06.12.2017 - 2 Mitteilungen

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Wortprotokoll

Frau Kaufmann erinnert an den Bericht der Fachhochschule Dortmund zum Stadtteil Altenhagen. In dem Zusammenhang sei nach einem möglichen Einsatz von Unterflur-lleimern gefragt worden.

 

Mittlerweile liege eine Antwort des Hagener Entsorgungsbetriebes vor. Sie füge diese dem Protokoll bei.    

 

Stellungnahme des HEB:

 

Wir haben Ende April letzten Jahres damit begonnen Unterflur-Papierkörbe in der Hagener Innenstadt einzubauen. Obwohl wir im Vorfeld alle beteiligten Behörden, Unternehmen und Institutionen konsultiert und zahlreiche Lage-, Versorgungs-, Leitungs- und Rettungswegepläne vorliegen und studiert hatten, gestaltete sich der Einbau der Behälter im Untergrund äerst schwierig. Dazu kam, dass auch oberirdisch einiges zu beachten war. Nicht nur die städtischen Freiraumplaner, Markt- und Weihnachtsmarktbeschicker, Gastronomen sowie die WBH und Feuerwehr mussten mit ins Boot geholt werden, was die Standortauswahl anging. Last but not least ist das Fahrzeug, das die Unterflurpapierkörbe "leersaugt" ein großer 26-Tonner mit einer entsprechenden Abmessung und einem gehörigen Platzbedarf. Dies ist einer der wichtigsten Punkte, die es bei dem Einsatz eines solchen Systems zu beachten gilt. Kann das Fahrzeug zu dem geplanten Unterflurpapierkorb hinkommen? Ist die lichte Höhe über dem Papierkorb ausreichend? Kann sich der Schwenkarm frei bewegen? Und  ist das Fahrzeug problemlos nach der Leerung in der Lage den Standort wieder zu verlassen. Das klingt marginal, aber wenn Sie sich das angefügte Foto ansehen, erklärt die Aufnahme warum eine Vielzahl von Standorten bereits im Vorfeld ausgeschieden ist bzw. ausscheidet - noch bevor klar ist, welche unliebsamen Überraschungen im Untergrund lauern. Die Behälter müssen ja außerdem einen Meter in die Erde gesetzt werden. Dort befinden sich oftmals Leitungen und Kanäle, denn die Papierkörbe stehen meist im Straßenraum. Bei Parks- und Grünanlagen oder bei sonstigen Flächen stellt sich sofort die Frage nach der Tragfähigkeit des Untergrunds. Dies sind einige Kriterien, die es beim Einsatz von Unterflursystemen als Papierkorbersatz zu beachten gilt. Was aber natürlich auch in die Betrachtungen mit reinspielt sind wirtschaftliche Aspekte. Der Einsatz von Unterflurpapierkörben ist erst dann wirtschaftlich, wenn eine hohe Anschlussdichte erreicht werden kann. Das war in der Hagener Innenstadt der Fall. Zudem galt es eine Lösung für Großveranstaltungen zu finden. Da Unterflursysteme eine deutlich höhere Volumenkapazität bieten als die herkömmlichen oberirdischen Behälter, sprach dieser Punkt für eine Umrüstung auf unterirdische Behälter. Was Unterflursysteme jedoch nur eingeschränkt leisten können, ist ein erfolgreiches Gegenmittel gegen das Littering, also das Wegwerfen kleinformatigen Abfalls im öffentlichen Raum zu sein. Denn wenn der Abfall bislang den Weg nicht in den (oderirdischen) Papierkorb gefunden hat, dann wird er ihn auch nicht in das Unterflursystem finden.

 

Natürlich wäre der Einsatz von Unterflurpapierkörben für andere Stadtteile denkbar. Dennoch sind die genannten Standortfaktoren und die Anschlussdichte für die Umsetzbarkeit entscheidend. In einigen Stadtteilen käme noch der Punkt hinzu, ob eine Fehlbefüllung der Belter bspw. durch Hausmüll zu befürchten ist. Besonders in denjenigen Stadtteilen in den neben Sperrmüll auch viel Hausmüll illegal abgelagert wird, ist diese Gefahr sehr groß.

 

 

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