22.11.2017 - 7.10 Einrichtung eines Lebensmittelmarktes im Quarti...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 7.10
- Sitzung:
-
Sitzung des Beschwerdeausschusses
- Datum:
- Mi., 22.11.2017
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB01 - Oberbürgermeister
- Bearbeitung:
- Bibiane Stein-Majewski
Wortprotokoll
Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:
Herr Dr. Bücker ruft den Tagesordnungspunkt auf und erteilt dem Antragsteller, Herrn H., das Wort.
Herr H. stellt sich vor und erläutert, dass der Ortsverein Kuhlerkamp/Wehringhausen ihn gebeten hat, diesen Antrag zu formulieren.
Herr H. macht deutlich, dass es im Bereich Kuhlerkamp keinen Arzt, keine Apotheke und keinen Lebensmittelmarkt mehr gibt. Zudem hat nun der Aldi im Bereich des Hauptbahnhofes ebenfalls geschlossen, so dass die Bewohner keine Möglichkeit haben, mit öffentlichen Verkehrsmitteln einen Lebensmittelmarkt zu erreichen. Der Aldi-Markt an der B7 in Wehringhausen ist mit dem Bus sehr schlecht zu erreichen, mit schweren Einkäufen sei der Weg zur Bushaltestelle für viele zu weit und zu beschwerlich.
Herr H. bittet die Mitglieder des Beschwerdeausschusses um einen Empfehlungsbeschluss an die BV Mitte oder den Stadtentwicklungsausschuss bezugnehmend einer Einrichtung eines Lebensmittelmarktes im Quartier Kuhlerkamp.
Herr Dr. Bücker bedankt sich für die Erläuterungen und erteilt der Verwaltung, vertreten durch Frau Jacobs, das Wort.
Frau Jacobs bestätigt, dass es im Bereich Kuhlerkamp tatsächlich einen Versorgungsengpass gibt. Sie versichert, dass die Stadt Hagen einem potentiellen Anbieter unterstützend entgegenkommen würde, sofern dieser bereit ist, auf einer kleinen Fläche im Bereich Kuhlerkamp einen Lebensmittelmarkt zu eröffnen.
Frau Jacobs weist darauf hin, dass der vorgeschlagene Standort auf dem Hawker-Gelände kein idealer Standort im Sinne einer insgesamt nachhaltigen Sicherung der Versorgungsqualität sei. Zudem seien 700 – 1.000 Meter zulässig, um eine Einkaufsmöglichkeit fußläufig zu erreichen. Frau Jacobs schlägt vor, in Zusammenarbeit mit der Hagenagentur ein „Kleingeschäftekonzept“ zu entwicklen. Optional könnte versucht werden, mobile Anbieter von Lebensmitteln für die Versorgung des Quartiers Kuhlerkamp zu gewinnen. Darüber hinaus wäre das Konzept der CAP-Märkte ebenfalls denkbar.
Herr Dr. Bücker bedankt sich bei Frau Jacobs für ihre Stellungnahme.
Herr Hentschel bestätigt, dass es im Bereich Kuhlerkamp tatsächlich erhebliche Versorgungslücken gibt, seines Erachtens ist ein CAP-Markt dort durchaus denkbar.
Herr Romberg bedankt sich bei Frau Jacobs für die ausführliche und fachlich begründete Darstellung der Problematik. Herr Romberg verweist auf einen Beschluss, aus dem hervorgeht, dass auf dem Hawker-Gelände kein Einzelhandel angesiedelt wird, sondern dass dieser Bereich als Gewerbefläche genutzt werden soll. Die Ansiedelung eines CAP-Marktes ist wiederum im Bereich Kuhlerkamp als durchaus positiv zu bewerten, so dass Herr Romberg eine Überweisung an den Stadtentwicklungsausschuss vorschlägt.
Frau Kulla bedankt sich ebenfalls für die ausführliche Darstellung der Problematik und macht deutlich, dass es auch weitere Modelle gibt, wie beispielsweise das „Wohnen im Quartier“, die hier ebenfalls erwähnt werden sollten. Frau Kulla schlägt vor, die Beschwerde an den Behindertenbeirat und den Stadtentwicklungsausschuss zu überweisen und appelliert, mehr Verantwortung zu übernehmen und für eine möglichst optimale Versorgung der Bürgerinnen und Bürger, insbesondere im Alter, in dieser Stadt zu sorgen.
Frau Jacobs, Herr Arndt, Herr Gräwe und Frau Kulla beteiligen sich an der Diskussion.
Herr Hentschel unterstützt den Antrag und schlägt vor, den Sozialausschuss mit einzubeziehen.
Herr Dr. Bücker bedankt sich für die rege Diskussion und erteilt Herrn H. abschließend das Wort.
Herr Homm möchte wissen, was CAP-Märkte genau sind.
Frau Jacobs erläutert, dass sich der Begriff ableitet von „Handicap“ und es sich um kleinere Läden der Rewe-Gruppe handelt, in denen u.a. Menschen mit Einschränkungen beschäftigt werden.
Herr Dr. Bücker formuliert den Begriff und bittet um Abstimmung.
Anlagen zur Vorlage
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
|---|---|---|---|---|---|
|
1
|
(wie Dokument)
|
457,8 kB
|
