07.03.2018 - 11 Antrag der CDU-FraktionSachstandsbericht: Sprac...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 11
- Sitzung:
-
Sitzung des Jugendhilfeausschusses
- Gremium:
- Jugendhilfeausschuss
- Datum:
- Mi., 07.03.2018
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Vorschlag zur Tagesordnung
- Federführend:
- FB55 - Jugend und Soziales
- Bearbeitung:
- Sabine Hogrebe
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:
Frau Cramer erläutert den Antrag der CDU-Fraktion.
Man erwarte einen Sachstandsbericht zu dem Thema. Sie gehe davon aus, dass der Antrag auch im Schulausschuss behandelt werde.
Herr Reinke erinnert daran, dass man das Thema bereits im letzten Jahr auf Initiative der Fraktion Hagen-Aktiv intensiv beraten habe. Seinerzeit seien auch der Jugendhilfeausschuss und der Schulausschuss involviert gewesen. Man wünsche sich nun einen aktuellen Bericht. Könne bereits dazu Stellung genommen werden?
Herr Goldbach erklärt, dass das aufgrund der kurzen Zeit nicht möglich gewesen sei. Große Teile des Berichts könnten auch nicht vom Fachbereich Jugend und Soziales beantwortet werden. Kinder, für die noch eine gesonderte Sprachfeststellung durchgeführt werde, lägen im Zuständigkeitsbereich der Schulaufsicht.
Man habe die Anfrage auch an den Fachbereich Bildung und die Schulrätinnen weitergeleitet.
Man werde in der nächsten Sitzung dazu berichten.
Herr Reinke erklärt, dass man damit einverstanden sei und formuliert den Beschlussvorschlag.
Frau Hamann positioniert sich zum Schreiben der Ministerin aus fachlicher Sicht der Jugendhilfe. Nach allen Entwicklungen von Sprachförderprogrammen in Kitas sei man zu der Überzeugung gelangt, dass man Sprachentwicklung in frühen Jahren nur alltagsintegriert organisieren könne. Programme dieser Art seien in der Regel nicht wirksam und erfolgreich. Auf Seite 2 des Schreibens werde ausgeführt, dass wissenschaftliche Erkenntnisse gezeigt hätten, dass additive Angebote nicht die gewünschte Wirkung erzielt hätten. Sie aus der Fachpraxis wolle das noch einmal deutlich machen. Es wäre wünschenswert, diese Handlungsansätze dabei zu berücksichtigen. Das solle auch für Kinder gelten, die sich nicht im System der Jugendhilfe entwickeln dürften.
Herr Reinke dankt Frau Hamann für den Hinweis. Er teile die dargelegten Ausführungen.
Herr Jörg betont, dass er Frau Hamann für den Hinweis sehr dankbar sei. Er weist darauf hin, dass mit der Sprachstandserhebung der Kontakt zu den Eltern habe hergestellt werden sollen. Daraus könne man dann die Sprachförderung ableiten.
Frau Kaufmann erklärt, dass sie dieses Thema bei Gelegenheit gern vertiefen wolle. Dann könne man sich zu dem Thema gemeinsam Gedanken machen. Sie stelle sich die Frage, warum der Kindergarten ab dem 4. Lebensjahr nicht verpflichtend sei.
Die Stimmung unter den Lehrern in den Grundschulen sei schlecht, da diese am Ende ihrer Kraft seien. Die Herausforderungen, die die Kinder mitbrächten, seien neben Inklusion und anderen Aufgaben kaum mehr zu bewältigen. Es sei die Forderung in den Raum gestellt worden, wieder ein Schulkindergarten einzuführen. In Dortmund solle ein Modellprojekt an den Start gehen. Über diese Probleme müsse man sprechen. Sie sei Herrn Jörg dankbar, wenn man dazu ins Gespräch komme. Er habe landespolitisch andere Möglichkeiten.
Herr Jörg erwidert, dass er gern dazu bereit sei.
Herr Reinke erinnert daran, dass man sich darauf verständigt habe, das Thema in der nächsten Sitzung erneut aufzugreifen. Dazu benötige man Datenmaterial in Form von Zahlen.
Er stellt den bereits formulierten Beschlussvorschlag zur Abstimmung.
Beschluss:
Die Verwaltung wird beauftragt, zu folgenden Fragen im Jugendhilfeausschuss und
im Schulausschuss zu berichten:
Wie hat sich die Zahl der Hagener Kinder entwickelt, die zum Zeitpunkt der
Einschulung über keine oder nur sehr schlechte Deutschkenntnisse verfügen,
obwohl sie bereits ggf. seit Jahren in Deutschland leben?
Wie viele Kinder besuchen keine Kita und wie viele Eltern haben der Beobachtung
und Dokumentation der sprachlichen Bildung nicht zugestimmt?
Wie viele der vorgenannten Kinder nehmen dann an der Sprachstandserhebung
zwei Jahre vor der Einschulung teil?
Mit welchen Ergebnissen und welcher daraus resultierenden Förderung?
Wie viele Kinder nehmen an der vorgenannten Sprachstandserhebung nicht teil
und werden erst bei der Anmeldung zur Grundschule auf das Beherrschen der
deutschen Sprache geprüft?
Anlagen zur Vorlage
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