08.02.2017 - 8 Aktuelle FlüchtlingssituationBetreuung und Bera...

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Wortprotokoll

Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:

 

Frau Kaufmann teilt mit, dass man,  wie seinerzeit versprochen,  für die heutige Sitzung eine umfangreiche Präsentation zu dem Thema  vorbereitet habe, die speziell die Hagener Situation beschreibe.   

Sie bedankt sich für die umfassende  Arbeit der Kollegen, die daran mitgewirkt hätten.

 

Herr Gierke berichtet über die Integration der Flüchtlinge in Hagen (siehe Anlage zu TOP 8).

 

Frau Cramer fragt, warum es nicht möglich sei, festzustellen, wie viele Flüchtlinge Integrationskurse besucht hätten.

 

Herr Gierke antwortet, dass diese Integrationskurse nicht nur Flüchtlingen offen stünden. Man bekomme keine Informationen von den Anbietern in Bezug auf die Teilnehmer.

 

Frau Fischbach merkt an, dass sie leider zu Recht befürchtet habe, dass die Zahlen für Hagen anders aussähen als landesweit.  Sie habe notiert, dass 11,5 % Analphabeten seien und bei 12 % sei es noch unklar. Sei es denkbar, dass man insgesamt von 23,5 % Analphabeten ausgehen müsse?

 

Herr Gierke teilt mit, dass das nicht auszuschließen sei.

 

Frau Fischbach regt an, mehr Deutschkurse in dem Bereich anzubieten. Der Bedarf sei ja zweifelsohne vorhanden. 

 

Frau Kaufmann macht deutlich, dass man zwischen Analphabeten und funktionalen Analphabeten unterscheiden müsse. Dass seien u.a. Menschen, die  nicht mit einem Text umgehen könnten oder nur ein paar Jahre die Grundschule besucht hätten.

Sie gibt Frau Fischbach Recht. Allerdings könne man nur die Dinge anbieten, die der Kommune auch bezahlt würden. 

 

Frau Fischbach betont, dass nicht nur ein entsprechendes Angebot, sondern auch eine Verpflichtung zum Besuch erfolgen sollte.

 

Frau Engelhardt bedankt sich für die ausführliche Berichterstattung. Sie habe sich auch darüber gewundert, dass vom Bundesamt für Migration keine Zahlen  vorgelegt werden könnten, wie diese Kurse ausgelastet seien und ob die Teilnahme regelmäßig sei. Sie freue sich über die Spezifika im Sozialraum in Bezug auf die Anmietung von Wohnungen.

Ihre Fraktion habe immer gefordert, die Flüchtlinge gleichmäßig auf das Stadtgebiet zu verteilen, um einer Gettoisierung entgegenzuwirken.

 

Herr Goldbach merkt an, dass die Finanzierungswege für Integrationskurse nur über das Ministerium  für Integration liefen. Zugangsberechtigt seien nur Flüchtlinge aus Ländern mit gesicherter  Aufenthaltsperspektive. Weiterhin stünden sie EU-Bürgern und Bestandsausländern offen. Die Ausländerbehörde und das Jobcenter könnten unter bestimmten Voraussetzungen zu einem Besuch der Sprachkurse verpflichten.  

Zukünftig solle das auch  der Fachbereich Jugend und Soziales können. Das sei nur sinnvoll, wenn das entsprechende Angebot vorhanden sei. Es gebe in dem Bereich eine große Trägervielfalt, die der Verwaltung bekannt seien. Da die Zulassung dieser Träger durch das Bundesamt geschehe, antworteten nicht alle Träger auf Anfragen. 

 

Herr Otto und Frau Völker berichten aus der Praxis. Sie sind  als Sozialarbeiter im Bereich der Flüchtlingsbetreuung tätig.

 

Frau Cramer bedankt sich für den ausführlichen Bericht.

 

Frau Kaufmann richtet ihren Dank an die beiden Mitarbeiter stellvertretend für alle Kollegen, die in dem Bereich tätig seien. Die Tätigkeit stelle hohe Anforderungen  an die Mitarbeiter und sie sei dankbar, dass die Kollegen vor Ort tätig seien. 

 

Herr Gierke ergänzt, dass jeder Sozialarbeiter in der Praxis ca. 140 Flüchtlinge betreut.

 

 

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Anlagen