08.11.2017 - 8 Sozialraumanalyse des Stadtteils AltenhagenVors...

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Wortprotokoll

 

 

Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:

 

Frau Timm-Bergs begrüßt zu dem Tagesordnungspunkt Herrn Prof. Dr. Boecker, Herrn Runde, Herrn Jung und Herrn Küster. 

 

Prof.Dr. Boecker stellt sich vor und sagt ein paar einleitende Worte zu dem Projekt

„Sozialraumanalyse des Stadtteils Altenhagen“.

 

Herr Runde, Herr Jung und Herr Küster stellen das Projekt vor (siehe Anlage 1 und 2 zu TOP 8).

 

Frau Timm-Bergs dankt für den Vortrag.

 

Frau Kaufmann fragt, wie man die Probanden gefunden habe.

 

Herr Küster antwortet, dass man in den einzelnen Bezirken Einrichtungen aufgesucht habe. Das sei zum Beispiel kirchlichen Einrichtungen, Friseure, Kindergärten und ähnliche Einrichtungen gewesen. Dort habe man eine Vertrauensperson gebeten, die Fragebögen von Besuchern der Einrichtung ausfüllen zu lassen.

 

Frau Kaufmann möchte wissen, wie man auf die Einteilung der drei Bezirke gekommen sei. Es lägen ja bereits eine Vielzahl von Geodaten und  sozialräumliche Daten vor. Es wäre interessant, in einem weiteren Schritt solche Daten übereinander zu legen und im nächsten Jahr ggf.  erneut zu erheben, um herauszufinden, ob sich etwas verändert habe. Welche Empfehlungen könnten daraus gegeben werden?

 

Herr Küster stellt fest, dass man keine Ratschläge geben könne. Das sei auch nicht Ziel des Projektes gewesen. Es sei darum gegangen, Daten zu erheben und diese vorzustellen. Die Schlussfolgerungen aus den Daten  sollten dann von der Politik   gezogen werden.

Die Einteilung der Bezirke habe es schon vorher gegeben. Die habe man so übernommen.

 

Herr Prof. Dr. Boecker ergänzt, dass es sinnvoll sei, die Einteilung der Quartiere nun nicht mehr zu verändern und nach einer gewissen Zeit zu überprüfen, ob sich etwas verändert habe. Er weist darauf hin, dass das Quartiersbüro, das eine Zeit lang bestanden habe, als Anlaufstelle weitergeführt werden sollte.

 

Herr Meier merkt an, dass vieles von dem, was vorgetragen worden sei, im Grunde bekannt sei. Altenhagen sei ein Stadtteil, der seine Probleme habe. Man habe da mal ein soziales Stadtprojekt gehabt. Mit Auslaufen dieses Projektes sei es mit den positiven Entwicklungen bergab gegangen, weil Koordinierungsstellen nicht mehr vorhanden gewesen seien. Die Chance, Kontinuität in diese positive Entwicklung hineinzubringen, sei verpasst worden.

Als SPD-Fraktion wolle man für die Zukunft anregen,  ein neues soziales Stadtteilprojekt „Altenhagen 2.0 aufzulegen, damit das viele Geld, das dort bereits ausgegeben worden sei, nicht ganz umsonst dort investiert worden sei. Man werde Anfang Dezember in eine Diskussion  eintreten und die Stadt insgesamt betrachten, wie Stadtentwicklung weitergehe. Auch in Bezug auf den Stadtteil Wehringhausen werde man sich die Frage stellen müssen, wie man dort im Anschluss an das Programm eine Kontinuität hinein bringe. Man sollte man aus den gemachten Erfahrungen in Wehringhausen lernen. Die SPD-Fraktion lade alle Fraktionen ein, Altenhagen stärker in den Fokus zu nehmen.

Eine bemerkenswerte Erkenntnis sei die, dass die deutsche Bevölkerung genauso unzufrieden sei wie die die Bevölkerung mit Migrationshintergrund.

 

Frau Buchholz ist der Meinung, dass der Bezirk 2 nochmal geteilt werden müsste.

Sie habe interessant gefunden, dass die Empfindungen der Menschen keine Frage der ethnischen Zugehörigkeit sei. Bei Betrachtung der Bezirke sehe man, dass manche Bezirke reine Wohnbezirke seien. Bei anderen habe man auch eine soziale und eine ganz normale Infrastruktur. Da müsse man schauen, wo  man sich als Politik einbringen könne. In dem Stadtteil stecke auch ganz viel Potenzial, was man auch weiter als bürgerliche Kräfte nutzen müsse.

 

Herr Quadt weist auf das Projekt „Unterflurmülleimer“ hin, das im Umweltausschuss vorgestellt worden sei. Er habe diese nur in der Innenstadt gesehen. Er sei der Meinung, dass man dieses Projekt fortsetzen solle, weil das Thema Sauberkeit in Altenhagen  ein gravierendes Thema sei.

 

Frau Kaufmann nimmt die Anregung gerne mit. Es handele sich um ein Projekt, das ausgeweitet werden solle. Im Vordergrund habe immer die Stadtmitte gestanden. man werde gerne nachfragen und die Antwort in der nächsten Sitzung vorstellen

oder dem Protokoll beifügen.

 

Frau Sauerwein merkt an, dass man mehrfach darauf hingewiesen habe, dass etwaige Maßnahmen Geld kosten. Sie sei der Meinung, dass Nichtstun in diesem Stadtteil auch Geld koste. Die Probleme würden immer größer. Es gebe in Altenhagen das Altenhagener Forum. Man müsse herausfinden, inwieweit dort die Verknüpfung zu solchen Ergebnissen sei. Man müsse die Menschen zusammenbringen, vielleicht in Form eines kulturellen Festes oder gemeinsamen Reinigungsaktionen. Sie halte es für wichtig, dass Menschen vor Ort seien. In Wehringhausen sei eine richtige Beratungsinfrastruktur entstanden. Diese werde in Altenhagen genauso dringend benötigt.

 

Frau Engelhardt fragt, wie viele Fragebögen ausgegeben  und wie viele davon zurückgegeben worden seien.

 

Herr Küster antwortet, dass von 180 Fragebögen 83 zurückgekommen seien.

 

Herr Meier nimmt Bezug auf den Wortbeitrag von Herrn Quadt in Bezug auf die Sauberkeit. Das sei in Altenhagen ja ein Hauptproblem. Den Vorschlag mit den Unterflurbehältern halte er für gut, da diese eine größere Menge an Müll sammeln könnten. Das Problem sei besonders aufgeschlagen, als Wehringhausen eine größere Reinemacheaktion gehabt habe und sich der Hagener Entsorgungsbetrieb komplett auf diesen Stadtteil konzentriert habe. Bürger aus Altenhagen hätten sich im Umweltausschuss darüber beschwert, dass nun dort gar nicht mehr gereinigt würde. Daraufhin sei von der HEB entgegnet worden, dass man nur eine bestimmte Anzahl von Leuten zur Verfügung stehen habe. Das sei die Kehrseite der Medaille, wenn man einen Stadtteil besonders intensiv betreue.

 

Frau Niemann fragt, ob man die 83 Fragebögen, die zurückgekommen seien, nach Abschnitten einteilen könne.

 

Herr Küster berichtet, dass die Zuordnung  der Fragebögen so ausgeglichen gewesen sei, dass man sie habe verwerten können.

 

Frau Timm-Bergs bedankt sich noch einmal  für die Präsentation.

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