19.09.2018 - 2 Einwohnerfragestunde
Grunddaten
- TOP:
- Ö 2
- Gremium:
- Bezirksvertretung Hagen-Nord
- Datum:
- Mi., 19.09.2018
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
Herr W. spricht die neu aufgestellten Abfallbehälter am Boeler Marktplatz an. Er merkt an, dass die Zigaretten auf den Müllbehältern ausgedrückt würden. Aus seiner Sicht sei eine Variante der Behälter mit einem Einsatz für Zigarettenascher
sinnvoller.
Weiterhin macht er auf die Verunreinigungen und Wildbewuchs vor dem Amtshaus in Boele aufmerksam.
Herr Kohaupt sagt eine Prüfung und Beseitigung durch die Fachverwaltung zu.
Herr W. fragt nach, ob im Kreuzungsbereich der Schwerter Straße und der Wandhofener Straße die Ampelschaltung optimiert werden könne. Durch die Veränderungzwei- auf einspurige Straßenführung vor den Ampelanlagen käme es immer wieder zu gefährlichen beinahe Zusammenstößen.
Herr Kohaupt entgegnet, er werde „Landesbetrieb Straßen NRW“ um eine Prüfung bitten, da es sich um eine Landesstraße handle.
Herr H. geht auf die Verkehrssituation „Auf den Kuhl /Eschenweg“ ein. Besonders störend sei der Lieferverkehr des AWO Heimes. Die Anlieferung erfolge oftmals bereits um 5 Uhr morgens. Weiterhin würde im Bereich des Kindergartens viel zu schnell gefahren. Er möchte wissen, wann das Seniorenheim über die Pappelstraße/ Joh.-Friedrich-Oberlin-Straße angeliefert werde.
Herr Kohaupt erwidert, dass der Straßenzustand und Anlieferverkehr des AWO-Seniorenheimes schon seit ca. 15 Jahren immer wieder Gegenstand von Beschwerden und politischer Diskussion gewesen sei.
Eine Verbesserung des Straßenzustandes im „Eschenweg“ könne nicht losgelöst von dem der Straße „Auf dem Kuhl“ betrachtet werden. Hier war seitens der Stadt Hagen ein Ausbau für das Jahr 2007 geplant, was 2005, nicht zuletzt aus Kostengründen (Eigenanteil), zu massiven Protesten der Anwohner beider Straßen geführt habe.
Die Mitglieder der Bezirksvertretung Nord hätten sich seinerzeit über die Parteigrenzen hinweg dafür ausgesprochen, diesen Bürgerwillen zu akzeptieren und auf einen Ausbau zu verzichten. Ein Ergebnis, das seitens der Verwaltung -insbesondere unter dem Aspekt der Substanzerhaltung des städt. Straßennetzes kritisiert wurde. Unterhaltungsmaßnahmen im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht waren -und sind- von diesem politischen Votum nicht betroffen.
Auf die Frage zum Anlieferverkehr des Seniorenheimes, wurde bereits 2003 vom Bauordnungsamt dahingehend geantwortet, dass das Heim aufgrund der topografischen Lage des Grundstücks von zwei Straßen erschlossen werde. Der Haupteingang für Besucher sei von der Joh.-Friedrich-Oberlin-Straße vorgesehen und der Anlieferverkehr für die Versorgung des Gebäudes erfolge über das Untergeschoss über Baurothstraße, Auf dem Kuhl und Eschenweg.
Die Baugenehmigung (1973) sehe diese Erschließung ausdrücklich vor, weil die Konzeption und Organisation des Gebäudes die Anlieferung an dieser Stelle erfordere. Mit dem angesprochenen Außenaufzug an der Joh.-Friedrich-Oberlin-Straße
könne das Untergeschoss angeblich nicht erreicht werden.
Hinsichtlich des Anlieferverkehrs hatte die Betriebsleitung im November 2014 mitgeteilt, dass eine Warenannahme der Küche gegen 5.00 Uhr morgens nicht vorgesehen sei, da dort erst gegen 6.00 Uhr die Arbeitszeit beginne.
Soweit bekannt, bestehe im Eschenweg und Auf dem Kuhl eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 Km/h, die vom Ordnungsamt in unregelmäßigen Abständen kontrolliert werde.
Eine gegenseitige Rücksichtnahme aller Verkehrsteilnehmer, also Fußgänger und Fahrzeugführer, setze er voraus.
Herr H. merkt an, dass bis zum Ausfall des Aufzuges des AWO-Seniorenheimes die Anlieferung über die Joh.-Friedrich-Oberlin-Straße erfolgt sei.
Herr Kohaupt teilt mit, dass es ein Gespräch mit der Verwaltung des Seniorenheimes geben werde, um nach Lösungsansätzen zu suchen und um anschließend versucht werden müsse, die Problemlage weitgehend zu beheben.
Frau P. ergänzt, dass der Lastenaufzug des Seniorenheimes schon seit ca. 38 Jahren außer Betrieb sei und seit dieser Zeit das Haus von der Rückseite beliefert werde. Die LKW- Fahrer seien von der Hausverwaltung angewiesen worden, nur Vorwärts anzuliefern und auf dem Gelände der AWO zu wenden. Man versuche das Befahren durch LKW so gering wie möglich zu halten. Einzig die Kühltransporte
müssten aus hygienischen Gründen das Gebäude direkt anfahren.
Herr Kohaupt bittet die Polizei, die Geschwindigkeit in dem Bereich weiterhin zu überwachen.
