05.09.2018 - 7 Betreuung von unbegleiteten minderjährigen Ausl...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 7
- Sitzung:
-
Sitzung des Jugendhilfeausschusses
- Gremium:
- Jugendhilfeausschuss
- Datum:
- Mi., 05.09.2018
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
Frau Dahl berichtet, dass die Zahlen stetig sinken und die Quote der unbegleiteten minderjährigen Ausländer (UMA) aktuell auf einem Tiefstand ist. Derzeit sind es ca. 10.000 UMA in ganz NRW und in Hagen werden aktuell 80 UMA betreut. Es gibt fast gar keine Neufälle. Die Quote für Hagen liegt bei 105. Weiterhin sind viele UMA älter und volljährig geworden. Sie „entwachsen“ damit der Jugendhilfe. Die Begleitung der Volljährigen erfolgt durch 55/5 oder im ambulanten Rahmen. Interessant im Hinblick auf den Arbeitsmarkt ist, dass es immer mehr UMA gibt, für die die Einleitung eines Asylverfahrens nicht zielführend wäre. Damit ist die Vermittlung in eine Ausbildung oder auf den Arbeitsmarkt zwingend und notwendig, um darüber eine Ausbildungsduldung zu erlangen. Dies stellt auch eine große Herausforderung an die Träger dar, die die jungen Menschen in den Arbeitsmarkt begleiten. Die Träger sind sehr engagiert. Viele Einstiege erfolgen über Praktika. Die Wahl des Ausbildungsberufes ist nicht immer die erste Wahl.
Herr Stechele ergänzt, dass die Integrationsquote von Migrationsjugendlichen NRW weit relativ hoch ist.
Frau Köppen betont, dass die Haltung zur Arbeit und zur Ausbildung in der Regel sehr gut ist und die jungen Menschen hoch motiviert sind. Probleme gibt es dann in der Berufsschule, da dort keine Rücksicht auf evtl. Sprachprobleme genommen wird. Hier besteht ein besonderer Förderbedarf, um im schulischen Bereich mitzuhalten.
Herr Stechele weist auf die Förderung über assistierte Ausbildung – abH (ausbildungsbegleitende Hilfen) – hin. Es gibt ausreichend Möglichkeiten, die natürlich mit dem Betrieb und der Schule koordiniert werden müssen. In vielen Fällen lassen sich Lösungen finden.
