08.11.2017 - 9 Rehabilitanden und Menschen mit BehinderungBeri...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 9
- Sitzung:
-
Sitzung des Sozialausschusses
- Datum:
- Mi., 08.11.2017
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:
Frau Timm-Bergs begrüßt zu dem Tagesordnungspunkt die Geschäftsfühererin des Jobcenters Frau Gebhardt.
Frau Gebhardt erinnert daran, dass sie in der letzten Sitzung zugesagt habe, einmal die Zahlen der Bedarfsgemeinschaften anderer Nationalitäten darzustellen. Sie habe die Übersicht mitgebracht und lasse sie als Anlage zum Protokoll anhängen (siehe Anlage 2 zu TOP 9).
Sie berichtet weiterhin über Rehabilitanden und Menschen mit Behinderung (siehe Anlage zu TOP 9).
Frau Fischbach bittet um die Definition des Begriffs „kleine Gruppe“.
Frau Gebhardt erläutert, dass es hier um den Bereich der Zielerreichung gehe. Da müsse man insgesamt 3700 Integrationen bringen. Bei den behinderten Menschen sei das nur eine kleine Gruppe von 72 Personen.
Herr Quadt bittet um Aufklärung darüber, wie viele der 42 Integrierten sozialversicherungspflichtig beschäftigt seien, wie viele sich in einem Praktikum befänden und wie viele 1 Euro Jobber seien.
Frau Gebhardt antwortet, dass es sich bei den 42 um sozialversicherungspflichtig Beschäftigte handele. Menschen im Praktikum und 1 Euro-Jobber liefen über ein anderes Zielsystem.
Sie könne die Zahl der Praktika und Reha im Bereich AGHs nachreichen.
Herr Quadt sieht das Instrument der Praktika kritisch. Die Menschen würden dort ausgenutzt. Außerdem ist er der Meinung, dass man im Zusammenhang mit 1-Euro- –Jobs nicht von einer erfolgreichen Integration sprechen könne. Das könne man gerade in einer Zeit, in der Inklusion ein ganz wichtiges Thema sei, nicht als Erfolg verkaufen.
Frau Gebhardt weist nochmal darauf hin, dass es sich bei den 42 Integrationen nicht um die 1-Euro-Jobber handele.
Sie halte Praktika für wichtig, weil die Menschen sich gegenseitig austesten können.
Sie könne den Einwand von Herrn Quadt nachvollziehen. Man achte aber darauf, dass ein Arbeitgeber Menschen nicht ausbeute. Ausschließen könne man es natürlich nicht. Sie bietet Herrn Quadt an, das Thema bilateral aufzugreifen und sich auszutauschen.
Herr Wirth berichtet, dass man in den Werkstätten, in denen er arbeite, 660 Menschen mit starken Beeinträchtigungen betreue. Man erlebe in Hagen bei den Unternehmern eine große Bereitschaft, Praktikumsplätze zur Verfügung zu stellen. Man begleite diese natürlich. Die Kunst liege darin, passgenaue Arbeitsplätze zu finden.
Frau Kaufmann berichtet, dass sie von einer großen Gruppe von Menschen besucht worden sei, die von Bethel betreut werden. 2 Personen aus der Gruppe hätten davon berichtet, dass sie als „nicht erwerbsfähig“ eingestuft worden seien und nicht mehr aus diesem Status herauskämen, obwohl sie sicher die Fähigkeit und auch die Bereitschaft gehabt hätten, berufstätig zu sein.
Herr Wirth weist darauf hin, dass er die Erfahrung gemacht habe, dass viele froh seien, diesen Status erst einmal zu haben. Sobald sie dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stünden, fielen natürlich Rechte und Möglichkeiten weg, die sie vorher gehabt hätten. Es gebe seines Erachtens keine Barriere, die verhindere, dass man aus dem Status heraus eine Ausbildung machen könne.
Frau Timm-Bergs bedankt sich ganz herzlich bei Frau Gehardt für den Vortrag.
Anlagen
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