05.12.2018 - 4.1 Berichterstattung Entwicklung Harkort-/Hengstey...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 4.1
- Gremium:
- Sport- und Freizeitausschuss
- Datum:
- Mi., 05.12.2018
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:05
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
Anhand einer Power-Point-Präsentation erläutert und informiert Herr Grothe über den aktuellen Sachstand, sowie die Entwicklung der geplanten Projekte für den Harkort-/Hengsteysee, inklusive Hengsteybad.
Im Anschluss an die Präsentation fragt Herr Thieser ob das, was vorgetragen wurde, im nächsten Jahr in einer Vorlage in die politische Beratung gehen wird? Dies bejaht Herr Grothe.
Herr Thieser bittet darum, die Präsentation als Anhang zum Protokoll zur Verfügung gestellt zu bekommen. Mit einer schriftlichen Vorlage im nächsten Jahr kann sich dann noch einmal intensiv mit den Detailfragen auseinander gesetzt werden. In Richtung IGA wird es als RVR-Vertreter als wichtig angesehen, möglichst frühzeitig über konkrete Vorstellungen der Stadt informiert zu werden, um diese in die Diskussion in Essen in allen Fraktionen mit einbringen zu können.
Herr Grothe teilt hierzu mit, dass alles in der Präsentation Gezeigte dem RVR bekannt sind. Zur IGA wird es, wenn die Betreibergesellschaft steht, eine Diskussion geben. Innerhalb der 90 Maßnahmen muss es eine Auswahl geben. Zudem müsse man sich in diesem Zusammenhang der Konkurrenz aus anderen Städten stellen. Die Chancen hierzu werden als gut angesehen. Das Thema muss bis zum Jahr 2027 entsprechend gefüllt werden. Nach Beprobung möglicher Altlasten gilt es, ein bauliches Konzept zu erstellen, welches im Jahr 2019 zu beschließen ist. Sobald im Weiteren dann Fördermittel generiert werden können, soll das ‚Ausbauen‘ beginnen.
Hinweis der Schriftführerin:
Die Power-Point-Präsentation ‚IGA Metropole Ruhr 2027‘ ist der Niederschrift
als Anlage beigefügt.
In einer weiteren Power-Point-Präsentation werden die Ergebnisse der Untersuchung des Standortes Familienbad Hengstey durch die Firma ProFund dargestellt und durch Herrn Grothe erläutert.
Hinweis der Schriftführerin:
Die Präsentation ‚STANDORTENTWICKLUNG FAMILIENBAD HENGSTEY‘ ist der Niederschrift als Anlage beigefügt.
Herr Thieser bedankt sich bei Herrn Grothe und stellt abschließend fest, dass die Präsentation als Anhang zum Protokoll zur Verfügung gestellt werden, so dass die Ausschussmitglieder die Gelegenheit haben, sich mit der Angelegenheit vertiefend auseinander zu setzen. Im Jahr 2019 wird eine ausführliche Beschlussvorlage mit Detailerläuterungen kommen, mit der sich der Ausschuss dann im Weiteren beschäftigen wird.
Als Vertreter für Menschen mit Behinderungen fragt sich Herr Heiermann, wie es trotz bestehender UN-Behindertenkommission als bestehendes Recht dazu kommen konnte, dass in beiden Präsentationen keine Auswirkungen für Menschen mit Behinderungen aufgeführt sind? Dies wird als unverantwortlich angesehen. Es wird die Frage gestellt, ob bei der Erstellung der Radwege diese zweispurig angelegt werden, sodass eine Spur für Radfahrer und eine für Fußgänger vorhanden ist? Es wird hier eine erhebliche Gefahr für Rollstuhlfahrer und kleinwüchsige Menschen gesehen, welche durch Radfahrer übersehen werden könnten. Bei der Einrichtung des Hotels ist eine behindertengerechte Einrichtung zwar nicht zwingend erforderlich, dies sollte aber dennoch Berücksichtigung finden. Eine Brücke zu errichten, die für einen Rollstuhlfahrer oder gehbehinderten Menschen nicht begangen werden kann, geht nicht. Dies wird als Missachtung des betroffenen Personenkreises angesehen, was auch als Diskriminierung angesehen werden könnte. Es wird darum gebeten, in den jeweiligen Gremien einen entsprechenden Beschluss zu fassen, dass das Baudezernat sich damit befasst, um eine Nacharbeitung zu ermöglichen.
Herr Thieser weist bezogen auf die Aussagen des Herrn Heiermann darauf hin, dass es sich heute lediglich um eine erste Präsentation gehandelt hat. Die Vorlage zu den beiden Projekten wird erst Anfang des Jahres 2019 kommen. Es wird davon ausgegangen, dass eine behindertengerechte Planung eine Selbstverständlichkeit darstellt. Ein separater Beschluss hierzu wird daher als nicht erforderlich angesehen. Probleme für behinderte Menschen werden nicht gesehen.
Herr Dr. Fischer stellt zum Verständnis die Nachfrage, ob nach der ersten Präsentation an der Dortmunder Str. auch eine Gastronomie entstehen kann. Somit liegen dann vier Gastronomiebetriebe vor. Die Lage am Hengsteysee wird als problematisch angesehen und mit der Gastronomie an der Glörtalsperre verglichen, welche ein Saisongeschäft ist. Dies soll bedacht werden.
Herr Grothe teilt mit, dass lediglich die öffentliche Infrastruktur ausgebaut wird. Optional wird angeboten, dass im Bereich der Dortmunder Str. eine Baufläche festgelegt wird. Ob diese tatsächlich nach den vorliegenden, wirtschaftlichen Argumenten in Anspruch genommen wird, ist unbekannt. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass sich aufgrund der Lage ein Investor finden wird.
Bezugnehmend auf die Aussage des Herrn Dr. Fischer teilt Herr Schulte mit, dass nach seiner Auffassung an besagter Stelle ein Beachclub sehr gut hinpassen würde. In Herdecke gibt es einen solchen bereits, der als Einziger vor Ort und hoch frequentiert ist. Die Idee wird daher für Hagen unabhängig von Wetterlagen als funktionierendes Verfolgungsziel angesehen. Bei Betrachtung der Planung fällt immer auf, dass außer am Harkortsee von allen umliegenden Städten erfolgreich bis an das Ufer gebaut wird. Das Passieren ist zwar fußläufig möglich, jedoch nicht bei Regen und immer halb durch die Vorgärten der zeltenden Menschen. Dies ist zum einen unerfreulich und auch für die Vorhaller Bürger unschön, als einziger Stadtteil bei direkter Wasserlage vom Wasser getrennt zu sein. Es wird gefragt, ob dies geprüft wurde und ggf. zu ändern ist.
Hierzu erläutert Herr Grothe, dass sich bereits seit etwa acht bis neun Jahren mit dieser Idee auseinander gesetzt wird. Hierzu wurden Gespräche geführt mit den Landwirten, die Betreiber der entsprechenden Campingplätze sind. Diese sollten zum Land hin erweitert werden, damit so Stellplätze vorne aufgegeben werden können, die dann einen vorderen Weg ermöglichen. Das Erweiterungsverfahren zur Bebauung der Campingplätze ist jedoch gescheitert, da aufgrund der Kläranlage eine negative Stellungnahme des Ruhrverbandes vorgelegen hat. Die dort vorhandenen Geruchsbelästigungen haben zur Einstellung der Pläne geführt. Mittlerweile liegt ein Gutachten der Stadt Herdecke vor, dass in einer neuen Wohnbebauung auf Westwindseite keinerlei Beeinträchtigungen diesbezüglich vorliegen. Langfristig sollen die Pläne daher wieder aufgenommen werden. Kontakte mit den Eigentümern bestehen, Gespräche gestalten sich jedoch als schwierig. Ebenfalls soll eine Vernetzung der dort ansässigen Vereine erfolgen. Gespräche hierzu finden ebenfalls statt.
Herr Budweg schlägt in diesem Zusammenhang vor, den öffentlichen Nahverkehr in die Planungen mit einzubinden.
Herr Grothe stellt fest, dass eine gute Erreichbarkeit des Bades bereits gegeben ist. Ein großes Thema in Bezug auf die Erschließung/Vernetzung ist einmal die Verbindung durch die Radwege und die Steigerung der Attraktivität des Haltepunktes Vorhalle, so dass man mit dem ÖPNV die Örtlichkeit erreichen kann. Gespräche mit der Bahn werden entsprechend geführt.
Da keine weiteren Wortmeldungen vorliegen bedankt Herr Thieser sich abschließend für die Präsentation.
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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1
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(wie Dokument)
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4,1 MB
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2
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(wie Dokument)
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5,9 MB
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