27.09.2005 - 5.6 Luftreinhalteplan Hagen Innenstadt-1. Fortschre...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 5.6
- Gremium:
- Bezirksvertretung Hagen-Mitte
- Datum:
- Di., 27.09.2005
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 15:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Berichterstatter: Herr Dr. Braun.
In seiner Berichterstattung bezieht
sich Herr Dr. Braun auf eine aktuell bestehende EU-Rahmenrichtlinie, die zu
einer Sperrung des Graf-von-Galen-Ringes führen könne. Hintergrund seien die
Luftqualitätsrahmenrichtlinien der EU, nach denen die Großstädte verpflichtet
sind, Feinstaubkonzentrationsmessungen an Emissionsbrennpunkten durchzuführen.
Ergänzend informiert Herr Dr. Braun über die bestehenden festgeschriebenen
Maßnahmen im Luftreinhalteplan wie der Bahnhofshinterfahrung, der
City-Logistik, der Umrüstung von Bussen der Hagener Straßenbahn AG, das
Pilotprojekt zum LKW-Routenkonzept und das Computergesteuerte LKW
Umleitungssystem. Die Aufforderung der Bezirksregierung einen Aktionsplanes im
Oktober 2005 einzuführen, werde sich sehr intensiv auf den bisherigen Verkehr
der Stadt Hagen auswirken.
An der umfangreichen und kontrovers
geführten Diskussion beteiligen sich Herr Glaeser, Herr Klessa, Herr
Löwenstein, Herr Homm, Herr Tropitz, Frau Richter, für die Polizei Herr
Feldhaus und für die Verwaltung Herr Schmidt, Herr Dr. Braun und Herr Grothe.
Herr Dr. Braun kann die Nachfrage von
Herrn Glaeser nicht bestätigen, dass mit der Einführung der LKW-Maut am
Graf-von-Galen-Ring ein erhebliches vermehrtes LKW Verkehrsaufkommen zu
verzeichnen sei.
Herr Grothe und Herr Dr. Braun
informieren darüber, dass die EU sich zurzeit Gedanken darüber mache, inwieweit
das Thema Feinstaubproblematik in einem längerfristigen Zeitraum betrachtet
werden könnte. Regelungen hierzu wurden vom EU-Parlament noch nicht
verabschiedet. Daraus ergebe sich, dass diese Thematik weiterhin aktuell
bleiben werde.
Im weiteren Diskussionsverlauf
erörtern die Diskussionsteilnehmer Fragen zu den vorgesehenen langen
Umleitungswegen, zu den bestehenden Einzelhandel, zu Zielverkehre der
Innenstadt und deren gegebenenfalls zeitlichen Beschränkung, zu fehlenden intelligenten
Konzepten sowie vorrangigen Gesundheitsschutz der Bevölkerung. Insbesondere
werden die von der Bezirksregierung angedachten Vorstellungen zum Aktionsplan
debattiert, die sich unter anderem mit der Aus- und Beschilderung von Umleitungswegen
beschäftigen.
Herr Feldhaus befürchtet, dass mit
Inkrafttreten des Aktionsplanes ein Verkehrschaos ausgelöst werde. Die Polizei
sähe sich dann nicht in der Lage den Verkehr, mit den zur Verfügung stehenden
Einsatzkräften, über einen längeren Zeitraum zu regeln. Dies wurde der
Bezirksregierung in einem offiziellen Schreiben der Polizei mitgeteilt. Alle Beteiligten
sollten über die Aufstellung eines zweiten Aktionsplanes nachdenken, der sich
mit einem eventuellen Verkehrschaos auseinander setze.
