15.06.2005 - 2 KultopiaGeplante Hip-Hop-Veranstaltung vom 10.0...

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Wortprotokoll

Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:

 

Herr Strüwer weist in diesem Zusammenhang zunächst darauf hin, dass er die Entscheidung  des Oberbürgermeisters in dieser Angelegenheit hundertprozentig stützt. Er ist der Meinung, dass es undenkbar sei, dass in einer öffentlich geförderten Einrichtung eine Gruppe auftrete, die auf dem Index steht. Die Texte dieser Gruppe seien jugendgefährdend und unzumutbar. Außerdem verurteilt er deutlich, dass in Internet-Foren der Oberbürgermeister mit voller Adressen-Angabe bedroht und zur Gewalt gegen ihn aufgerufen wird.

 

Herr Steuber beschreibt zunächst den chronologischen Ablauf der Ereignisse vom Vertragsabschluss hin bis zum Auftritts-Verbot der umstrittenen HipHopper durch den Oberbürgermeister. 

Letztendlich  kündigte die Stadt den Vertrag kurzfristig aufgrund der Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung.

Der Inhalt dieser sexistischen und gewalttätigen Texte ist  geeignet, Kinder und Jugendliche sozial-ethisch zu desorientieren und damit sei das Tatbestandsmerkmal “Gefährdung der Entwicklung  von Kindern und Jugendlichen oder ihrer Erziehung zu einer eigenverantwortlichen gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit” erfüllt. Die CD eines der Rapper steht auf dem Index.

Zukünftig werde im Zeitpunkt der Bewerbung durch einen Check mit der Bundesprüfstelle und der Liste der indizierten Medien sichergestellt,  dass sich ein solcher Vorgang nicht wiederholen könne.

Es sei wichtig, dass sich  der Jugendhilfeausschuss oder der Beirat des Kultopia mit dem Thema “ HipHop, Jugendkultur und Subkultur ”  intensiver beschäftigt. Denkbar sei die Gründung eines Forums, in dem der Ausschuss von jungen Experten wie z.B. den Jugendratsmitgliedern beraten würde, was in der HipHop-Szene so abgeht und warum sich junge Menschen so verhalten und ein solchen Kunststil prägen.

 

Herr Finkensiep liest zu diesem Tagesordnungspunkt eine Erklärung des Jugendrings vor, in der der Jugendring begrüßt, dass die Musiker King Orgasmus und MC Bastard nicht im Kultopia aufgetreten sind.

– Die Erklärung ist dem Protokoll als Anlage 1 beigefügt -

  

Herr Goldbach ergänzt die Ausführungen von Herrn Steuber dahingehend, dass zukünftig schon bei Vertragsgestaltung der Passus mit aufgenommen wird, dass eine Jugendgefährdung ausgeschlossen wird. 

 

Herr Schledorn greift den Vorschlag von Herrn Steuber auf und hält es für eine wichtige Sache, eine Veranstaltung durchzuführen, in der die bestimmte Jugendszenen näher beleuchtet werden.

 

Herr Strüwer weist abschließend darauf hin, dass der Beirat des Kultopia am Montag tagen wird und auf der Tagesordnung auch dieser Punkt steht.

Es sei klarzustellen, dass eine derartige Veranstaltung in einer öffentlich-geförderten Einrichtung nicht stattfinden dürfe. Dies sei in jedem Fall sicherzustellen.

 

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