verfügung hat. Ergänzend merkt Herr Thurau an, dass der HABIT momentan sogar Probleme hat, entsprechende Kabel zu kriegen. Dies liegt an der Verpflichtung der Telekom, bis Ende des Jahres technische Umstellungen vorzunehmen. Hierfür beauftragt die Telekom eine Vielzahl an Bauunternehmen mit Kabelverlegungen, welche den Markt leer kaufen.
Nicht nur aus Gründen der Finanzierung, sondern auch aus Gründen der Umsetzungsmöglichkeiten, z. B. durch HABIT, ist nach Meinung von Herrn Becker ein pädagogisches Stufenkonzept sinnvoll. Zum Thema Administration und Sicherheitsanforderungen weist Herr Becker ausdrücklich darauf hin, dass es ein großer Unterschied ist, ob eine Privatperson für sich eine individuelle Entscheidung trifft oder ob für eine Schule eine Entscheidung getroffen werden muss. Anhand eines Beispiels verdeutlicht Herr Becker die Rechtslage und Gefahren für die Stadt bei Missbrauch.
Zur Finanzierung der Digitalisierung Hagener Schulen stellt Herr Becker klar, dass ohne Hilfe von Bund oder Land eine Finanzierung nicht möglich ist und es derzeit keine belastbaren Programme von Bund und Land hierfür gibt.
Abschließend erläutert Herr Becker die bereits gemachten individuellen Fortschritte zur Digitalisierung in den jeweiligen Schulen. Die hier bereits gesammelten Erfahrungen können bei der Ausgestaltung eines Stufenkonzeptes eingebracht werden. Herr Becker gibt einen Ausblick auf den weiteren Verlauf zur Erstellung eines Stufenkonzepts und hat als Zielsetzung eine politische Beratung im Herbst genannt.
Herr Gerbersmann macht deutlich, dass der Verwaltung dieses Thema wichtig ist und sie es im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten vorantreiben möchte. Herr Gerbersmann wirbt ebenfalls für ein Stufenkonzept und weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Förderprogramme in der Regel nur die Infrastruktur mitfinanzieren, jedoch die Kommune bei der Finanzierung der laufenden Kosten auf sich alleine gestellt ist. Abschließend bestätigt Herr Gerbersmann, dass zu vertretende Maßnahmen insbesondere bei den laufenden Kosten auch ohne Förderprogramme im Rahmen der Möglichkeiten finanziert werden.
Herr Ciupka bedankt sich für die Vorträge und stellt fest, dass diese Sitzung als erster Aufschlag zum Thema Digitalisierung der Hagener Schulen zu sehen ist und den Ausschuss noch mehrere Monate bzw. Jahre intensiv begleiten wird.
Herr Böhm befürwortet ein Stufenkonzept und merkt an, dass ein solches Stufenkonzept unterschiedslos von Schulform zu Schulform betrachtet werden muss, um eine Gleichstellung aller Schulformen zu ermöglichen. Herr Böhm bittet zudem um Erläuterung, warum eine synchrone Datenleitung bei Breitband benötigt wird.
Frau Neuhaus erklärt, warum ihr dieses Thema als Vorsitzende des Schulausschusses so wichtig ist.
Frau Sommer-Bergenthal merkt an, dass die Lehrer entsprechend fortgebildet werden müssen und dies auch einige Monate oder Jahre in Anspruch nehmen wird. Zudem möchte Frau Sommer-Bergenthal wissen, wann mit der Fortbildung begonnen wird.
Herr Ciupka stimmt Frau Sommer-Bergenthal zu. Aus Sicht von Herrn Ciupka ist es nicht die Aufgabe des HABIT, sondern muss bei der gesamten Konzeptionierung berücksichtigt werden.
Herr Becker weist darauf hin, dass für Fortbildungen das Land zuständig ist und seit Sommer 2017 die Stundenzahlen von Medienberatern erhöht hat. Die Medienberater sind u.a. für die Planung und Durchführung von Fortbildungen von Lehrern zuständig.
Aus Sicht von Herrn Lechte wäre zum Beispiel eine strukturierte Verkabelung oder moderne Arbeitsplatz- bzw. Präsentationsausstattung als Grundlage für digitalen Unterricht der erste Schritt. Erst danach sollte als zweiter Schritt ein Breitbandzugang für Hagener Schulen erfolgen. Hierbei sollte sich die Internetgeschwindigkeit an das digitale Schulangebot und der von Anbietern möglichen Bandbreite orientieren.
Herr Thurau berichtet, dass in den Schulen die strukturierte Verkabelung weitgehend vorhanden ist und der HABIT auch für eine moderne Arbeitsplatzausstattung schon Lösungen anbietet. Des Weiteren erklärt Herr Thurau, dass eine synchrone Datenleitung vom Land empfohlen wird und zudem ab einer gewissen Bandbreite nur noch synchrone Anschlüsse angeboten werden.
Herr Gerbersmann stimmt Herrn Lechte zu, dass zunächst die technische Ausstattung für digitalen Unterricht in den Schulen vorhanden sein muss und verdeutlicht dies anhand eines Beispiels. Herr Gerbersmann verweist in diesem Zusammenhang auf das Bildungsnetzwerk.
Ergänzend merkt Herr Becker an, dass das Interesse der Hagener Schulen so groß ist, dass es bereits eine Warteliste für das Bildungsnetzwerk gibt. Auf Grund zu schlechter Internetanbindung ist für vereinzelte Schulen eine Aufnahme ins Bildungsnetzwerk nicht möglich.
Herr Böhm würde gerne wissen, ob auch alternativ eine Breitbandanbindung der Hagener Schulen über Richtfunk im Rahmen der Förderung möglich ist.
Herr Thurau bestätigt, dass unter Einbehaltung der Bedingungen auch Richtfunk förderungsfähig ist und äußert seine Bedenken zu dieser technischen Lösung.
Herr Ciupka stellt fest, dass in den nächsten Sitzungen dieses Thema weiter behandelt wird.
Anlagen
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(wie Dokument)
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