17.04.2018 - 5 Anfragen gemäß § 18 der Geschäftsordnung

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Wortprotokoll

Herr Walter fragt nach den Räumlichkeiten der ehemaligen Catacombe. Angesichts des Umzugs des Stadtmuseums wäre es ja sehr charmant, diese räumlich zu integrieren und wenn man so etwas wie ein NS Dokumentationszentrum planen würde, könnte man ja auch entsprechende Fördermittel anstreben. Frau Kaufmann antwortet, dies sei natürlich eine Möglichkeit und befinde sich in der Prüfung

 

Herr Voigt spricht nochmal den Tagesordnungspunkt „Komm nach Hagen ..., mach dein Glück" aus der letzten Sitzung an und findet die drei Wochen eine zu kurze Zeit. Er fragt, ob man die Ausstellung für eine längeren Zeitraum anbieten könne, zumal der Besuch in der Ferienzeit nicht jedem möglich sei. Herr Söhnchen erinnert sich, dass man schon in der letzten Sitzung hiernach gefragt habe und die Antwort erhalten habe, dass dies nicht möglich sei. Herr Dr. Belgin bestätigt dies, erläutert die Genese des Projekts von einer Ausstellung hin zu einer Darbietung des Themas in Form eines umfassenden Rahmenprogramms. Man habe sich entschieden, nicht nur aus finanziellen Gründen sondern auch aus inhaltlichen Gründen, nicht mehr nur von einer Ausstellung, sondern von einem Festival zu sprechen, und man wisse ja aus bundesdeutschen Erfahrungen, dass sich Festivals immer auf einen eingeschränkten Zeitraum konzentrieren würden. Man habe mittlerweile fast zwanzig Programmpunkte im Rahmenprogramm, die sehr interessant seien und die man im Laufe der Zeit sehen könne. Solch ein Programm könne man aber nicht auf drei Monate ausdehnen. Eine Ausstellung, die Exponate zeige wie Gitarren, wie ein Schlagzeug und eine Goldene Schallplatte, so etwas schaue man sich einmal, mit Gästen vielleicht zweimal an, aber man schaue sich dies nicht sehr häufig an. Dies sei eine Realität, die man auch aus anderen Musikausstellungen kenne. Man habe eine direkte Kommunikation mit dem Ruhrmuseum Essen, welches über ein halbes Jahr die Ausstellung „Rock und Pop im Ruhrgebiet“ gezeigt habe und wenn die Essener heute so eine Ausstellung noch einmal machen würden - für die sie 750.000 Euro zur Verfügung gehabt hätten, und in Hagen habe man 70.000 Euro - dann würde man das dies auf einen kürzeren Zeitraum konzentrieren, weil das Interesse, eine Ausstellung wie diese mehrfach zu sehen, sehr beschränkt sei. Man habe deshalb in Zusammenarbeit mit Heike Wahnbaeck, die diese Idee an das Museum herangetragen habe, auf das Rahmenprogramm gesetzt, zu dem man einen großen Zulauf erwarte. Der Ausstellungszeitraum sei diskutiert worden, aber die Erfahrungen sprächen dagegen. Man möchte etwas machen, was für Hagen wichtig sei, nämlich eine 350 Seiten starke Publikation herausbringen, die einige Kraft abfordere, aber in der zum ersten Mal überhaupt über die Dekade 1975 bis 1985 hinweg aus sehr verschiedenen Blickwinkeln diese ganze Szene dokumentiert werde, mit Interviews und soziologischen Analysen. Und zukünftige Aktivitäten wären möglich, es könne dann auch zu Jubiläen oder bei anderen Gelegenheiten neue Präsentationen zu dem Thema geben, das Festival sei ja kein Endpunkt.

 

Herr Eiche fragt nach dem Relief vor dem Westfalenbad und wird informiert, dass der Stand sich seit der letzten abschließenden Besprechung im KWA nicht geändert habe. Herr Söhnchen weist auf die Möglichkeit hin, weitere Fragen zum Bewuchs an diesem Ort an den Umweltausschuss zu richten.

 

Frau Purps bezieht eine Zwischenfrage auf den Punkt von Herrn Dr. Belgin, dass sehr viele Kooperationspartner bei der NDW-Ausstellung beteiligt seien. Sie möchte nach einem Gespräch mit Frau Wahnbaeck darauf hinweisen, dass die Kommunikation auch gerade zu den eingeladenen Künstlern Frau Wahnbaeck einbeziehen müsse. Herr Becker verweist zur Erklärung auf eine E-Mail, die wohl nicht zeitnah gelesen worden sei.

 

Frau Purps äert ein großes Lob für die Veranstaltung „Planet Hagen“, diese sei sehr gut vorbereitet gewesen. Sie schließt die Frage an, ob man diese Veranstaltung beim nächsten Mal nicht an zwei Tagen machen könne, damit man angesichts der Fülle auch mehr Angebote wahrnehmen könne. Herr Söhnchen verweist darauf, dass auch dieser Punkt mehrfach  besprochen worden sei.

Frau Redlberger greift auf, dass diese Bitte von vielen Seiten an die Veranstalter herangetragen worden sei. Das Projekt sei partizipativ angelegt, so dass die Kreativen, Künstlerinnen und Künstler dazu mitreden könnten, es werde gemeinsam diskutiert und entschieden. Letztendlich sei das Motto bei „Planet Hagen“ immer „lieber zu hungrig als zu satt" gewesen, also durch eine gewisse Verknappung zu erreichen, dass jeder Besucher anderen erzählt, wieviel zu wieviel Tolles zu sehen sei. Es gäbe einen Reichtum in dieser Stadt, und diesen Eindruck wolle man mit der Veranstaltung erreichen. Da der Drang zu zwei Tagen allerseits inzwischen aber so groß sei, habe der Vorschlag große Chancen und würde mit den Beteiligten abgestimmt werden. Frau Purps weist darauf hin, dass dies ja auch für die Künstler schön sei, sich gegenseitig besuchen zu könne. Worauf Herr Söhnchen entgegnet, dass dies eine Frage des Konzepts sei; wenn man zwei Tage im eigenen Atelier sei, habe man auch keine Möglichkeit, Andere zu besuchen. Herr Söhnchen fasst zusammen, dass die Frage konzeptionell überdacht werde.

 

 

 

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